Roadtrip: Esel, Kamele, keine Birdies

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Golf, Reise, Lifestyle & Auto. Während des Roadtrips „Drive to Drive“ verbindet das GOLF MAGAZIN die schönsten Nebensachen der Welt. Mit unserem Partner Porsche fahren wir eine Woche durch die Vereinigten Arabischen Emirate, spielen die besten Golfplätze, besuchen die Hotspots der Region und stellen die schönsten Golfhotels vor.

Esel, Kamele und keine Birdies

Eins, zwei, drei, vier… insgesamt sieben Einschusslöcher. Ein mulmiges Gefühl in einem Auto zu sitzen, welches vor ein paar Tagen noch mitten im Epizentrum des Hamburger Rockerkrieges stand und dessen Spuren noch immer sichtbar sind. „Schießerei im Rockermilieu: Kriminelle durchsieben Taxi auf der Reeperbahn“, titelte Spiegel online. Schon der Weg zum Flughafen beginnt also mit einem kleinen Abenteuer.

Knapp sechs Stunden, einem schlechten Hollywood-Blockbuster („The Martian“) und einer kleinen Mütze Schlaf später steht nach der Landung in Dubai die Übergabe unseres neuen „Dienstwagens“ an: Ein Porsche Cayenne S. Gerade einmal 850 Kilometer gelaufen. Da legen wir die kommenden sieben Tage aber ganz sicher einige drauf.

Unser erster Streckenabschnitt führt uns ins 125 Kilometer von Dubai entfernte Ras al Khaimah. Das nördlichste Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) steht noch etwas im Schatten der berühmten Millionenmetropolen Dubai und Abu Dhabi, kann aber mit einem der besten Hotels am Persischen Golf aufwarten.

Das Waldorf Astoria Ras al Khaimah hält, was der Name und das berühmte Schwesterhotel in New York verspricht. Eleganter und kein protziger Luxus, perfekter Service und Diskretion. Ein Hauptgrund, warum besonders viele arabische Gäste hier direkt am Meer einchecken und in ihren weißen (Männer) und schwarzen (Frauen) Gewändern für eine authentische Atmosphäre sorgen.

Auf dem xxxx ist das Greenfee im Vergleich zu deutschen Clubs mit 125 Euro vergleichsweise hoch. Aber es lohnt sich dennoch hier aufzuteen.

Auf dem Al Hambra Golf Course  ist das Greenfee im Vergleich zu deutschen Clubs ab 125 Euro vergleichsweise hoch. Aber es lohnt sich dennoch hier aufzuteen.

Gäste aus Deutschland dürfte aber in erster Line andere Gründe hierher führen. Zum Beispiel die hervorragende Küche. Neben fünf weiteren Restaurants (u.a. Seafood und Japanisch) ist es dem Waldorf Astoria Ras al Khaimah als einziges Hotel in VAE gestattet, Fleisch nach Dry Age-Art abzuhängen. Die Steaks, die der jamaikanische Küchenchef Lij Heron im „Lexington Grill“ auf den Teller zaubert, sollten auch für auswärtige Hotelgäste für einen kulinarischen Abstecher ins Waldorf Astoria auf der To-do-Liste stehen. Ein absoluter Hochgenuss!

Das kann man von der Umgebung rund um den direkt vor dem Hotel liegenden Golfcourse nur bedingt sagen. Zwar wartet der Al Hambra Golf Course (Greenfee 125 bis 150 Euro) mit 18 topgepflegten und abwechslungsreichen Bahnen, deren schnelle und wenig ondulierten Grüns eine treue Puttlinie garantieren, auf, doch die Kulisse links und rechts der Löcher trübt den ansonsten positiven Eindruck ein wenig. Der Grund: Hinter den kleinen Villen, die die meisten Spielbahnen flankieren, zerstören die Baukräne das Erscheinungsbild. Daran gilt es sich hier in der Gegend aber ohnehin zu gewöhnen. Wie überall in den VAE wird auch in Ras al Kaimah gebaut, als wenn es kein Morgen gäbe.