Paul Casey

Paul Casey

Land
England
Geburtsdatum
21.09.1977
Körpergröße
1,78 m
Körpergewicht
80 kg
Profi seit
2000
Website

Paul Casey kam in Cheltenham im Westen Englands zur Welt und zog nach sechs Jahren mit seinen Eltern nach Weybridge, wo er auch später die Hampton School in West London besuchte. Seine ersten Schwünge übte er im Foxhills Golf Club und bekam hier mit 11 Jahren ein Stipendium. Er begann sein Studium erst an einer englischen Universität, ehe er mit einem Stipendium an die Arizona State University ging. Die English Amateur Championship konnte er direkt zweimal in den Jahren 1999 und 2000 gewinnen und 1999 auch Teil des Walker Cup-Teams. Hier konnte er als erster Spieler in 77 Jahren gleich alle vier Matches gewinnen. Diese Mannschaftswettbewerbe liegen ihm: Für das europäische Ryder Cup-Team durfte er schon dreimal an den Start gehen. 2018 darf er nach zehn Jahren dank eines Captain’s Pick von Thomas Björn wieder ein Teil des Teams sein und es sollte sich auszahlen. Am Samstag gewinnt er im Vierball mit Tyrrell Hatton gegen Dustin Johnson und Rickie Fowler und teilte sich sein Sonntags Einzelmatch mit dem bis dato amtierenden U.S Open und PGA Championship Sieger Brooks Kopeka.

Solides Spiel
Aber zurück zu den Anfängen. 2000 wechselte Casey ins Profilager und qualifizierte sich nur ein Jahr später für die European Tour.  In seiner Profikarriere konnte Casey bisher 18 Siege feiern – alleine 13 davon auf der European Tour. Nach einer erfolgreichen Rookie-Saison mit einem Sieg bei der Gleneagles Scottish PGA Championship folgte eine eher mittelmäßiges Jahr, ehe er 2003 zwei weitere Siege feiern konnte. Auch wenn er im darauffolgenden Jahr keinen individuellen Titel holen konnte, spielte er eine solide Saison, die ihm eine Ryder Cup-Teilnahme bescherte. Zudem spielte er bei seinem ersten Masters und belegte einen hervorragenden 6. Platz. Daraufhin spielte er als Temporary Member auch auf der PGA Tour, bevor er eine Spielberechtigung für 2005 bekam. Doch Casey blieb hier in Europa und gewann hier die Order of Merit.

Paul Casey mit seinem Vierer-Partner Sergio Garcia (links) beim Ryder Cup 2008 in Valhalla.

Paul Casey mit seinem Vierer-Partner Sergio Garcia (links) beim Ryder Cup 2008 in Valhalla.

Erst 2009 spielte er wieder auf der PGA Tour. Was auch zu seinen erfolgreichen Saisons zählt: 2009 erreichte er mit einem Sieg bei der BMW PGA Championship seine bisher beste Platzierung in der Weltrangliste. Generell war es eine erfolgreiche Saison: Nur einen Monat davor gewann Casey auch sein erstes Turnier auf der PGA Tour, die Shell Houston Open.

Glück im Spiel und in der Liebe?
Der Grund für den Erfolg? Vielleicht die Hochzeit 2008 mit Jocelyn Hefner, einer entfernten Cousine des Playboy-Gründers Hugh Hefner. Mit ihr lebte Casey eigentlich recht zurückgezogen. Nach ihrer Trennung allerdings sorgte seine Ex-Frau für Aufsehen, da sie ein Buch über ihr Leben als Spielerfrau veröffentlichte. In diesem schrieb sie vor allem über den luxuriösen Lebensstil der Profis.

2006 posierte Paul Casey mit seiner damaligen Freundin Jocelyn Hefner mit einem Nachbau der Ryder Cup-Trophäe.

2006 posierte Paul Casey mit seiner damaligen Freundin Jocelyn Hefner mit einem Nachbau der Ryder Cup-Trophäe.

Doch fand Casey das private Glück erneut. 2011 lernte die TV-Moderatorin Pollyanna Woodward kennen, die er nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Lex im Januar 2015 heiratete. Mit ihr und den beiden gemeinsamen Kindern lebt er mittlerweile auf einer Ranch in Arizona.

2013 zum 25-jährigen Jubiläum der BMW International Open, tragen Paul Casey und seine Ehefrau Pollyanna Woodward die passende Kleidung.

München 2013: Zum 25-jährigen Jubiläum der BMW International Open, tragen Paul Casey und seine Ehefrau Pollyanna Woodward die passende Kleidung.

Eine ungewöhnliche Leidenschaft
Seinen Spitznamen „Popeye“ verdankt der Engländer übrigens nicht seiner Spinat-Vorliebe, sondern der Form seiner Oberarme. Casey gilt als einer der fittesten Profis der Tour. Und er liebt Radfahren: Egal ob Rennradfahren oder Mountainbiken – Casey ist gerne auf dem Drahtesel unterwegs, hält sich aber auch mit Snowboarden fit. Und er hat eine außergewöhnliche Sammel-Leidenschaft: Nike Dunks Trainers.

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