The Masters – Final Round

Sergio Garcia

Land
Spanien
Geburtsdatum
09.01.1980
Körpergröße
1.78 m
Körpergewicht
82 Kg
Profi seit
1999
Website

„El Nino“, wie Sergio Garcia von Freunden und Familie genannt wird, galt lange als Wunderkind des europäischen Golfs. Kein Wunder! Der in Borriol geborene Junge begann mit dem Golfspiel schon im Alter von drei Jahren. Sein Lehrer war sein Vater, der im nahegelegenen Golfclub, im Campo del Mediterraneo, als Pro arbeitete. Mit 12 Jahren konnte er hier bereits seine erste Clubmeisterschaft gewinnen. Garcia sammelte fortan Trophäen von Amateurturnieren aller Art und konnte 1997 die Catalonian Open Championship gewinnen – ein Profiturnier. Sergio war gerade einmal 17 Jahre und Amateur. Zwei Jahre später wechselte er mit einem Handicap von +5 ins Profilager und belegte bei seinem ersten Turnier, der US PGA Championship, gleich den zweiten Platz – nur Tiger Woods war besser als der Rookie. Bei seinem sechsten Start gelang ihm der erste Sieg bei den Irish Open. Garcia war eine Sensation in der Golfwelt. Es folgten zahlreiche Siege auf der European und PGA Tour in den Staaten und nicht selten gehörte der junge Spanier zu den Favoriten.

Getty Images

Immer wieder … Ryder Cup
Im Ryder Cup-Team Europas ist er aus gutem Grund ein bekanntes Gesicht. Von 1999 bis 2008 nahm er fünfmal in Folge an dem Team-Wettbewerb teil. Er ist noch bis heute der jüngste Spieler, der je bei einem Ryder Cup abschlug. 2002 war er mit vier Siegen in fünf Matches der erfolgreichste Spieler und musste sich nur im Einzel geschlagen geben. Auch 2012 und 2016 teete Sergio für Ryder Cup auf und bekommt 2018 dank einer Wildcard von Captain Thomas Björn wieder die Chance, Europa zum Sieg zu führen.

Ein bestimmter Sieg fehlte

Sergio war ein konstanter, guter Golfer. Doch ein wichtiges Detail fehlte auf seiner Erfolgsliste: ein Major. Wenn das ausbleibt, ist das für einen solch erfolgreichen Profi wie Garcia frustrierend. Das wurde deutlich, als der 2012 vor seiner Masters-Teilnahme selbst über sich sagte: „Ich bin nicht gut genug, um ein Major zu gewinnen. Ich habe nicht das, was ich brauche, um hier ganz oben zu stehen. Nach 13 Jahren habe ich mich damit abgefunden, um den zweiten oder dritten Platz zu spielen.“

(Photo by David Cannon/Getty Images)

Was für eine Saison!

Aber er kann auch Major! 2017 holte sich Garcia das Grüne Jackett des Masters. Er setzte sich im Stechen gegen den Engländer Justin Rose durch und ist erst der dritte Spanier, der bei diesem Turnier triumphieren konnte. Vor diesem Sieg war ein Majortitel zum Greifen nah, denn der Spanier belegte sage und schreibe 22 Top 10-Platzierungen bei Major-Turnieren. 2017 bekam er zudem von der European Tour aufgrund seiner guten Leistung eine lebenslange Mitgliedschaft verliehen und wurde auch zum Spieler des Jahres gewählt. Es ist also keine Überraschung, dass auch Garcia selbst diese Saison als die beste seiner Karriere bezeichnet.

Ein Familienleben in der Schweiz
Der Spanier lebt heute übrigens in der Schweiz. Um genau zu sein in Crans Montana, wo jährlich die Omega European Masters im Crans-Sur-Sierre Golf Club ausgetragen werden. Im Januar verlobte er sich mit Angela Akins, einer amerikanischen Journalistin, die für den Golf Channel arbeitet. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter mit dem Namen Azalea. Garcia ist zudem ein sehr guter Tennisspieler und steht regelmäßig mit seinem Kumpel und 17-fachen Grand Slam-Champion Rafael Nadal auf dem Court. Aber Garcia hat mehrere Talente: Er kann auch kicken und hat ein erfolgreiches Pokerface. Bei einem PokerStars-Turnier 2012 gewann der Spanier gleich 35.000 US-Dollar.

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