Golf – Olympics: Day 9

Justin Rose

Land
England
Geburtsdatum
30.07.1980
Körpergröße
1.91 m
Körpergewicht
82 Kg
Profi seit
1998
Website

Der Schwung dieses Mannes ist eine Augenweide. Die Schwungtechnik, mit der Justin Rose die Bälle aufs Fairway schickt, ist nahezu perfekt. Es liegt also nahe, dass sein solides und mit wenigen Fehlern behaftetes Spiel ihn schon seit Jahren zu einem der besten Spieler der Welt macht. Da wundert es einen schon, dass die Siege von Rose fast immer ein wenig unter dem Radar laufen.

Ein englischer Gentleman
Vielleicht liegt es an seiner ruhigen Art. Nahezu still und immer entspannt schreitet er über den Golfplatz, wirkt dabei stets selbstsicher, ohne arrogant zu sein. Er ist wohl der Gentleman der Tour. Genau so wie man sich einen Briten eben vorstellt. Dabei kam Rose in Südafrika zur Welt. Mit fünf Jahren zog er mit seinen Eltern nach England und zeigte hier schon früh, was er auf dem Golfplatz kann. Er beeindruckte mit einer starken Amateurkarriere und belegte noch vor seinem 18. Geburtstag einen starken vierten Platz bei der Open Championship in Royal Birkdale. Die Entscheidung fiel schnell: Schon am nächsten Tag wechselte er ins Profilager. Dann war jedoch Demut gefragt: Rose verpasste 21 Cuts und konnte erst 2002 seinen ersten Sieg auf der European Tour feiern. Aber seine Gelassenheit machte sich bezahlt:  Seit 2012 hält er sich stets in den Top 20 der Welt und hat 2018 noch keinen einzigen Cut verpasst. Zuletzt musste Rose bei der PGA Championship 2017 nach zwei Runden die Koffer packen. Rose brilliert einfach durch seine Konstanz!

Justin Rose mit seiner Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen 2016 (Photo by Scott Halleran/Getty Images)


Ein Major-Sieg und die Olympischen Spiele

Die bisher größten Erfolge seiner Karriere dürften der U.S. Open Sieg 2013 sowie die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2016 sein. Bei diesem Comeback des Golfsports bei den Sommerspielen nach 112 Jahren gelang Rose ein legendäres Hole-in-One. Es war das erste, was jemals bei diesem Wettkampf gespielt wurde. Und noch ein kleiner Rekord steht auf seiner Erfolgsliste: Bei den U.S. Open war er der erst der zweite Engländer, der dieses amerikanische Major gewinnen konnte. Davor siegte hier lediglich Tony Jacklin 1970. Nach diesem Erfolg wurde ihm zudem eine große Ehre zuteil: Er bekam den „Order of the British Empire“ – den britischen Ritterorden – für seine sportlichen Leistungen verliehen.

(Photo by Patrick Smith/Getty Images)

Familie & Fußball
Auch wenn er sich beruflich schon früh für den Golfball entschieden hat, ist seine zweite Leidenschaft der Fußball: Rose ist ein passionierter Chelsea-Fan und unterstützt seine Mannschaft wann immer er kann. Zudem ist der gebürtige Südafrikaner ein echter Familienmensch: Bei seinem Sieg 2013 hatte er die Namen seiner Töchter, Lottie und Leo, auf seinen Schuhen eingraviert und widmete dem Sieg seinem Vater Ken, der 2002 an Leukämie verstorben war.

Trotz seines ruhigen Charakters ist Rose durchaus als Kämpfer auf dem Platz bekannt. Vielleicht nicht so lautstark wie sein Landsmann Ian Poulter, aber bei seinem Spiel beweist er immer wieder Nervenstärke und Siegeswillen. Ein Beispiel? Beim Ryder Cup in Medinah spielt er im Einzel gegen Publikumsliebling Phil Mickelson. Nach einem Rückstand konnte Rose das Match noch drehen, indem er aus sage und schreibe 30 Metern den Birdie-Putt lochte.  Er konnte in dieser Extremsituation seine Spielstärke zeigen! Genau diese Eigenschaft macht ihn zu einem der wichtigsten Spielern beim Ryder Cup 2018 in Frankreich.

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