Training: Drives mit Rory McIlroy

1316-GD-FEAT01-01-Rory

Mit diesen Tipps von Rory  McIlroy schlagen Sie ab sofort weiter vom Tee.

VON RORY MCILROY UND RON KASPRISKE

Es ist wichtig, Schwunggedanken beim Abschlag zu haben. Sie helfen einem, auszublenden, was alles schiefgehen könnte und die Konzentration auf das Wesentliche zu lenken: Was muss ich tun, um den Drive auf das Fairway zu schlagen?

Ebenso wichtig ist ein gutes Schwungtempo. Selbst die beste Technik nützt nur wenig, wenn man die einzelnen Schwungabschnitte nicht im richtigen Rhythmus zusammenfügt. Ich höre gerne Musik mit Kopfhörern beim Training, um meinen Rhythmus zu verbessern. Beim Übergang vom Rück- zum Abschwung tendiere ich dazu, etwas zu schnell zu werden; besonders an Finaltagen, wenn ich um den Sieg mitspiele. Die richtige Musik – bei mir funktionieren Coldplay und Bon Iver am besten –  hilft mir, mein Tempo zu drosseln.

Beginnen Sie damit, einen Rhythmus zu finden, der konstant gute Ballkontakte zulässt. Wahrscheinlich ist er weniger brachial, als Sie vermuten. Üben Sie, bis sich die Bewegung rund und geschmeidig anfühlt. Dann nehmen Sie Ihre Schwunggedanken in die Routine mit auf.

Im Folgenden stelle ich Ihnen die Punkte vor, an denen ich zur Vorbereitung auf den Sommer arbeite.

Legen Sie das Fundament

Stabilität ist für jede athletische Bewegung wichtig. Wenn es darum geht, den Driver mit mehr Power zu schwingen, ist sie sogar absolut entscheidend. Während meines Schwungs verliere ich zu keiner Zeit die Kontrolle über meinen Körper. Auch bei meinen schnellsten Schwüngen halte ich das Gleichgewicht. Schauen Sie sich meinen Schwung an und achten darauf, wie ruhig ich im Finish stehe.1316-GD-FEAT02-01-Rory

Alles beginnt damit, eine Ansprechposition zu finden, die entspannt und dennoch athletisch ist, sodass Sie bereit sind, den Schläger mit hoher Geschwindigkeit zu schwingen. Es lohnt sich in jedem Fall, an dieser Ausgangsposition zu arbeiten. Der Stand hat entscheidende Bedeutung für kraftvolle Drives. Wenn zu viel Gewicht auf den Zehen oder den Fersen liegt, startet man schon aus einer instabilen Position. Die Beine sollten fest im Boden verankert sein.

Bleiben Sie groß

Seit einiger Zeit arbeite ich daran, zu verhindern, dass mein Kopf im Rückschwung abtaucht. Amateure haben oft das entgegengesetzte Problem: Sie richten sich weiter auf. Beide Bewegungen sind schädlich für den Schwung, da sie den Schläger von der idealen Ebene wegbewegen. Wenn Sie die Ausgangshöhe Ihres Kopfs im Rückschwung beibehalten, sind Sie nicht gezwungen, während des Abschwungs im Bruchteil einer Sekunde Korrekturen vorzunehmen, um zurück auf die Ebene zu gelangen.1316-GD-FEAT02-02-Rory

Der zweite wichtige Punkt ist die Länge des Rückschwungs. Gelegentlich wird mein Rückschwung zu lang. Das erschwert es, die Schlagfläche square zum Ball zu bringen. Es gibt auch Golfer, die gegen einen zu kurzen Schwung ankämpfen. Welche Tendenz Sie auch haben: Eine konstante „Top-Position“ im Rückschwung ist enorm wichtig. Mein Rückschwung sollte enden, wenn meine linke Schulter direkt unter meinem Kinn ist. Erreiche ich diese Position, ist es Zeit den Abschwung einzuleiten.