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Die 10 wichtigsten Golf-Basics: Das Fundament für einen soliden Schwung

Diese 10 Golf-Basics sind der Schlüssel für mehr Konstanz, bessere Ballkontakte und weniger Fehler – ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Patrick Schwalb

Paul Dyer zeigt die Basics für eine solide Performance
Paul Dyer zeigt die Basics für eine solide Performance

Wer seinen Golfschwung verbessern will, muss bei den Grundlagen anfangen. Denn wie ein Kartenhaus fällt auch der Schwung in sich zusammen, wenn das Fundament nicht stabil ist. Die Golfexperten Paul Dyer, Master-Professional, und PGA-Assistentin Ochirchulun Dolgor erklären, welche Basics im Golf wirklich entscheidend sind – und warum viele Golfer genau hier die größten Fehler machen. Schon kleinste Korrekturen führen oft zu überraschenden Aha-Erlebnissen.

#1 – Griff: Kraftvoll statt locker – so funktioniert Ballkontrolle

Ein korrekter Griff sorgt für Schlagflächenkontrolle und ermöglicht Hebelwirkung, um den Schlägerkopf schnell zu beschleunigen. Der Mythos vom „weichen Griff“ hält sich hartnäckig, dabei greifen die besten Golfer der Welt fester zu als viele Amateure. Wichtig: Der Schläger sollte durch die Finger der linken Hand verlaufen – nicht quer durch die Handfläche. Die rechte Hand kontrolliert die Schlagflächenstellung und somit die Flugrichtung des Balls.

Der Griff beim Golf: So geht es richtig
Der Griff beim Golf: So geht es richtig

#2 – Standbreite: Mehr Stabilität und Bodenkontakt

Ein schulterbreiter Stand hilft, Druck gegen den Boden aufzubauen – entscheidend für eine effektive Gewichtsverlagerung und Rotationsbewegung. Wer im Abschwung aktiv vom hinteren auf den vorderen Fuß verlagert, gewinnt Stabilität, Schlagkraft und Präzision. Das ist nicht nur physikalisch sinnvoll (Newton!), sondern auch spielentscheidend bei Drives und Eisenschlägen.

Power-Movie: Quietscheentchen druckvoll plattmachen..
Power-Movie: Quietscheentchen druckvoll plattmachen..

#3 – Gewichtsverlagerung: Erst der Ball, dann der Boden

Beim Drive sollte der tiefste Punkt des Schwungs hinter dem Ball liegen – beim Eisenschlag davor. Das Timing der Gewichtsverlagerung ist also entscheidend. Wer sich sauber vom hinteren auf den vorderen Fuß bewegt, trifft den Ball im Abwärtswinkel – ideal für präzise Eisen vom Fairway.

Der Oberkörper verantwortet den Eintreffwinkel – hier Eisen und Driver.
Der Oberkörper verantwortet den Eintreffwinkel – hier Eisen und Driver.

#4 – Ballposition & Loftkontrolle: Die Flugbahn steuern

Statt sich nur zu merken, wo der Ball bei welchem Schläger im Stand liegt, ist es hilfreicher, den dynamischen Loft zu verstehen. Wer mit dem gleichen Schläger verschiedene Ballpositionen testet, kann die Flugkurve aktiv beeinflussen – höher, flacher, neutral. Das verbessert die Variabilität und Kontrolle im Spiel.

Wenige Zentimeter sind entscheidend bei der Ballposition und wirken sich auf die Loftneigung des Schlägers aus – weiter vorne mehr Loft, weiter hinten weniger Loft.
Wenige Zentimeter sind entscheidend bei der Ballposition und wirken sich auf die Loftneigung des Schlägers aus – weiter vorne mehr Loft, weiter hinten weniger Loft.

#5 – Ausrichtung: Fehler vermeiden, bevor sie entstehen

Falsches Alignment führt zu unbewussten Kompensationen. Häufig: Wer zu weit rechts zielt, korrigiert mit einem Außenschwung – Ergebnis: Slice oder Pull. Statt sich immer „gerade“ auszurichten, sollten Spieler ihre natürliche Flugkurve kennen und sich entsprechend ausrichtet. So reduziert man Folgefehler nachhaltig.

#6 – Augen über dem Ball beim Putten: Mehr Richtungskontrolle

Gerade bei kurzen Putts (unter 3 Metern) entscheidet die Schlagflächenstellung über Erfolg oder Misserfolg. Wenn die Augen senkrecht über dem Ball sind, steigt die Chance, die richtige Richtung zu treffen. Eine kleine Veränderung in der Haltung – mit großer Wirkung auf das Ergebnis.

Der Kopf ist korrekt geneigt und die Augen sind über dem Ball.
Der Kopf ist korrekt geneigt und die Augen sind über dem Ball.

#7 – Pre-Shot-Routine: Erst planen, dann handeln

Eine Routine muss nicht starr sein, sollte aber den Fokus lenken. Wichtig ist der mentale Übergang von der „Think Box“ (Planung) in die „Play Box“ (Ausführung). Schlagweite, Schlägerwahl, Wind, Risiken – wer seine Optionen vor dem Schlag durchdenkt, geht mit mehr Klarheit an den Ball.

#8 – Platzstrategie: Smarte Entscheidungen sparen Schläge

Ein guter Score ist selten das Resultat von Perfektion – sondern von guten Entscheidungen. Wer mit Risiko den Ball ins Wasser oder in den Bunker bringt, verliert oft unnötig Schläge. Strategie bedeutet: Den besten Schlag für diese Situation zu wählen – nicht unbedingt den weitesten oder spektakulärsten.

Für einen guten Score bedarf es meist keiner Vielzahl perfekter Schläge – sondern kluge Spielentscheidungen.
Für einen guten Score bedarf es meist keiner Vielzahl perfekter Schläge – sondern kluge Spielentscheidungen.

#9 – Schulterdrehung: Mehr Schwungweite, bessere Bahn

Je mehr im Rückschwung die Schultern rotieren, desto weiter können Hände und Schläger nach hinten geführt werden. Das Ergebnis: Mehr Power, ein Schwung von innen und bessere Ballkontakte. Wer nur die Arme bewegt, ohne zu drehen, bringt den Schläger oft von außen – und erzeugt Slice oder Topspin.

Je mehr im Rückschwung aus den Schultern rotiert wird, desto weiter können die Hände nach hinten geführt werden.
Je mehr im Rückschwung aus den Schultern rotiert wird, desto weiter können die Hände nach hinten geführt werden.

#10 – Probeschwünge: Gefühl statt Kraftdemonstration

Probeschwünge sind im kurzen Spiel unverzichtbar – hier entscheidet Gefühl für Länge und Tempo. Beim Drive hingegen verzichten viele bewusst auf kraftvolle Probeschwünge, um Energie zu sparen. Wichtig ist: Der Probeschwung sollte dem realen Schlag entsprechen – technisch und gedanklich.

Fazit: Besser golfen beginnt bei den Basics! Golf ist ein komplexes Spiel – aber mit einem stabilen Fundament wird es einfacher, effizienter und konstanter. Wer diese zehn Golf-Basics regelmäßig überprüft und ins Training einbindet, verbessert nicht nur Technik und Ballkontakt, sondern auch das Spielverständnis.