Das Birdie im Golf

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Der Begriff Birdie gehört zum Standard-Vokabular im Golfsport. Der Begriff wurde vermutlich im 19. Jahrhundert als Synonym vom umgangssprachlichen US-Amerikanischen Begriff „Bird“ abgeleitet und hieß so viel wie „ausgezeichnet“ und „hervorragend“.

Wem ein Birdie auf der Runde gelingt, hat einen Schlag unter der vorgegebenen Schlagzahl an einem Loch benötigt. Für jede Spielbahn ist ein sogenanntes Par definiert und benennt eine vorgesehene Schlagzahl pro Loch, die sich nach der Länge der Spielbahn richtet und die mögliche realistische Leistung eines Golfprofessionals benennt.

Leicht zu merken! Ein Birdie ist eher ein ganz kleiner Vogel. (Photo by Karina Hessland-Wissel/Bongarts/Getty Images)

Ein Birdie bezeichnet also nach der offiziellen Bruttovorgabe, ein Spielergebnis pro Loch von einem Schlag unter Par. Hat man ein Birdie gespielt, bedeutet es, dass man einen Schlag weniger benötigt hat, als für das entsprechende Loch vorgegeben war. Locht der Spieler seinen Ball beispielsweise an einem Par 3-Loch mit nur zwei Schlägen ein, kann er ein Birdie notieren. An einem Par 4 benötigt er bei einem Birdie nur drei Schläge und auf einer Par 5-Bahn vier Schläge zum Einlochen des Balls.

Je größer das „Birdie“ desto besser das Ergebnis

Zwei Schläge unter der vorgegebenen Schlagzahl von Par bezeichnet man als „Eagle“, drei Schläge unter Par als „Albatros“. Merken lässt sich diese Schlagbezeichnung, indem man sich die Größe der Vögel vorstellt: Ein „Birdie“, ein sogenanntes „Vögelchen“, ist mit einem Schlag unter Par ein kleiner Erfolg. Ein „Eagle“ (zwei Schläge unter Par) wird als Adler bezeichnet, ein größerer Vogel. Und ein noch gewaltigerer Vogel, ein Albatros, kürt als ein Spielergebnis von drei unter Par das Ergebnis. Einen Schlag über Par heißt hingegen im Golfjargon „Bogey“, zwei Schläge über der festgelegten Mindestzahl trägt die Begriffsbezeichnung „Doppelbogey“ und drei Schläge über Par nennt man „Triplebogey“.

Der „Eagle“, zu Deutsch der Adler, ist ein prächtiger Vogel. Damit ist auch ein gespieltes Eagle beim Golf ein stolzes Ergebnis. (Photo by Sam Greenwood/Getty Images)

Wer ein Biride spielt, hat ein gutes Polster, um schlechtere Spielergebnisse auszugleichen. Mit einem Birdie lässt sich beispielsweise schnell ein gespieltes Bogey ausgleichen, um die vorgegebene Schlagzahl und das Handicap zu erreichen. Wer ein Doppelbogey auf der Scorekarte notieren muss, benötigt gleich zwei Birdies auf der Runde oder gar ein Eagle, um den Ausgleich zu schaffen und die Par-Runde zu spielen.

Die Geschichte des Birdie

Amateurspieler können ein Birdie oder mehrere Birdies, je nach Spielstärke, auf der Runde spielen. Bei einem Eagle sieht es schon anders aus. Nur wenigen Amateurspielern gelingt überhaupt in ihrer golferischen Laufbahn ein Eagle und meist ist bei diesem glanzvollen Ergebnis Glück im Spiel. Ein Albatros ist selbst für Profispieler ein äußerst seltenes Spielergebnis, das sie auf der Scorekarte notieren können.

Andy Sullivan spielte 2015 bei der Irish Open einen Albatross! Etwas ganz Besonderes, denn selbst den Pros gelingt dieses Kunststück selten. (Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Die erste offizielle Verwendung des Begriffs „Birdie“ auf einer Golfrunde soll aus dem Jahre 1903 stammen. Damals spielten die Brüder A.B. und William P. Smith mit ihrem Spielpartner George A. Crump an der 12. Bahn des Country Club von Atlantic City einen sogenannten „bird of a shot“, einen außergewöhnlich guten Schlag. Heute weist eine Gedenktafel an diesen historischen Moment, der ursprünglichen Entstehung des Begriffs „Birdie“ hin.

Den Rekord in einer Profirunde liegt bei neun aufeinanderfolgenden Birdies. Dieses Ergebnis gelang dem australischen Golfprofessional James Nitties bei der Vic Open 2019 und zehn Jahre zuvor dem US-Amerikaner Mark Calcavecchia im Jahr 2009.

Bei manchen Turnieren werden Preise für die meisten gespielten Birdies des Tages ausgelobt. Auch in Privatrunden nutzt man häufig gespielte Birdies pro Runde für Wetteinsätze.