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PGA Tour: Alle wichtigen Fakten zur weltbesten Golf-Turnierserie

Die PGA Tour gilt als führende Golf-Turnierserie der Welt. Der Beitrag bietet einen Überblick über Geschichte, Struktur, Preisgelder und aktuelle Entwicklungen im Profisport.

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Die FedEx Cup Preisgeldausschüttung 2022

Die PGA Tour ist jedem Golffan ein Begriff und wird mit Stars, Erfolgen und großen Emotionen in Verbindung gebracht. Jeder weiß, dass die Tour für Weltklasse-Golf steht, doch was ist ihre Geschichte? Wie hoch sind die Preisgelder tatsächlich und was macht die PGA Tour abseits der sportlichen Qualität besonders?

Was ist die PGA Tour?

Die PGA Tour ist die führende professionelle nordamerikanische Golftour, organisiert durch die gleichnamige Dachorganisation. Sie gilt weltweit als die bedeutendste Turnierserie im Männer-Golf und steht über Entwicklungsserien wie der Korn Ferry Tour (ehemals Web.com Tour) sowie der Senioren-Serie PGA Tour Champions. Für die Saison 2026 sind rund 48 Events geplant, zuzüglich Play-off-Turnieren, Majors und der Herbstserie des FedEx Cup. 

Ein wesentlicher Unterschied zur europäischen Wettbewerbswelt (z. B. DP World Tour) liegt in der deutlich höheren finanziellen Ausstattung, was Top-Spieler verstärkt zur PGA Tour zieht.

Seit wann existiert die PGA Tour?

Die Anfänge des Tourgolf lassen sich nicht genau datieren, doch eine entscheidende Rolle spielten die US Open: 1895 traten erstmals zehn Golfer gegeneinander an, um die US Open in Rhode Island auszuspielen. Mit John McDermott gewann 1911 erstmals ein Amerikaner das Turnier – ein Erfolg, der das Ausrichten von Turnieren zunehmend populär machte.

Die Tour selbst formierte sich Anfang der 1920er Jahre, als mehrere Turniere in Florida, Texas und an der Westküste stattfanden. In den späten 1950er Jahren begann die Serie zu expandieren, profitierte vom aufkommenden Golfboom und trug gleichzeitig zu seiner Verstärkung bei. 1968 wurde schließlich die PGA Tour gegründet, die der Turnierserie ihren offiziellen Namen und eine feste Struktur verlieh.

PGA Tour Gründer
Entwicklungshelfer der PGA Tour: Die Golfer John H Taylor, Harry Vardon, James Braid und Ted Ray im Juni 1922

Wo findet die PGA Tour statt?

Während der Großteil der Saison in den Vereinigten Staaten stattfindet, sind auch internationale Stopps Teil des Kalenders, darunter Mexiko, Kanada oder Großbritannien. Die Saison 2025 umfasst laut offiziellen Angaben 39 Events. Vier Termine zählen traditionell zu den „Majors“: das Masters Tournament, das PGA Championship, die U.S. Open und die The Open Championship (in Großbritannien).

Wie ist die Saison der PGA Tour aufgebaut?

Derzeit beginnt die Saison im Januar traditionell mit zwei Turnieren auf Hawaii. Unter dem neuen CEO Brian Rolapp soll sich das jedoch bald ändern: Er plant einen spektakuläreren Auftakt auf einem „ikonischen Golfkurs an der Westküste der USA.“

Im weiteren Verlauf der Saison wechseln sich die sogenannten Signature-Events – mit kleinerer, aber dafür prominenterer Beteiligung – mit weniger lukrativen Turnieren ab. Das erste Major des Jahres ist das Masters, das üblicherweise Anfang oder Mitte April stattfindet.

Die weiteren Majors verteilen sich 2026 auf Mai (PGA Championship), Juni (US Open) und Juli (Open Championship).

Zum Turnierkalender.

Wie hoch ist das Preisgeld der PGA Tour?

Die Preisgelder der PGA Tour haben im Jahr 2025 neue Rekorde gesetzt: So wurden insgesamt über 400 Mio. US-Dollar an offiziellen Preisgeldern ausgeschüttet. Signature-Events allein verfügen häufig Preisgelder von 20 Mio. US-Dollar oder mehr. Das lukrativste aller Turniere ist die Players Championship mit 25 Millionen US-Dollar, wobei 4,5 Mio. an den Sieger ausgezahlt werden. Bei den Play-off-Bonussen wurde eine neue Struktur eingeführt: Zwar bleibt der Gesamtbonus-Pool bei rund 100 Mio. US-Dollar, doch der Betrag für den FedEx Cup-Champion wurde im Jahr 2025 von 25 Mio. auf 10 Mio. US-Dollar reduziert.

Was zeichnet die PGA Tour aus?

Der lukrativste Serienwettbewerb der Golflandschaft hat eine lange Tradition, die bis auf die Anfänge des Golfsports zurückzuführen ist. Die vier Major-Turniere sind Teil der größten Profitour. Das besondere hierbei: Sowohl Spieler der PGA- als auch der European Tour treten bei den vier größten Golfturnieren an. Trotz des hohen Preisgeldes und der stets steigenden Monetarisierung, fordert die PGA-Tour auch Mannschaftswettbewerbe: Teilnehmer des Ryder – und des President Cups qualifizieren sich automatisch für die Turnierserie.

Welche Deutschen Spieler haben Spielrecht auf der PGA Tour?

Derzeit haben zwei deutsche und ein österreichischer Profi das volle Spielrecht auf der PGA Tour: Matti Schmid aus Regensburg, Stephan Jäger aus München und Sepp Straka aus Wien. Der Frankfurter Jeremy Paul hat sich über einen Monday-Qualifier und eine Top-10-Platzierung in Puerto Rico ebenfalls eine Chance bei der Valspar Championship erspielt. Thomas Rosenmüller musste nach einer Saison auf der Tour den Rückschritt zur Korn Ferry Tour hinnehmen.

Rangliste (FedEx Cup)

Bei jedem Turnier gibt es für alle Spieler, die das Wochenende erreichen, eine bestimmte Anzahl an Punkten, die in einer Gesamtwertung zusammengefasst werden und am Saisonende über die Berechtigung für die drei Finalturniere entscheiden: die FedEx St. Jude Championship, die BMW Championship und die Tour Championship. Dabei werden die Teilnehmerfelder schrittweise verkleinert: 70–50–30.

Punktevergabe an Turniersieger:

  • 750 Punkte: Sieger der Players Championship und Majors

  • 700 Punkte: Sieger der Signature Events

  • 500 Punkte: Sieger der Full-Field Events (z. B. Zurich Classic of New Orleans: 400 Punkte pro Spieler des Siegerteams)

  • 300 Punkte: Sieger der Additional Events

  • 750 Punkte: Sieger der ersten beiden FedExCup Playoffs

Wie qualifiziert man sich für die PGA Tour?

Es gibt mehrere Wege, sich für die PGA Tour zu qualifizieren. Am häufigsten erfolgt dies über die Zubringertouren wie die Korn Ferry Tour, die PGA Tour U, PGA Tour Canada oder auch die DP World Tour, die derzeit jährlich den zehn besten Spielern ihrer Saisonwertung, die nicht schon im Besitz einer PGA Tour-Karte besitzen, eine Spielberechtigung ausstellt.

Andere Wege führen beispielsweise über Sponsoreneinladungen und einem darauffolgenden Sieg eines Turniers, wie 2024 bei Nick Dunlap. Dies ist jedoch ein sehr seltener Fall.

Welche Deutschen Spieler haben Turniere auf der PGA Tour gewonnen?

Insgesamt haben bislang vier deutsche Spieler auf der PGA Tour mindestens ein Turnier gewonnen. 50% davon kamen in Major-Turnieren: 

  • Bernhard Langer (Masters 1985, 1993; Sea Pines Heritage 1985)
  • Martin Kaymer (2010 PGA Championship; Players Championship 2014; US Open 2014)
  • Alex Cejka (Puerto Rico Open 2015)
  • Stephan Jäger (Houston Open 2024)

Wie viel kostet eine Saison auf der PGA Tour?

Der US-Amerikaner Michael Kim legte 2024 seine Gesamtkosten für eine Saison offen: 92.000 US-Dollar kostete die Saison für ihn, inklusive Flügen und Hotels. Kosten für Trainer und Management sind dabei nicht enthalten. Außerdem machte er darauf aufmerksam, dass er sich kaum Flüge in der Business-Class oder gar Privatflüge leisten konnte, wie es einige Top-Spieler tun.

Wichtige Meilensteine der PGA Tour

1920er Jahre – Entstehung regionaler Turnierserien

Mehrere Profi-Events werden in Florida, Texas und an der Westküste etabliert. Eine erste, inoffizielle „Tour-Struktur“ beginnt sich zu formen.

1930–1950 – Wachstum und Professionalisierung

Die Zahl der Turniere steigt stark. Medienpräsenz und Sponsoring tragen zu einem frühen Golfboom bei.

1950er Jahre – Nationale Expansion

Immer mehr Turniere entstehen im ganzen Land. Das Modell der saisonalen Turnierserien stabilisiert sich.

1968 – Offizielle Gründung der PGA Tour

Die PGA Tour spaltet sich von der PGA of America ab und wird als eigenständige Organisation neu aufgestellt. Dieser Schritt markiert den Beginn der modernen Tour.

1970–1990 – Das Fernsehzeitalter

TV-Übertragungen etablieren Golf als US-weiten Zuschauersport. Spieler wie Jack Nicklaus und Arnold Palmer prägen die Tour und erhöhen deren Popularität.

1995–2010 – Das Tiger-Woods-Zeitalter

Tiger Woods sorgt für einen globalen Popularitätsschub. Einschaltquoten, Preisgelder und Sponsorenvolumen erreichen neue Rekordwerte.

2007 – Einführung des FedEx Cup

Der FedEx Cup wird als saisonübergreifendes Punkte- und Bonussystem eingeführt. Zum ersten Mal gibt es Play-off-Turniere am Saisonende.

2013 – Neuordnung des Tour-Kalenders

Die Tour stellt den Kalender auf ein „Wrap-Around-Format“ um, bei dem die Saison bereits im Herbst beginnt.

2019 – Rebranding der Web.com Tour → Korn Ferry Tour

Die wichtigste Nachwuchstour der PGA erhält einen neuen Namen und stärkt das Aufstiegssystem zur PGA Tour.

2020–2022 – Pandemie, Reformen und mediale Modernisierung

Turniere finden zeitweise ohne Zuschauer statt. Streaming-Formate und digitale Angebote gewinnen an Bedeutung.

2023–2024 – Konflikt mit LIV Golf und strukturelle Veränderungen

Die Konkurrenz durch LIV Golf führt zu erhöhten Preisgeldern, neuen Signature-Events und Reformen der Qualifikationswege. Die PGA Tour investiert massiv in Spielereinkommen und Event-Attraktivität.

2025 – Neue Preisgeldstruktur und internationales Wachstum

1920er Jahre – Entstehung regionaler Turnierserien

Mehrere Profi-Events werden in Florida, Texas und an der Westküste etabliert. Eine erste, inoffizielle „Tour-Struktur“ beginnt sich zu formen.

1930–1950 – Wachstum und Professionalisierung

Die Zahl der Turniere steigt stark. Medienpräsenz und Sponsoring tragen zu einem frühen Golfboom bei.

1950er Jahre – Nationale Expansion

Immer mehr Turniere entstehen im ganzen Land. Das Modell der saisonalen Turnierserien stabilisiert sich.

1968 – Offizielle Gründung der PGA Tour

Die PGA Tour spaltet sich von der PGA of America ab und wird als eigenständige Organisation neu aufgestellt. Dieser Schritt markiert den Beginn der modernen Tour.

1970–1990 – Das Fernsehzeitalter

TV-Übertragungen etablieren Golf als US-weiten Zuschauersport. Spieler wie Jack Nicklaus und Arnold Palmer prägen die Tour und erhöhen deren Popularität.

1995–2010 – Das Tiger-Woods-Zeitalter

Tiger Woods sorgt für einen globalen Popularitätsschub. Einschaltquoten, Preisgelder und Sponsorenvolumen erreichen neue Rekordwerte.

2007 – Einführung des FedEx Cup

Der FedEx Cup wird als saisonübergreifendes Punkte- und Bonussystem eingeführt. Zum ersten Mal gibt es Play-off-Turniere am Saisonende.

2013 – Neuordnung des Tour-Kalenders

Die Tour stellt den Kalender auf ein „Wrap-Around-Format“ um, bei dem die Saison bereits im Herbst beginnt.

2019 – Rebranding der Web.com Tour → Korn Ferry Tour

Die wichtigste Nachwuchstour der PGA erhält einen neuen Namen und stärkt das Aufstiegssystem zur PGA Tour.

2020–2022 – Pandemie, Reformen und mediale Modernisierung

Turniere finden zeitweise ohne Zuschauer statt. Streaming-Formate und digitale Angebote gewinnen an Bedeutung.

2023–2024 – Konflikt mit LIV Golf und strukturelle Veränderungen

Die Konkurrenz durch LIV Golf führt zu erhöhten Preisgeldern, neuen Signature-Events und Reformen der Qualifikationswege. Die PGA Tour investiert massiv in Spielereinkommen und Event-Attraktivität.

2025 – Neue Preisgeldstruktur und internationales Wachstum

Signature-Events erreichen Preisgelder von bis zu 20 Mio. USD. Der Bonus für den FedEx-Cup-Champion wird auf 10 Mio. USD angepasst. Die Tour bleibt international präsent.

Die 10 spektakulärsten PGA Tour-Rekorde

Meiste Siege

  1. Tiger Woods und Sam Snead (82)
  2. Jack Nicklaus (73)
  3. Ben Hogan (64)
  4. Arnold Palmer (62)
  5. Byron Nelson (52)
AUGUSTA, GA - 1960's: Sam Snead in his Green Jacket portrait during a 1960's Masters Tournament at Augusta National Golf Club in Augusta, Georgia. (Photo by Augusta National/Getty Images)
Sam Snead im grünen Jacket in den 1960er Jahren – Masters Tournament im Augusta National Golf Club

Meiste Major-Titel

  1. Jack Nicklaus (18)
  2. Tiger Woods (15)
  3. Walter Hagen (11)
  4. Ben Hogan und Gary Player (9)
  5. Tom Watson (8)
(L-R) Tom Watson, Jack Nicklaus and Gary Player walk together during the Par 3 contest prior to the start of the 80th Masters of Tournament at the Augusta National Golf Club on April 6, 2016, in Augusta, Georgia. / AFP / Jim Watson (Photo credit should read JIM WATSON/AFP via Getty Images)
Das Starter-Trio beim Masters 2022: Neben Jack Nicklaus und Gary Player wurde Tom Watson zum Honorary Starter berufen.

Längste Zeit in der Top 50 der Welt

Phil Mickelson schaffte es sich von November 1993 bis November 2019 in der Top 50 der Weltrangliste zu halten. Das sind 1.353 Wochen.

Meiste Wochen an der Spitze der Weltrangliste

Fast noch unglaublicher ist die Zeit von Tiger Woods an der Spitze der Weltrangliste. 683 Wochen oder 13 Jahre verbrachte die Big Cat ganz oben.

Siege in Folge

Ein Rekord, der seit 1945 steht: Byron Nelson gelangen damals elf Siege in Folge. Der zweitplatzierte Woods schaffte es zwischen den Saison 2006 und 2007 auf insgesamt sieben Titel.

Meiste Cuts in Folge

Und wieder Woods. Nur aufgrund von Verletzungen endete die Serie bei 142. Über eine Zeit von knapp sieben Jahren spielte Woods in jedem Wochenende.

Meiste geschaffte Cuts

  1. Jay Haas (592)
  2. Tom Kite (590)
  3. Raymond Floyd 582)
  4. Arnold Palmer (574)
  5. Davis Love III (571)

72-Loch-Scoring

Die Top 5 in dieser Kategorie fanden allesamt auf dem Par-73-Kurs Kapalua Plantation auf Hawaii statt.

  1. Hideki Matsuyama (-35) The Sentry 2025
  2. Cameron Smith (-34) Sentry Tournament of Champions 2022
  3. Jon Rahm (-33) Sentry Tournament of Champions 2022
  4. Matt Jones und Collin Morikawa (-32) 2022 Sentry Tournament of Champions, The Sentry 2025
  5. Ernie Els (-31) Mercedes Championship 2003

Der älteste Major-Champion der PGA Tour

Bei seinem Sieg der PGA Championship 2021 war Phil Mickelson 50 Jahre, elf Monate und sieben Tage alt.

Der jüngste Major-Champion der PGA Tour

Der junge Tom Morris war bei seinem Sieg der Open 1868 gerade mal 17 Jahre und fünf Monate alt.

Aktuelle News & weiterführende Inhalte

Die Neuerungen unter CEO Rolapp.
Golf im TV 2026.
Die Turniere 2026.

Hier gehts zur offiziellen Website der Tour.