Besser spielen mit Snedeker: 5 Wunschschläge im Golf

Butch Harmon and Brandt Snedeker at the Butch Harmon School in Henderson, NV on Thursday April 2, 2015.

3. Pitch aus einer heiklen Lage

Brandt:
Drehen Sie sich
Das Problem an einer zu harten Lage bei einem kurzen Pitch? Ihr Instinkt lässt Sie im Stich! Sie denken, Sie müssten die vordere Spitze des Schlägers nach unten und unter den Ball bekommen. Aber dadurch versteifen Sie sich zu sehr darauf und graben eher und schlagen so einen miesen, fetten Pitch. Ich sage Amateuren immer wieder, dass ich mich bei solchen Schlägen eher auf die hintere Seite des Schlägerblatts konzentriere. Machen Sie ein paar Probeschwünge, bei denen die hintere Seite der Sohle durch den Schlag gleitet. Um das zu unterstützen, öffnen Sie das Schlägerblatt in der Ansprechposition und greifen den Schläger etwas weiter unten als sonst. Sie wollen auch, dass es eine einheitliche Bewegung ist. Viele tendieren dazu, dass die Hände diese Schläge bestimmen, aber um einen soliden Schlag zu machen, müssen Sie Ihren Körper drehen. Ein guter Gedanke: Ich beende meine Drehung erst, wenn mein Schläger vor meiner Brust ist (Foto unten). Dann weiß ich, dass ich mich synchron bewegt habe.

Wunschschläge im Golf

Der Pitch aus einer heiklen Lage ist gar nicht so schwer – mit Brandts Tipp!

Butch:
Nutzen Sie den Bounce
Ich kann Brandt nur vollauf zustimmen. Es geht darum, dass der Schlägerkopf auf der hinteren Seite über den Rasen rutscht, dem sogenannten Bounce. Hier sollten Sie sich nicht in den Boden „buddeln“ und auch kein Divot schlagen. Sie fegen eher den Ball vom Gras. Mein Tipp: Drehen Sie den Loft auf. Dafür liegt der Ball etwas weiter vorne in Ihrem Stand und Ihre Hände sind direkt vor ihm. Dann konzentrieren Sie sich auf den Rückschwung und kommen mit dem Loft wieder zum Ball, den Sie in der Ansprechposition hatten (Fotos oben). Eine witzige Übung, um das zu trainieren, ist, wenn Sie ein paar Zentiemter vor sich ein Tee leicht in den Boden stecken, mit dem Kopf zu sich. Nun versuchen Sie mit dem Schläger das Tee zu flippen. Wenn Sie zu sehr nach unten schlagen, rammen Sie das Tee weiter in den Boden. Wenn Sie aber den Bounce verwenden, schieben Sie das Schlägerblatt unter das Tee und flippen es. Wenn Sie das beherrschen, werden Sie ein phänomenaler Pitcher.

4. Locker-flockig aus dem Sand

Brandt:
Tempo ist wichtig
Um einen guten Schlag aus einem Grün-Bunker zu machen ist es wichtig, das richtige Tempo für die entsprechende Stelle im Schwung zu finden. Amateure schwingen gerne schnell zurück, wahrscheinlich weil diese Schläge nicht ihre Favoriten sind. Doch dann drosseln sie das Tempo im Durchschwung, vergraben so den Schläger im Sand. Ich versuche einen langen, langsamen Rückschwung zu machen, damit ich genug Speed durch den Sand habe (Foto rechts). Ich denke da auch an Fred Couples: Sein Bunkerschlag hat kaum Tempo im Rückschwung, aber er zündet unter dem Ball. Die andere Sache, die Sie brauchen, ist ein entsprechender Loft, um den Ball nach oben und aus dem Bunker zu befördern. Öffnen Sie das Schlägerblatt im Ansprechmoment und spielen Sie den Ball von Ihrem vorderen Fuß. Von hier machen Sie einen langen, entspannten Schwung, der in der Bewegung nach unten schneller wird. Mein bester Tipp: Treffen Sie den Ball fett mit einem wirklich großen Schwung. Das funktioniert meistens!

Wunschschläge im Golf

Viele Tipps, die Butch Harmon heute noch für das Bunkerspiel gib, hat er von seinem Vater.

Butch:
Mit nur einer Hand
Viele der Tipps, die ich für den Bunkerschlag gebe, habe ich von meinem Vater. Er hat sich ein großartiges System für das Spiel aus dem Sand ausgedacht. Es basiert auf der unteren Hand – die rechte für Rechtshänder –, die den Schläger hinter den Ball in den Sand „wirft“ Diese „Wurfbewegung“ vergrößert den Loft und sorgt für einen hohen Bunkerschlag. Schlagen Sie also ein paar Bälle nur mit der rechten Hand. Es sollte sich so anfühlen, als würden Sie den Schläger richtig entladen. Der Schaft lehnt sich dabei im Treffmoment vom Ziel weg (rechts). Ihre Arme sind dabei gerade, Ihr Handgelenk nicht gebeugt. Nach einer Weile nehmen Sie auch die linke Hand dazu – die Bewegung in der rechten Hand bleibt aber die gleiche.