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Reise Sensation Irland: Grand mit Vieren

Und einem Ass dazu! Fünf Anlagen, die Lust machen auf eine Reise nach Irland, der Insel mit den sensationellen Spielmöglichkeiten. 

Irland

Zu erzählen, dass in Irland großartige Golfanlagen vorhanden sind, hieße nun wahrlich Eulen nach Athen tragen. Denn: Irland bietet mehr als 400 Golfclubs, darunter ein Drittel der natürlichen Links-Plätze der Welt, und dazu eine Reihe sensationeller Meisterschaftsplätze an atemberaubend schönen Standorten. Kein Wunder also, dass jährlich über 240.000 Golfer aus der ganzen Welt auf die Insel kommen, um die beeindruckenden und herausfordernden Fairways und Grüns zu erleben. Gerade die Freunde des Links-Golf sollten, ja müssen, einmal auf der Grünen Insel vorbeischauen, denn Kulisse und Qualität der Anlagen sind zweifelsfrei Weltklasse.  

Aber fantastische Kurse gibt’s auch ohne Küste, jüngstes und wahrlich herausragendes Beispiel hierfür ist im Südwesten Adare Manor – hier werden im Jahr 2027 die besten Spieler der USA und Europas um den Ryder Cup kämpfen. Nach 2006 ist Irland damit zum zweiten Mal Gastgeber des wohl prestigereichsten Wettbewerbs im Golf. Adare Manor verfügt nicht nur über zwei eigene Plätze, sondern bietet sich zudem auch als Ausgangspunkt für die Reise zu drei weiteren »Krachern«, allesamt Links Courses vom Feinsten, an. Gut, es sind manchmal etwas mehr 100 Kilometer zu fahren, doch der Besuch dieser Plätze lohnt, versprochen. Hier die Übersicht, beginnend mit dem jüngsten Meisterwerk. 

Adare Manor

Der Parkland-Platz des renommierten Golf-Resorts wurde vor wenigen Jahren von Tom Fazio einem umfassenden Re-Design unterzogen und trägt seither den Namen The Golf Course at Adare Manor. Und manchmal reichen auch wenige Worte, denn die 18 Löcher des Ryder-Cup-Platzes von 2027 sind großartig und bleiben einem noch lange im Gedächtnis. Bereits vom ersten Loch kommt man ins Schwärmen, aber die letzten vier Bahnen des Platzes, lassen ihn zur Superlative werden. Alles ist in einem derart einwandfreien Zustand, dass wir nur raten können, diese Anlage einmal selbst in Augenschein zu nehmen.

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Ballybunion Golf Club

In Ballybunion, wartet mit dem Old Course ein Meisterstück der Golfplatzarchitektur, das sich ohne Zweifel mit jedem der British-Open-Schauplätze messen kann. Die Irish Times verglich zwar den Kurs 1897, vier Jahre nach der Eröffnung, mit einem wüsten Kaninchenstall, in dem sich die Golfspieler mit viel Geduld und einem unerschöpflichem Ball-vorrat wappnen müssten (was übrigens bis heute gilt). Der große Tom Watson aber, ein Links-Liebhaber, hat sich vor fast jeder British Open hier eingespielt und bezeichnete Ballybunion mal als den Platz, den jeder Golfarchitekt erleben sollte, bevor er selbst etwas baut.  Allein die relative Abgeschiedenheit hat dafür gesorgt, dass außer ein paar Irish Open hier keine Großturniere stattfanden. Der Platz ist auf jeden Fall über 13 Löcher spektakulärstes Links-Golf vom Feinsten! Ein Feuerwerk der Spielfreude, verbunden mit Staunen Bewunderung, Respekt und Demut. 

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Doonbeg Golf Club

Die Runde, des von Greg Norman entworfenen Platzes, beginnt mit einem optischen Paukenschlag – vom stark erhöhten Tee ist links das Meer im Blick, voraus ein makelloses Fairway, an dessen Ende das Grün wie ein Amphitheater in den Dünen liegt. An der 14, einem sehr kurzen, aber äußerst schwierigem Par 3, sind es nur 95 Meter vom exponierten Tee bis zum kleinen Grün, das so schmal und windausgesetzt in den letzten Dünenkamm vor dem Strand eingepfercht wurde, dass es einem Nest in einem hohen Baum ähnelt. Vor allem, wenn die Möwen kurz davor sind, rückwärts zu fliegen, bedarf es eines besonders couragierten Schlags, um das winzige Ziel zu treffen. Den adäquaten Abschluss einer bemerkenswerten Runde bildet die 18: Am blinden Abschlag werden noch einmal Salz, Sand und Tränen aus den Augen gewischt, um das fulminante Clubhaus zu bewundern – und los geht’s. 

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Lahinch Golf Club

Lahinch ist Golfgeschichte pur, den Einheimischen gilt es schon immer als das irische St. Andrews. Bei den Architekten liest sich die Chronik des Old Course mit Old Tom Morris, Alister MacKenzie und Martin Hawtree bemerkenswert. Doch obwohl damit mehrere Generationen ihre Finger im Spiel hatten, fühlt man sich noch heute ans Ende des 19. Jahrhunderts. Daher lohnen allein die Bahnen 4 und 5 den Besuch dieses typischen, etwas verkommenen irischen Seebads mit engen Straßen, pittoresken Häusern und dem Geruch nach Fish & Chips. Über diesen Platz, der nur wenige Kilometer von den Cliffs of Moher entfernt ist, sagte Old Tom Morris einst: »Der Links ist der großartigste natürliche Naturplatz, auf dem es mir je vergönnt war, zu spielen.« 2019 gewann hier der Spanier Jon Rahm die Irish Open. 

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Mount Juliet

Ach ja – da wäre ja noch das Ass: Wer von Dublin mit dem Mietwagen anreist, und das werden ja die meisten sein, sollte sich auf dem Weg westwärts überlegen noch in Mount Juliet, ebenfalls ein formidabler Parklandplatz, vorbeizuschauen. Der 1991 eröffnete Kurs aus der Feder von Jack Nicklaus war mehrmals Austragungsort eines WGC-Events, 2021 fanden dort die Irish Open statt. Kein geringerer als Tiger Woods sagt über Mount Juliet: »Ich finde den Golfplatz wunderschön, die Fairways sind perfekt, die Grüns sind die besten Grüns, auf denen wir das ganze Jahr über geputtet haben, einschließlich der Majors. Ein unverfälschtes Golfvergnügen.« 

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Irland-Infos kompakt

Anreise

Aus Deutschland wird Irland mit Zielflughafen Dublin von Aer Lingus, Eurowings, Lufthansa und Ryanair direkt angeflogen. Von dort geht es mit dem Mietwagen weiter. 

Strom

Bitte bringen Sie einen dreipoligen Adapter mit. 

Währung

In der Republik Irland gilt der Euro. 

Kleidung

Wir empfehlen Kleidung nach dem »Zwiebel-Prinzip«, angefangen vom T-Shirt über Hemd oder Bluse und Pullover bis zu wind- und wasserfester Oberbekleidung. Regenschirm und auch die Sonnencreme nicht vergessen. 

Übernachten

In der Nähe der Anlagen finden sich zahlreiche Möglichkeiten für eine Nächtigung, hier einige Web-Adressen. 

Adare Manor: adaremanor.com 

Ballybunion: kilcoolyscountryhouse.comcliffhousehotel.com

Doonbeg: trumphotels.com/Ireland 

Mount Juliet: mountjuliet.ie 

Weitere Infos, auch zu den vielen Sehenswürdigkeiten abseits der Golfanlagen, gibt’s hier!