Besser Spielen: Jason Day – Keep it simple

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Der Australier Jason Day verrät vier Tipps für vier Lagen, die Ihnen sicherlich helfen werden, zukünftig mit weniger Schlägen über die Runde zu kommen. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Driver, Schlägen mit Ihren Eisen, dem Chippen und auch Basics zum erfolgreichen Putten.

Es gibt Zeiten, in denen dieses Spiel verkompliziert wird. Daher fing ich an, diesen Artikel mit dem simplen Gedanken zu schreiben: „Mitte Bahn, Mitte Loch.“ Ich behaupte nicht, Golf sei einfach. Wenn aber einige Kernaspekte der Standard-Schläge aufs Wesentliche heruntergebrochen werden würden, dann könnten wir endlich damit anfangen, nicht mit Golfschwüngen zu spielen, sondern Golf zu spielen. Ziel ist, den Ball vorwärts zu bewegen und mit möglichst wenig Schlägen im Loch zu versenken. Und das ist wahrlich schwierig, wenn Ihr Kopf voll mit Schwungtheorie ist.


Stattdessen sollten Sie einen klaren Plan haben, was Sie bei Ihrem nächsten Schlag machen möchten. Dann richten Sie sich korrekt aus und schlagen oder machen eine Puttbewegung, die fließend und ausbalanciert ist. Ich garantiere Ihnen: Wenn Sie es so simpel halten, erhöhen Sie die Chance, zukünftig besseres Golf zu spielen. Hier verrate ich Ihnen ein paar meiner Schlüsseltipps für die wesent-lichen Schläge. Simple Vorgaben, die im Kopf bleiben, damit Sie sich mehr auf Ihre Golfrunde konzentrieren können. Und nicht die ganze Zeit auf Ihren Schwung!

DRIVER: Die richtige Ausgangsposition schaffen

Den Driver möchte ich so hart wie möglich schlagen. Wenn Sie das auch wollen, müssen Sie sich in eine gute Ausgangsposition bringen.
1.) Stellen Sie sich breitbeinig hin, beugen leicht die Knie, verteilen Ihr Gewicht gleichmäßig und lassen die Arme locker runterhängen, wenn Sie sich von Ihren Hüften aufwärts nach vorne beugen.


2.) Kontrollieren Sie die Ballposition. Ich platziere den Ball innerhalb meiner linken Ferse.
3.) Der Schwunggedanke lautet: „langsamer Rückschwung“. Oft ist der überhastet und muss im Durchschwung verlangsamt werden. Machen Sie das Gegenteil! Ich schwinge entspannt zurück
und ziehe aggressiv durch.

Eisen: Zwei Drittel für mehr Freude

Meine Schlüssel-Tipps für jeden Eisen-Schlag:
1.) Neutrale Ansprechposition: ganz egal, ob der Ball flach, hoch, links oder rechts fliegen soll.


2.) Rückschwung kürzen, um den Ball sauber zu treffen. Mir fällt das am leichtesten, wenn ich zu zwei Drittel zurückschwinge. Legen Sie den Ball circa drei Zentimeter nach hinten in den Stand, kürzen Sie Ihren Rückschwung, konzentrieren Sie sich auf einen soliden Ballkontakt und schlagen Sie nicht nur hart zu. Da der Ball sechs bis neun Meter kürzer fliegen wird, vergessen Sie nicht, einen Schläger mehr zu nehmen.
3.) Um Tempo und Rhythmus zu verbessern, machen Sie einen Schwung, der es Ihnen gestattet, auch am Ende ausbalanciert stehen zu können. 

Kurzes Spiel: Große Erfolge mit kleinen Schlägen 

Ganz gleich, ob vom kurzen Vorgrün gechippt oder aus dem hohen Rough gepitcht wird – diese drei Kurz-Spiel-Schlüssel sind universell:
1.) Konzentrieren Sie sich auf einen Punkt vor dem Ball; also wenige Zentimeter, bevor Ihre Schlagfläche auf den Ball trifft. Um einen fetten Schlag zu vermeiden, muss der Moment, wenn der Schlägerkopf am stärksten den Boden berührt, hinter dem Ball Richtung Ziel liegen.


2.) Minimieren Sie die Bewegung Ihrer Arme und Handgelenke.
3.) Nutzen Sie die großen Muskelgruppen. Sie werden konstanter, indem Sie die Schultern Richtung Ziel drehen. Bei mir befindet sich der Brustkorb beim Treffen vor dem Ball.

Putten: Mit Verstand und Vernunft ins Ziel

Meine Routine hat mir geholfen, einer der besten Putter zu werden. Konzentrieren auch Sie sich nur noch auf Linie und Geschwindigkeit:
1.) Achten Sie auf die Augen-und-Hand-Position, die wesentlich für die Genauigkeit ist: Bringen Sie Ihre Augen über den Ball und kontrollieren Sie die Position Ihrer Hände. Sind sie nicht vielleicht vor oder hinter dem Ball oder zu weit vom Körper weg? Oder zu dicht dran?


2.) Achten Sie auf die Ziellinie und die Ausrichtung der Schlagfläche. Ein sanfter und kontrollierter Schlag sorgt dafür, dass die Schlagfläche square – also im 90-Grad-Winkel – zur Ziellinie steht und so auch bleibt.
3.) Übertreiben Sie es beim Lesen des Breaks ruhig! Viele lassen den Ball verhungern und unterschätzen das Gefälle. Hier gilt: Mehr ist besser.