Bayern steht noch auf der Bremse

Bayerischer Golf Verband

Von der Homepage des Bayerischen Golf Verband (BGV)

Während in nahezu allen Bundesländern bereits gegolft werden darf, bzw. die Lockerung in Aussicht ist, steht man in Bayern noch auf der Bremse. Allerdings hat man einen Fuß bereits vom Bremspedal gelöst.

Seit Wochen werden in die Bayerische Politik immer wieder Eingaben seitens des BGV gemacht. Sei es der Begriff der »Weitläufigkeit der Golfanlagen«, der bereits im Dezember an die Politik gerichtet wurde und sich dann später in schriftlichen Äußerungen von Innenminister Joachim Herrmann wiederfindet. Oder die Forderung nach einer sportdifferenzierten Corona-Politik im Vergleich zu anderen Bundesländern mit gleich hohen Inzidenzzahlen erfolgen sollte, während Langlaufen auf Golfplätzen erlaubt ist, Golfspielen jedoch nicht.

Positives Signal

Aber auch der Appell in den letzten Wochen, dass sich der Golfsport wie keine andere Sportart als gefahrloser Ausgleich für die coronabedingten Bewegungseinschränkungen eignet. Gerade, die Vergabe digitaler Startzeiten bietet alle technischen Möglichkeiten zur Erfassung der Nutzer und damit auch zu einer lückenlosen Nachverfolgung. Daraufhin äußert sich Innenminister Joachim Herrmann: »Golf bietet günstige Rahmenbedingungen, den Infektionsschutz einzuhalten. Außerdem dient Golf zur persönlichen Ertüchtigung und Stärkung des eigenen Immunsystems.« Auch die bereits im Jahr 2020 eingeführten und von allen Golfer/innen in Bayern umgesetzten Hygienekonzepte im organisierten Sport, wurden immer wieder thematisiert.

Zwar äußerte sich das Bayerische Gesundheitsministerium gegenüber dem BGV gerade aktuell diese Woche, »dass im Falle weiterhin sinkender Infektionszahlen die Wiederzulassung des Trainings- und Spielbetriebs auf Sportstätten unter freiem Himmel für die Staatsregierung hohe Priorität haben wird«, trotzdem steht gerade bei Golf im Speziellen und beim Sport im Allgemeinen die Bayerische Politik nach wie vor auf der Bremse.

Söders Andeutung

Wenn auch ohne konkrete zeitliche Perspektive macht Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Aschermittwoch Hoffnung. Er deutete an, wie weitere Lockerungsschritte der Corona-Maßnahmen aussehen könnten. Schon bald möge er die Kontaktbeschränkung erleichtern. Nach den Friseuren dürften die Gärtnereien als Nächstes geöffnet werden, sagte Söder. Die Einzelhändler dürften sich ab März Hoffnungen machen, ihre Geschäfte öffnen zu dürfen. Als Nächstes stünden dann Konzepte für Individualsportarten wie Golf und Tennis sowie die Kultur an.

Der Bayerische Golfverband wird daher den eingeschlagenen Weg weitergehen, um die Politik dazu zu bringen beim kontaktlosen Individualsport es den anderen Bundesländern gleich zu tun und den Fuß auf das Gaspedal zu stellen.

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  1. Reiner Müller

    Was nimmt sich eigentlich Hr. Söder heraus, dass er aus seinem eigenen Machtverständnis heraus uns Golfer in Bayern anders behandelt als der Rest der Republik und auch der Welt. Das grenzt langsam an Machtmissbrauch und sollte nicht mehr tolleriert werden. Vor allem weil sich seine Angewandten Restriktionen in keinster Weise auf eine Faktenlage beziehen.

    Golf braucht keine Sonderrolle, sondern eine angemessene Behandlung ohne diktatorische, grundlose Züge.


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