Dell Technologies Championship – Round Two

Tyrrell Hatton

Land
England
Geburtsdatum
14.10.1991
Körpergröße
1,75 m
Körpergewicht
73 Kg
Profi seit
2011
Website

Bereits im zarten Alter von 5 Jahren gewinnt Tyrrell Hatton sein erstes Turnier – gegen einen deutlich älteren und eigentlich besseren Spieler. In diesem Moment hatte er sich mit dem Golf-Virus infiziert. Von da an wollte Tyrrell nur noch eins: Golf spielen. Nach der Schule musste ihn seine Mutter direkt zur Range bringen, wo er Bälle bis zum Sonnenuntergang schlug. Als Jugendlicher schwänzte er teilweise Schulstunden, um trainieren zu können und finanzierte mit Nebenjobs das Benzingeld für die Fahrten zu Turnieren. Und auch sein Vater erkannte früh das Talent seines Sohnes: Als Tyrrell 11 Jahre alt war, kündigte er seinen Job, um sich um die Karriere seines Sohnes zu kümmern. Eine ambitionierte Entscheidung, die den kleinen Tyrrell zu motivieren schien, statt ihn unter Druck zu setzen. Denn einen Plan B zu einer Karriere als Berufsgolfer gab es nicht.

Ein passionierter Spieler auf dem Platz
Und er sollte Recht behalten. Mit viel Ehrgeiz und Selbstvertrauen konnte er sich noch als Amateur für die Open Championship 2010 und wechselte ein Jahr später ins Profilager. Bevor Hatton 2012 auf der Challenge Tour spielte, konnte er sich als Berufsgolfer einige Siege auf den Nachwuchstouren, der PGA EuroPro Tour und der Jamega Tour, sichern. Bereits das zweite Jahr auf der Challenge Tour beendete er auf dem 10. Platz und holte sich damit die Spielberechtigung für die European Tour 2014. Hier konnte er 2016 erstmals siegen: Bei der Alfred Dunhill Links Championship, die er auch 2017 trotz eines langen Sommers mit verpassten Cuts verteidigen konnte. Seinen dritten Titel holte er kurz danach bei der Italian Open.

Ein Geheimnis Englands
Und trotz dieser Erfolge galt Tyrrell Hatton bis Ende letzten Jahres noch als ein gut behütetes Geheimnis Englands. Und das obwohl er keineswegs zu den ruhigen Spielern auf dem Platz gehört. Auch wenn er keine Schläger schmeißt, ist Tyrrell ein Spieler, der seinen Emotionen auf dem Platz durchaus freien Lauf lässt. Ein Grund warum ihn der ehemalige European Tour Spieler Gary Evans im letzten Jahr als „noch grün hinter den Ohren“ bezeichnete. Wenn man ihn bei seinen überschwänglichen Jubelschreien sieht, merkt man direkt, dass er eben mit Herz und Seele dabei ist.

(Photo by Harry How/Getty Images)

2018 geht er erstmals für Europa an den Start
Was das Spiel des Engländers besonders macht? Sein beeindruckendes kurzes Spiel, mit dem er Longhittern zeigt, dass Vieles rund ums Grün entschieden wird. Und trotz seines emotionalen Spiels, glänzt er durchaus mit mentaler Stärke. Seinem Spiel ist zu verdanken, dass er 2018 gleich bei zwei Team-Wettbewerben aufteen darf. Beim EurAsia Cup konnte er mit Europa 2018 schon gewinnen, es bleibt abzuwarten, wie er sich als Rookie beim Ryder Cup in Paris schlägt. Das Ziel für die Karriere ist natürlich gesetzt: Irgendwann soll ihm sein Manager bei seinen wöchentlichen Anrufen nicht nur das aktuelle Ranking mitteilen, sondern ihm sagen können, dass er es an die Spitze geschafft hat.

(Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Wenn ein Auto zur Filmfigur wird
Abseits des Golfplatzes pflegt Hatton eine ganz besondere Leidenschaft: Er ist im Besitz eines lila farbenen Lamborghini Huracan, der mit grünen Bremsblöcken an den Joker aus dem Film Batman erinnern soll. Wenn er nicht seiner Film-Passion nachgeht, spielt er zudem leidenschaftlich gerne Xbox oder sitzt bei den Spielen seines Lieblingsvereins Liverpool auf der Tribüne. Und er engagiert sich für junge Nachwuchsspieler: Seit 2017 organisiert er die Tyrrell Hatton Junior Masters, um jungen Golfern die gleiche Chance zu geben, mit der er damals seinen Weg zum Berufsgolfer ebnen konnte.

(Photo credit should read CARL COURT/AFP/Getty Images)