Webb Simpson

Land
USA
Geburtsdatum
08.08.1985
Körpergröße
1,88 m
Körpergewicht
79 Kg
Profi seit
2008

 

Webb Simpson heißt mit richtigen Namen eigentlich James Frederik Webb Simpson und kam zum Golfsport über seinen Vater. Der Durchschnittsgolfer brachte seinen Sohn, der schnell große Freude an dem kleinen weißen Ball entwickelte, regelmäßig auf die Driving Range. Mit acht Jahren bat er den Golf Director des Golfclubs in der Nähe ihrer Heimatstadt Charlotte in North Carolina, sich den Schwung des kleinen Webb einmal genauer anzusehen. Von da an nahm die erfolgreiche Golfgeschichte ihren Lauf.

Der Weg auf die PGA Tour
Nach der Highschool ging Simpson mit einem Arnold Palmer-Stipendium auf die Wake Forest University, an der er Religion studierte. Schon andere Größen wie Arnold Palmer selbst oder Darren Clarke waren Studenten dieser Uni. Nach zahlreichen Erfolgen für sein College wechselte Simpson 2008 ins Profilager. Und auch hier schien er nahtlos an seine bisherigen Erfolge anknüpfen zu können. Wie viele seiner amerikanischen Kollegen startete Webb auf der Nachwuchstour der USA, der Nationwide Tour, die ihm auch einige Einladungen auf der großen PGA Tour einbrachten. Nachdem er sich über die Qualifying School die volle Spielberechtigung sicherte, feierte er 2011 bereits seine ersten beiden Turniersiege. 2012 folgte der mit dem Triumph bei den U.S. Open bereits das erste Major.

U.S Open-Sieger 2012: Webb Simpson.

Webb Simpson holt sich bei der U.S. Open 2012 seinen ersten Major-Titel.

Das Eisenspiel beeindruckt
Die Stärke in Webbs Spiel? Definitiv die langen Eisen. Die Tatsache, dass seine Drives nicht zu den längsten oder präzisesten auf der Tour gehören, gleicht er so mit einem starken Eisenspiel aus. Besonders 2012: In diesem spielte er im Durchschnitt die meistens Birdies pro Runde auf der Tour.

Putter macht Probleme
Doch dann wurde es etwas stiller um den Amerikaner. Erst blieben die Siege aus, bald folgten auch verpasste Cuts. 2015 und 2016 gehören wohl zu den schlechtesten Saisons des 33-Jährigen. Das Kurze Spiel machte Webb zu schaffen. Das ging soweit, dass er irgendwann seinen Broomstick-Putter zerbrach, um gezwungen zu sein, sich einen neuen Puttstil anzueignen. Er holte sich Rat von Tim Clark, der ihm zum sogenannten „claw“-Griff riet. Viele Profis weichen heutzutage von dem normalen Griff ab, um mit dieser Haltung das Zittern des Handgelenks zu minimieren. Diese Technik zeigte auch bei Webb Simpson seine Wirkung mit dem Höhepunkt im Jahr 2018: Er gewann die Players Championship. Sein erster Sieg nach fast 5 ½ Jahren war ein ganz Besonderer für den Amerikaner. Und er bescherte ihm einen Platz im US-Ryder Cup Team. Nach seinen Teilnahmen 2012 und 2014 kann Simpson erneut seine Stärke in diesem Mannschaftswettbewerb zeigen.

Players Championship 2018: Nach über 5 Jahren endlich wieder ein Sieg für Webb Simpson.

Players Championship 2018: Nach über 5 Jahren endlich wieder ein Sieg für Webb Simpson.

Der Vater bringt ihm Glück
Seinem Vater verdankt Simpson aber nicht nur seine Karriere als Golfprofi, sondern auch sein privates Glück. Sam Simpson bot Taylor Dowd Keith zu Unizeiten 100 Dollar, damit sie mit seinem Sohn ausgeht. Sie nahm an, aber gab ihrem späteren Schwiegervater danach das Geld zurück, denn es funkte. Obwohl sich die Beiden nach ihren College-Abschlüssen erstmal trennten. Nach knapp einem Jahr kamen sie wieder zusammen, heirateten 2010 und sind mittlerweile Eltern von vier Kindern.

Ein starker Glaube
Die größte Stärke zieht der Amerikaner aus seinem Glauben. Gemeinsam mit anderen Profis, wie Rickie Fowler oder Bubba Watson, trifft er sich regelmäßig in Bibelkreisen und postet auch auf seinem Twitter-Kanal regemäßig Zitate aus der heiligen Schrift. Der Glaube macht zudem auch einen sehr ehrlichen Spieler aus Simpson: So meldete er sich freiwillig, als sich der Ball auf dem Green der Finalrunde der Zurich Classic 2011 bewegte, nachdem er seinen Putter einige Zentimeter dahinter auflegte. Der eine Strafschlag war genau der eine Schlag, mit dem er in Führung lag, um das Turnier zu gewinnen. Schlaggleich musste er sich Bubba Watson dann im Playoff geschlagen geben.