SBS Tournament of Champions – Preview Day 3

Justin Thomas

Land
USA
Geburtsdatum
29.04.1993
Körpergröße
1,78 m
Körpergewicht
66 Kg
Profi seit
2013
Website

Früh übt sich! Bei keinem passt dieses Motto wohl besser als bei dem Amerikaner Justin Thomas. Immerhin lernte er schon im zarten Alter von 2 Jahren die ersten Golfschwünge. Und das von seinem eigenen Vater, der als Pro im Harmony Landing Country Club in ihrer Heimat Kentucky, arbeitete. Auch der Fakt, dass bereits sein Großvater Paul schon Trainer war und 1962 bei den U.S. Open in Oakmont mit dem legendären Arnold Palmer spielte, ist für den einen oder anderen keine große Überraschung – hier ist das Talent und die Leidenschaft für den Golfsport definitiv Familiensache. Und die steht bei Justin Thomas noch heute ganz weit oben: Sammelte er damals noch die Bälle auf der Driving Range, während der Vater arbeitete, verpasst heute der stolze Vater kein wichtiges Match seines Sohnes. Und revanchiert sich: In einer Vitrine sammelt er die Bälle von Justins besten Ergebnissen einen Platz. Aber nicht nur sein Vater ist Fan. Auch Mutter Jonis steht regelmäßig am Fairwayrand, wenn ihr Sohn abschlägt.

Viele Gründe zur Freude
Und da gab es schon häufiger Grund zur Freude. Dabei bahnte sich die Karriere als Golfer schon früh an. Mit sieben Jahren sah Thomas wie Tiger Woods in Valhalla 2000 siegte und fasste einen Entschluss: Genau das will er auch! Er hatte auch eine Top-Motivation: Dank einer Aufnahme auf einer VHS-Kassette schaute sich Thomas diesen legendären Moment in Woods‘ Karriere mehr als 50 Mal an. Also tat er eins: Üben, Üben, Üben. Bereits mit 14 Jahren vertrat er mit seinem besten Buddy, Jordan Spieth, zum ersten Mal die USA bei einem Teamwettbewerb. Sie fuhren gemeinsam zu den Evian Masters nach Frankreich. Noch in seinem Junior-Highschooljahr konnte sich Thomas zudem mit nur 16 Jahren für ein PGA Event qualifizieren. Als einer der drei jüngsten Spieler gelang ihm bei der Wyndham Championship sogar der Cut. Nach einer sehr erfolgreichen College-Golfkarriere wechselte Thomas 2013 ins Profilager. Er marschierte von der Qualifying School über die Web.com-Tour direkt zur PGA Tour durch.  Hier legte Thomas eine phantastische Rookie-Saison hin, in der er im November bei der CIMB Classic direkt seinen ersten Titel feiern konnte. Nach einer soliden Saison 2016, legte Thomas 2017 richtig los. Er konnte sich nicht nur vier Titel inklusive eines Major-Sieges sichern, sondern landete auch beim FedEx Cup auf dem Siegertreppchen. Damit gehört Thomas zu dem kleinen, aber feinen Kreis an Spielern, die vor ihrem 25. Geburtstag fünf PGA-Siege inklusive eines Majors einfahren konnten. Und die Namen können sich sehen lassen: Jack Nicklaus, Tiger Woods und sein Kumpel Jordan Spieth.

(Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Rekordverdächtig
Zudem gehört der Amerikaner noch zu einer weiteren sehr erlesenen Runde: 2017 spielte er eine sagenhafte 59 bei seinem Sieg bei der Sony Open und unterzeichnete auch bei den U.S. Open in Eris Hills eine beeindruckende 63. Beide Ergebnisse sind keine neuen Rekorde, lassen aber andeuten, dass der junge Mann aus Kentucky an der Bestmarke durchaus kratzt. In diesem Jahr schubste er übrigens auch seinen Landsmann Dustin Johnson für vier Wochen von Platz 1 der Weltrangliste. Er hat es also geschafft: Thomas gehört zu den Größen des Golfsports!

Der jährliche Männertrip

Wer gut spielt, muss sich aber auch belohnen! Auf der Social Media-Plattform Instagram können sich Golffans davon überzeugen, dass es ein paar Jungs auf der PGA Tour einmal im Jahr ordentlich krachen lassen. Und Justin Thomas ist einer davon! Mit Smylie Kaufmann, Rickie Fowler und seinem alten Buddy Jordan Spieth macht er unter dem Namen „Spring Boys“ im Frühjahr regelmäßig einen ausgelassenen Männertrip – dank zahlreicher Fotos und Stories bekommen auch die Fans aus der Ferne einen kleinen Einblick in diesen speziellen Urlaub. Zu welcher Musik sie dann feiern? Wenn man sich die Wedges von Justin Thomas anschaut, tippt man stark auf HipHop. Immerhin zieren Lyrics aus Songs von Lil‘ Wayne, Rick Ross oder Drake seine Eisen – und die bringen ihm bisher ziemlich viel Glück. Und in diesem Jahr auch erstmals in das amerikanische Ryder Cup Team. Somit vertritt er wieder sein Heimatland mit Jordan Spieth in Frankreich. Man darf gespannt sein, wie sich die Beiden als Erwachsene gemeinsam bei diesem Wettbewerb schlagen.

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