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Die drei Jungs von Smart Golf verraten ihre Sommer-Tipps fürs Training an heißen Tagen

Wenn die Sonne bei wolkenfreiem Himmel brennt, die Fairways trocken und die Grüns hart sind, hat das nicht nur Auswirkungen auf unser Spiel, sondern auch auf unseren Körper. Damit Sie für Golf im Sommer bestens gerüstet sind, verraten wir ein paar Tipps.

Die Sommer Hitze setzt uns Golf-Spielern mitunter ordentlich zu; körperlich und auch hinsichtlich des Scores. Während bei nassen Bedingungen noch jeder Meter hart erkämpft werden muss, gilt es bei sehr trockenem und harten Boden, den Ball im Spiel zu halten. Denn gerne springen die frechen, weißen Kugeln unerwartet und flink in Penalty Areas oder sogar bis hinter die Aus-Grenzen.

Das Trio der SmartGolf Academy zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Spielstrategie und Schlägerwahl den sommerlichen Begebenheiten am besten anpassen und so der Hitze auf dem Platz ein Schnippchen schlagen können. Ferner verraten Tino Schuster, Felix Lubenau und Clemens Otto ein paar »Sommer-Hitze-Life-Hacks«, die bei tropischen Temperaturen nahezu für angenehme Abkühlung sorgen.

Was hoch fliegt bleibt schnell liegen

Wenn es nur wenig Grünfläche »zum arbeiten« gibt und der Ball unmittelbar nach der Landung stoppen muss, sind steinharte Sommer-Grüns eine echte Herausforderung. Wählt man eine flache Flugbahn, wird es fast unmöglich sein, den Ball zum Halten zu bekommen. Auf dem minder saftigen Untergrund nimmt der Ball keinen Backspin an und kann folglich nicht abgebremst werden.

Hier hilft nur Flughöhe. Der Ball benötigt einen steileren Eintreffwinkel auf der Grünoberfläche. Für eine deutlich höhere Flugkurve sollte der Ball in der Ansprechposition grundsätzlich näher zum Ziel (für Rechtshänder weiter links) gelegt und deutlich höher aufgeteet werden. Passen Sie Ihren Oberkörper der gewünschten, höheren Flugbahn an und schlagen Sie den Ball bewusst in die Höhe. Wer beispielsweise ein längeres Par 3 anspielt, kann ein Hybrid nehmen und den Ball deutlich höher aufteen – der Ball wird entsprechend höher fliegen und steiler landen.

Falsch gesprungen

Golfbälle springen bei hartem Untergrund nicht nur nach vorne, sondern bei schräg angelegten Fairways auch mal zur Seite. Und das oftmals schneller als man gucken kann. Bei staubtrockenen Fairways kann auch der akkurate Drive Mitte Bahn verspringen und in einer unangenehmen Lage enden. Hier ist Weitsicht erfordert. Berücksichtigen Sie das am Abschlag und erwägen Sie eine Gegenstrategie anzuwenden. Felix Lubenau könnte in diesem Szenario mehr auf die linke Fairwayseite oder sogar das Semi-Rough zielen. Wer eine Kurve spielen möchte, sollte die Finger von einem Fade lassen. Bälle die zusätzlich in Richtung der Bodenneigung fliegen, würden hier noch weiter nach rechts springen. Die Links-Kurve kann in diesem Fall gegen die Schräge ankämpfen. Der Ball wird gegen die Neigung aufkommen und nicht weiter nach links springen

Wenn der hohe Pitch keine Option ist

Wer einen kleinen Pitch machen möchte, braucht auch im Sommer immer ein bisschen Gras unterm Ball. Auf einem »normalen« Fairway liegt der Ball immer ein wenig wie auf einem Tee. Treffen Sie hingegen auf harte, trockene Fairways liegt der Ball auf dem blanken Boden. Dann ist es schwer, den Ball hoch in die Luft zu bekommen. Passen Sie Ihre Technik an und spielen einen kontrollierten, flachen Annäherungsschlag.

Hoher Pitch 
Set-up: Ballposition weiter links. Gewicht leicht auf dem linken Fuß. Schlagfläche deutlich geöffnet.
Schwung: Stark gewinkelte Handgelenke im Rückschwung. Im Finish ist der Schlägerkopf oberhalb des Kopfes.
Schlägerwahl: Sand- oder Lobwedge.

Pitch von hartem Untergrund  
Set-up: Ballposition liegt rechts der Mitte. Gewicht deutlich auf dem linken Fuß. Schlagfläche zeigt direkt zum Ziel; dadurch kein zusätzlicher Bounce.
Schwung: Beim Ausholen sehr wenig Handgelenk-Einsatz. Im Finish ist der Schlägerkopf auf Höhe der Gürtelschnalle.
Schlägerwahl: Wedge mit weniger Bounce.

»Sommer-Hitze-Life-Hacks«

Das Trio der SmartGolf Academy verrät Ihnen ein paar »Sommer-Hitze-Life-Hacks« fürs Golf Spielen. Einige der Tipps mögen als selbstverständlich anmuten, doch geraten ein paar dieser »Basics« bei dem ein oder andere Spieler oftmals in Vergessenheit – und dann ist das Drama während einer Runde Golf im Sommer groß. Hier ein Sammelsurium an Tipps und Tricks für und natürlich gegen die Hitze.

Schwarz-weiß  
Viele wissen es, haben es aber offensichtlich bei der Kleiderwahl am Morgen vor der Runde wieder vergessen: bei Sahara-ähnlichen Temperaturen und entsprechender Sonneinstrahlung ist dunkle Kleidung definitiv nicht die bessere Wahl! Schwarze Kleidung heizt sich stärker auf und erwärmt den Körper noch zusätzlich. Wer in der Sonne einen kühlen Kopf oder eher kühlen Körper bewahren möchte, sollte auf die Farbe Weiß setzen – wie in vielen Wüstenstaaten üblich.
Ziehen Sie möglichst viel weiße Kleidung an. Selbst lange Ärmel können bei Mittagshitze angenehmer sein als kurzärmlige – und der drohende Sonnenbrand ist dann auch gebannt. Stets dran denken: Die Haut vergisst und verzeiht leider nichts!

Nacken gut gekühlt 
Ein nasses Handtuch um den Hals gelegt, kühlt den Körper etwas herunter. Dass dabei die Kleidung nass werden kann, ist bei großer Hitze ein gewünschter und angenehmer Nebeneffekt.

Köpfchen, Köpfchen 
Es gibt Caps die sehen gut aus und es gibt Caps die einen speziellen UV-Schutz haben. Gut, wenn beides zusammenkommt. Das hält den Kopf länger kühl und schützt vor der starken Strahlung.

Gut abgeschirmt 
Auch Schirme können die Sonne abhalten. Dabei brauchen Sie ebenfalls eine UV-Schutz-Zertifizierung. Wer unter so einem Schirm steht, merkt sofort den Unterschied. Hier ist es deutlich angenehmer als unter einem »normalen« Regenschirm, der fix zum Sonnenschirm umfunktioniert wurde.

Schattenparker 
Nutzen Sie jede Möglichkeit, Ihren Körper vor der ständigen Sonneneinstrahlung »in Sicherheit« zu bringen – denn so eine Runde Golf dauert bekanntlich mehrere Stunden. Ein paar Meter abseits der Fairwaymitte bietet sich oft ein Schatten spendendes Plätzchen. Während Ihre Mitspieler abschlagen, haben Sie ein paar Minuten Zeit sich zu entspannen. So kann man während der Runde von Schatten zu Schatten huschen und locker einen Großteil der Zeit im schützenden »Dunkeln« verbringen.

Armgeschütz 
Wem lange Ärmel zu viel sind, aber sich dennoch vor der Sonne schützen möchte, kann auf sogenannte »Armlinge« zurückgreifen. Diese handlichen Schläuche werden einfach über die Arme gezogen. Erhältlich sind diese kleinen Helfer auch mit speziellen UV-Schutz und bieten dann eine kühlende Wirkung – speziell wenn man sie zusätzlich noch regelmäßig nass macht. Der Effekt durch die Verdunstung ist spürbar angenehm.

Melone statt Schoki  
Bei heißen Temperaturen sollte der Kreislauf nicht noch durch »anstrengendes« Essen zusätzlich belastet werden. Eine aufgeschnittene, eiskalte Wassermelone, Apfelstücke oder eine Banane sind sättigend und haben auch noch einen abkühlenden Nebeneffekt.

Gefrorene Getränke  
Wer auf eiskalte Getränke während der Golf Runde im Sommer nicht verzichten möchte, kann sich am Vortrag vorbereiten. Wasser oder Apfelschorle in der PET-Flasche lassen sich einfrieren, ohne dass die Flasche dabei platzt. Das Getränk taut während der Runde langsam auf und ist zusätzlich als Coolpack von Nutzen – als Kühlung an Schläfe und Hals. Herrlich frostig!

Immer, immer Sonnenschutz 
Jeder Hautarzt wird folgender Aussage zustimmen: Egal welcher Hauttyp Sie auch sein mögen – nutzen Sie immer eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und tragen Sie diese großzügig auf! Vor allem Outdoor-Sportler müssen ihre Haut schützen. Übrigens altert sonnengeschützte Haut weniger schnell.