Tipps fürs Putten – Training auf dem Grün mit Pat Perez

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Wertvolle Tipps fürs Putten sind für fast jeden Golfer hilfreich. Bei uns erklärt PGA-Pro Pat Perez, worauf es beim Spiel auf dem Grün ankommt – und wie Sie Ihre Putt-Statistiken verbessern werden.

Jeder puttet mal schlecht – auch ich. Stellen Sie sich mal vor: 2016 habe ich von 70 Putts zwischen 1,20 und 2,40 Metern sage und schreibe 32 Putts vorbeigeschoben. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nie auch nur einen ernsthaften Gedanken daran verschwendet, was ich beim Putten eigentlich vorhabe – das musste sich schlagartig ändern. Also zeichnete ich mit Kreide eine Linie auf das Grün. Dabei stellte sich heraus, dass die Linie, die meine Augen sehen, nichts mit der tatsächlichen Puttlinie zu tun hatte. Was meine Augen als eine gerade Linie wahrnahmen, war in Wirklichkeit eine signifikant von rechts nach links verlaufende Kurve. Bei einem 4,5-Meter-Putt irrten sich meine Augen sogar um mehr als 30 Zentimeter. Das ist für jeden Spieler viel, aber erst recht für einen Tour-Professional.

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Tipps fürs Putten – die Kopfposition verändern!

Um die Ziellinie zukünftig korrekt sehen zu können, musste ich also die Position meines Kopfes verändern. Beim Putten ist die Ansprechhaltung für jeden Spieler eine sehr individuelle Angelegenheit. In meinem Fall musste ich meinen Kopf etwas mehr zum Ziel drehen. Ich veränderte die Haltung meines Kopfes so lange, bis meine Augen den Punkt sehen konnten, über den der Ball rollen musste, um ins Loch zu fallen. Höchstwahrscheinlich wird Ihre ideale Kopfposition eine andere sein als bei mir.
Finden Sie es heraus, indem Sie sich einen Putter mit einem mittellangen Schaft nehmen, Ihren Kopf beim Ansprechen des Balls so lange nach rechts und links drehen und die Ansprechposition anpassen, bis Ihre Augen die korrekte Puttlinie visualisieren können.

Der Putt ist wichtiger als der Drive

Dann machen Sie einen Selbstversuch mit Putts zwischen 60 und 90 Zentimetern. Rollt der Ball nur ans Loch heran, brauchen Sie sich nicht der Illusion hinzugeben, dass der Sechs-Meter-Putt plötzlich fallen würde. Lassen Sie bezüglich der korrekten Kopfposition Aufmerksamkeit walten und passen Sie diese so lange an, bis alles passt. Natürlich fühlt sich eine neue Ansprechhaltung anfangs ungewohnt an, aber es wird sich auszahlen: „Drive for the show, putt for the dough!“
Es ist am Ende der Putt, der Geld in die Kasse bringt, und nicht der lange Drive.

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