Zwischen Stadtflair und Meisterplätzen
Wind und Golf sind zwei nicht gerade optimale Gegenpole. Doch der Spitzname »Windy City« haftet der Stadt Chicago aus einem anderen Grund an: Entgegen der landläufigen Meinung ist Chicago hinsichtlich Windgeschwindigkeiten nicht die im wahrsten Sinne des Wortes »windigste« Stadt der Vereinigten Staaten – diese Ehre gebührt Boston. Mit »windy« ist bezüglich Chicago eine andere Bedeutung gemeint: »aufgeblasen«. Erstmalig vermerkt wurde der Spitzname 1893 in einem Artikel von Charles A. Dana in der New York Sun.
In einem Leitartikel schrieb der Reporter, dass Chicagos Politiker »voller heißer Luft« seien. Zur damaligen Zeit standen Chicago und New York in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um die Ausrichtung der nächsten Weltausstellung. Trotz Danas Diskreditierungsversuchen fand die Weltausstellung von 1893 trotzdem im »Windy City« und nicht etwa im Big Apple statt; Chicagos Spitzname blieb dennoch bestehen.
City mit Golftradition
Chicago ist eine der traditionellsten Golfregionen der USA. Schon seit 1895 machten dort die großartigsten Golfer Station. Zahlreiche bedeutende Profi- und Amateurturniere wurden auf den besten Plätzen in Chicago und seinen Vororten ausgetragen. Beginnend 1897 mit der US Amateur Meisterschaft im Chicago Golf Club. Auch die ganz großen Profi-Events zog es vermehrt nach Illinois: Allein auf den drei Privatplätzen Medinah, Olympia Fields und dem Chicago Golf Club wurden insgesamt über 20 Major-Turniere und ein Ryder Cup ausgetragen. September 2023 gastierte auch die LIV Tour in der Metropolregion, im Privatclub Rich Harvest Farms.
Strand-Stadt
Chicago, die drittgrößte Stadt der USA, nach New York und Los Angeles, ist ein äußerst attraktives Städtereiseziel. Dass es sich bei Chicago um eine Metropole mit 10 Millionen Einwohnern handelt, bemerkt man kaum. Bemerkenswert sind die Stadt-Architektur, die wohl imposanteste der Vereinigten Staaten, und die Lage direkt am Michigansee.
Wobei der Lake Michigan mit seinen opulenten knapp 60 Quadratkilometern eher wie Meer erscheint. Definitiv sehenswert ist der Navy Pier, eine etwa ein Kilometer lange Seebrücke aus dem Jahr 1916, die den Charme eines typisch englischen Seebades versprüht. Darum verteilt bieten 15 Strandabschnitte reichlich Platz für Erholung. Zudem durchzieht der Chicago River das Zentrum der Metropole.
Geburtsort der Wolkenkratzer
Eine wesentliche Rolle bei der Neugestaltung der Stadt spielte die große Chicagoer Feuersbrunst von 1871, woraufhin eine neue, größere und schickere Stadt erwuchs. Das Chicago Fire Museum beleuchtet diese tragische, aber architektonisch transformative Zeit der Stadtgeschichte.
Seitdem entwickelte sich die Innenstadt zu einer beeindruckenden Mischung – bauliche Meisterwerke neben charakteristischen Hochhäusern. Architekten wie Ludwig Mies von der Rohe, Louis Sullivan und Frank Lloyd Wright hinterließen hier ihre Signaturen. Da 1885 mit dem zehnstöckigen Home Insurance Building das erste Haus mit einem Skelett aus Stahl errichtet wurde, wird Chicago auch als Geburtsort der Wolkenkratzer angesehen. Der Willis Tower, der eine Höhe von beeindruckenden 442 Metern erreicht (früher bekannt als Sears Tower), war bis zur Fertigstellung des One World Trade Centers in New York City 2015 der höchste Wolkenkratzer in den USA.
Auch die in Chicago als »L« bezeichnete Hoch- und U-Bahn stammt aus der Zeit der Jahrhundertwende. »L« steht für »Elevated«, da nur auf einer kurzen Strecke die Gleise unterirdisch verlaufen. Hinsichtlich Fahrgast- und Stationszahlen ist dies das zweitgrößte Streckennetz nach New York und erstreckt sich über 224 Meilen (ca. 360 km). »L« verbindet die Innenstadt mit zahlreichen Vororten und wurde so für die Chicagoer zu einem unverzichtbaren Bestandteil des täglichen Lebens. Als Bildmotiv sind die typisch silbernen Waggons vor den modernen Hochhäusern einzigartig.
Al Capone & Golf
Wussten Sie, dass Al Capone begeisterter Golfer war und sich dabei versehentlich selbst angeschossen hat? Im September 1928 spielte Capone mit seinen Kumpels »Machine-Gun« Jack McGurn, Jake »Greasy Thumb« Guzik und Fred »The Killer« Burke auf dem Burnham Woods Golfplatz. Aufgrund ständiger Todesdrohungen hatte Al Capone immer eine geladene Waffe in seiner Golftasche. Als er den Schläger aus dem Bag zog, löste sich an jenem schicksalhaften Tag versehentlich ein Schuss. Um den Vorfall möglichst zu verschleiern, wurde er unter dem Namen Martin Geary ins St. Margaret’s Krankenhaus gebracht.
Wrigleys Einfluss auf Chicago
William Wrigley Jr. dürfte den meisten wegen des berühmten Kaugummis bekannt sein. Doch Wrigley Juniors Einfluss geht weit über das süße Produkt hinaus: Im frühen 20. Jahrhundert spielte er eine zentrale Rolle hinsichtlich Chicagos Entwicklung und Wachstum. Er investierte massiv in Immobilien, darunter das Wrigley Building (ein architektonisches Juwel am Chicago River) und in das Wrigley Field, das berühmte Baseballstadion, das zum Zuhause der Chicago Cubs wurde. Zum Hintergrund: William Wrigley Jr. wurde 1861 geboren und zog im Alter von 29 Jahren nach Chicago, um ein Geschäft für die Herstellung und den Verkauf von Backpulver zu starten. Das Kaugummi, für das er schließlich berühmt wurde, war ursprünglich ein Werbegeschenk für seine Kunden. Als die Nachfrage nach dem Kaugummi die des Backpulvers übertraf, passte Wrigley Jr. seine Geschäftsstrategie an. Somit wurde in den folgenden Jahrzehnten die Wrigley Jr. Company zum größten Kaugummihersteller der Welt.
Al Capone und das Chicago Outfit
Eine Berühmtheit Chicagos ist, neben Familie Obama, der legendäre Al Capone. Er stand viele Jahre dem Chicago Outfit vor. »The Outfit« ist eine Italo-amerikanische Mafia-Organisation und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der wohl berühmteste kriminelle Verbund. Die Gründung geht auf das Jahr 1910 zurück, seine berüchtigtste und einflussreichste Periode war während der Prohibition in den 1920er-Jahren, als das Verbot von Alkohol in den USA zu einem enormen Anstieg illegaler Aktivitäten führte. Unter der Führung von Gangstern wie Johnny Torrio und später Al Capone profitierte das Outfit massiv vom Schmuggel und Verkauf der verbotenen Ware.
»The Outfit« ist eine Italo-amerikanische Mafia-Organisation und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der wohl berühmteste kriminelle Verbund.
Während seiner Blütezeit in den 1920er- und 1930er-Jahren war Al Capone, auch bekannt als »Scarface«, das Gesicht der Gangster-Gruppierung. Unter seiner Führung expandierte die Organisation rasant und kontrollierte neben dem illegalen Alkoholhandel auch Glücksspiel, Prostitution und Schutzgelderpressung. Nach der Prohibition verlagerte The Outfit seinen Fokus und erweiterte seine Präsenz in andere Städte; ist aber selbst heute noch in Chicago aktiv.
Top 5 // Chicago
Architektur Tour: Es ist ein Muss, eine abendliche River-Bootstour für den beeindruckenden Blick auf die faszinierende Architektur und tagsüber entspannt am »Riverwalk« entlangspazieren. Info: wendellaboats.com
Ausblick I: Das 360 Chicago Observation Deck bietet atemberaubende Panoramaaussichten auf die Metropole. Mit Bar und Nervenkitzel-Fenstersturz. Info: 360chicago.com
Ausblick II: »The Ledge« ist der gläserne Balkon des Willis-Tower, der zwei Meter aus dem 103. Stock des Wolkenkratzers herausragt und die eigenen Nerven auf eine echte Belastungsprobe stellt. Info: theskydeck.com
Auf den Spuren von Al Capone & Co.: Die Mafia-Tour bietet ein wenig Kitsch, ein wenig Geschichte und ein wenig Schauder. Letztendlich gut und informativ gemacht. Info: chicagocrimetours.com
Deep Dish Pizza: Mehr als »nur« eine Pizza. Sie ist ein kulinarisches Erlebnis. Charakterisiert durch ihren dicken, knusprigen Boden und die umgedrehte Reihenfolge der Beläge – zuerst Käse, dann Füllungen und schließlich die Soße – ist sie eher eine Art herzhafte Torte statt traditioneller Pizza.
Wisconsin: Destination Kohler
Die Kohler-Story
Die Geschichte von Johann Kohler liest sich wie eine typische Big-Dream-Geschichte – vom österreichischen Einwanderer zum Sanitärgiganten. Als Österreich Ende des 19. Jahrhunderts von Wirtschaftskrisen und politischen Umbrüchen geprägt war, machten sich viele auf den Weg in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – in die USA. Einer der Einwanderer war ein bescheidener junger Mann namens Johann Kohler. Heute wird dessen Name mit einem der größten Sanitärunternehmen der Welt in Verbindung gebracht. Kohler landete 1873 in New York. Mit wenig Geld, aber einer Ausbildung als Sanitärtechniker in der Tasche, zog es ihn nach Westen. In Wisconsin gründete er sein eigenes Unternehmen. Mit harter Arbeit, Entschlossenheit und einer Fülle von Innovationen wuchs die spätere Kohler Co. heran und revolutionierte die Sanitärindustrie. Der ausgewanderte Österreicher führte neue Produktlinien ein, produzierte unter anderem Badewannen, Toiletten und Spülbecken, wobei er großen Wert auf Design und Ästhetik legte. Er setzte dabei neue Standards in Qualität und Funktionalität. Kohler war ein Pionier in der Branche und zugleich ein fortschrittlicher Arbeitgeber. Er sorgte für gute Arbeitsbedingungen und setzte sich für die Rechte seiner Angestellten ein; was in der damaligen Zeit nicht selbstverständlich war. Bis heute steht der Name Kohler für Qualität und Exzellenz in der Sanitärwelt und ist in den USA, China und Indien immer noch Marktführer.
Der aus dem Bregenzerwald stammende Unternehmer Johann Kohler kaufte 1899 in Wisconsin ein etwa 20 Hektar großes Farmgelände im Westen der Stadt Sheboygan am Lake Michigan. Auf dieser Fläche wurden später die Produktionsstätten der Kohler Company errichtet. Sein Sohn Walter Kohler ließ dort im Jahr 1916 auf der Westseite der Firma von Walter Hegemann das sogenannte Kohler Village bauen. Eine der landesweit ersten Arbeitersiedlungen mit großzügigen Grünanlagen, die von Frederick Law Olmsted geplant und von den Medien mit regem Interesse verfolgt wurde. Von Chicago heutzutage knapp zweieinhalb Stunden entfernt, befinden sich dort unter der Dachmarke Destination Kohler die touristischen Hotel- und Erholungsanlagen des American Club, zu dessen Golfbereich die Anlagen von Blackwolf Run gehören – The River, Meadow Valleys und der zehn Bahnen umfassende Par-3-Parcours The Baths.
Nur 15 Autominuten nördlich liegt Whistling Straits mit seinen zwei 18-Löcher-Plätzen »The Irish« und »The Straits«. Insbesondere letzterer dürfte bei jedem Golf-Enthusiasten ganz oben auf der »Must-play-Liste« stehen.
Ursprünglich war das Areal von Whistling Straits ein Flugplatz. Herbert V. Kohler Jr., bis zu seinem Tod 2022 einer der reichsten US-Amerikaner (sein Vermögen wurde auf fast neun Milliarden US-Dollar geschätzt), erschuf hier einen der spektakulärsten Golfplätze der Welt.
Heute gleicht das großzügige Gelände einem Kunstwerk. Schon beim Betreten der Anlage wird klar: Hier wurde akribisch auf jedes Detail geachtet. Besonders imposant ist die Dünenlandschaft entlang des Michigansees, die eine atemberaubende Kulisse bildet. Der renommierte Architekt Pete Dye verstand es meisterhaft, die natürliche Schönheit der Umgebung in sein Course-Design einzubinden. Als Whistling Straits 1998 eröffnet wurde, wusste auch Dye selbst, dass er etwas Einzigartiges geschaffen hatte. Nach der PGA Championship 2004 waren sich alle einig: Dieser Kurs gehört zu den besten weltweit – wenig verwunderlich also, dass der Platz den Beinamen »das Wunder von Wisconsin« trägt. 2010 kehrte die PGA Championship nach Whistling Straits zurück. Einige werden sich sicherlich noch an diesen ersten großen Triumph von Martin Kaymer erinnern, bei dem er nach einem spannenden Stechen gegen Bubba Watson die Wanamaker Trophy gewann. Als 2021 der Ryder Cup in Whistling Straits ausgespielt wurde, huldigten die Profis den Course als »modernen Klassiker«.
Trotz aller Popularität dieses magischen Ortes, meint man stets, ganz allein auf dem Platz unterwegs zu sein. Die zahlreichen Bahnen entlang des Lake Michigan bedürfen keiner weiteren Beschreibung – oft steht man einfach nur da und denkt: »Das muss ein Traum sein!«. Aber auch die Bahnen im Landesinneren sind beeindruckend. Der Klang dieses Golfplatzes hallt selbst noch nach Wochen nach. Es bleibt nur zu sagen: Dieses sehr feine architektonische Meisterwerk ist ein absolutes Muss für jeden begeisterten Golfer! Es empfiehlt sich trotz der üppigen Greenfee-Preise eine Runde über die Destination Kohler zu buchen.
Lake Michigan: Top-Kurse
The Preserve at Oak Meadows
Im Schatten des Flughafens O’Hare liegt The Preserve at Oak Meadows. Die Anlage firmierte von 1923 bis 1985 als Elmhurst Country Club, dessen Platzdesign aus der Feder von C.D. Wagstaff stammt. Nach der Übernahme durch Du Page Golf führte in einem mehrjährigen Projekt der Architekt Greg Martin 27 Löcher zu 18 zusammen. Das Ergebnis ist eine sehr spannende Mischung, wobei sich quer über das Gelände der Salt Creek schlängelt und als natürliches Wasserhindernis auch gleich an mehreren Bahnen ins Spiel kommt. Der wunderschön, in diesem Sumpfgebiet angelegte Platz wurde bereits mehrfach mit Auszeichnungen prämiert. Anfänger und Spieler, die beim Überwinden von Hindernissen Hemmungen haben, werden in Oak Meadows nicht viel Freude haben. Die meisten Abschläge erfordern zur Überwindung moorastiger Flächen eine Carry-Distanz von 100 bis 150 Meter. Wer die richtigen Tee-Boxen gewählt hat – neun Kombinationsmöglichkeiten stehen zur Auswahl –, kann nach dem Tee-Shot entspannen.
- 900 North Wood Dale Road, Addison, IL 60101
- Tel. +1 6305950071, dupagegolf.com
- 18 Löcher, 6.632/5.317 Yards (H/D)
- Par 72 – CR 70,6/70,9 – Slope 134/131
- Greenfee: ab 42 Dollar (Twighlight ab 37 Dollar)
The Preserve at Oak Meadows: 73
Index: 3,37
Anspruch: 12
Zustand: 11
Design: 21
Kulisse: 13
Service: 15
Bonus: 1
Harborside International
Golf Center – Starboard
Course und der Starboard Course. Zwei 18-Löcher-Plätze auf gutem Niveau. Designer Dick Nugent erhielt den Auftrag, zwei Plätze ähnlichen Aussehens und mit einem vergleichbaren Rating auf einem Grundstück zu entwerfen. 1995 eröffnete der Port Course, dessen 15. Bahn den programmatischen Namen »Anchor Hole« trägt. Ein überdimensionierter Bunkerkomplexe, in Form eines Ankers, verteidigt die Fahne. 1996 komplettierte Harbour International sein Golf-Portfolio und eröffnete den Starboard Course – angelegt als klassischer Links einschließlich typisch hügeliger Fairways. Laut Rankings zählt Starboard zu den Top-12-Plätzen von Illinois. Ende September 2023 glänzte der Starboard-Course in allerbestem Zustand; bei Windstille lässt sich eine Runde auch entspannt spielen. Der Ausblick auf die Chicagos Innenstadt ist atemberaubend.
- 11001 S Doty Ave East, Chicago, IL 60628
- Tel. +1 3127827837
- 18 Löcher, 5.914/5.110 Yards (H/D)
- Par 72 – CR 72,2/70,5 – Slope 126/120
- Greenfee: ab 100 Dollar
Harborside International Golf Center – Starboard: 60
Index: 1,05
Anspruch: 9
Zustand: 10
Design: 17
Kulisse: 9
Service: 15
Bonus: 0
The Glen Club
The Glen Club im Chicagoer Vorort Glenview ist eine der besten öffentlichen Golfanlagen im gesamten Raum von Chicago. Der von Tom Fazio entworfene Platz war 2022 erneut Gastgeber eines Korn Ferry Events. Die Bahnführung entlang kleinerer Flüsschen, alter Bäume und größerer Bunker ist abwechslungsreich. Insgesamt hat der Parcours auf einer Fläche von 75 Hektar reichlich Präriegras zu bieten, das über das gesamte Layout die Spielbahnen und Grüns flankiert. Die großzügigen Par-5-Löcher sind anspruchsvoll, bieten aber gute Landezonen, während die Par-4-Bahnen zwischen leicht und flüssig und lang und schwer abwechseln. Die Wasserhindernisse kommen an einigen Löchern merklich ins Spiel. Fazios Handschrift ist hier auf allen Bahnen präsent. Und noch etwas Gossip zum Ort Glenview: Diane Donald, die Frau von Ryder-Cup-Legende Luke Donald, ist in dieser Gemeinde aufgewachsen. Beide besuchten die Northern Illinois University, wo sie sich auch kennenlernten.
- 2901 West Lake Ave, Glenview, IL 60026
- Tel. +1 8477247272, theglenclub.com
- 18 Löcher, 6.620/5.670 Yards (H/D)
- Par 72 – CR 72,4/71,6 – Slope 134/128
- Greenfee: ab 170 Dollar (Twighlight ab 140 Dollar)
The Glen Club: 76
Index: 0,87
Anspruch: 14
Zustand: 11
Design: 21
Kulisse: 15
Service: 12
Bonus: 3
Cog Hill Golf & Country Club
– Course No. 4 – Dubsdread
Der Platz mit dem Namen »Course No. 4 – Dubsdread« gehört zum Cog Hill Golf and Country Club, dem insgesamt vier 18-Löcher-Plätze angehören. Als Gastgeber der Western Open und der BMW Championship von 1991 bis 2011 (Ausnahme 2008), ist Dubsdread No.4 einer der bekanntesten Plätze im Mittleren Westen und ein Muss für Chicago-Besucher. Das Platzdesign ist herausragend, die abwechslungsreichen Bahnen machen Spaß, wobei jedes einzelne Loch voller Entscheidungen und neuer Herausforderungen steckt. Achtung: Geht die Konzentration verloren, ist die Gefahr sehr hoher Scores gegeben. Die tiefen Bunker scheinen alle genau dort zu liegen, wo der Ball vom Tee aus hinkommt. Dennoch wurde hier schon sehr tief geschossen: Den Platzrekord hält Tiger Woods mit einer 62. Auch die anderen drei öffentlichen Plätze, mit den Namen No. 1, No. 2 und No. 3, sind erstklassig. Der Cog Hill Golf and Country Club bietet in Zusammenarbeit mit dem nahegelegenen Marriott Burr Ridge interessante Übernachtungs- und Golf-Pakete an.
- 12294 Archer Ave, Lemont, IL 60439
- Tel. +1 8662644455, coghillgolf.com
- 18 Löcher, 6.564/5.441 Yards (H/D)
- Par 72 – CR 73,2/72,6 – Slope 138/134
- Greenfee: ab 145 Dollar (Twilight ab 110 Dollar)
Cog Hill Golf & Country Club – #4 Drubshead: 84
Index: 1,86
Anspruch: 17
Zustand: 12
Design: 21
Kulisse: 15
Service: 15
Bonus: 4
Blackwolf Run – The River
Direkt auf dem Terrain der Destination Kohler liegt der 36-Löcher-Komplex Blackwolf Run mit seinen beiden 18-Löcher Plätzen Meadow Valleys und The River. Die beiden Nachbar-Plätze von Whistling Straits liegen nur 15 Minuten Autofahrt entfernt. Wir haben The River gespielt, ein optisch ansprechender, spaßiger Course, dessen ständiger Begleiter der wunderschöne Sheboygan River ist. Während der Runde meint man, dass jeder Grashalm perfekt platziert sei. Der Pflegezustand ist exquisit, die Grüns spitzenmäßig; bei einem Greenkeeper-Team von gut 200 Angestellten aber auch nicht verwunderlich. Ab Bahn 5, einem Par 4 mit dem wohlklingenden Namen »Made in Heaven« gleicht das Gelände einem englischen Garten, nur mit teilweise enormen Höhenunterschieden. Auch das Finish ist beeindruckend: Loch 16, ein Par 5, trägt tatsächlich einen deutschen Namen »Unter der Linden« – der kleine Grammatikfehler tut der Bahn keinen Abbruch – stramme 560 Yards (Blau) geht es geradeaus, wobei es gilt, einen überdimensionierten Bunker zu meiden. Auf Bahn 17, einem Par 3 darf kurz verschnauft werden, bevor zum großen Finale abgeschlagen wird. Das Par 4 der Bahn 18 gehört zu den schwersten des Platzes und ist noch mal ein Tester. Es empfiehlt sich, The River als »Aufwärmrunde« für The Straits zu spielen – eine perfekte Kombination.
- 1111 W. Riverside Drive, Kohler, WI 53044
- Tel. +1 8554442838, destinationkohler.com
- 18 Löcher, 6.865/5.120 Yards (H/D)
- Par 72 – CR 72,1/70,3 – Slope 139/125
- Greenfee: ab 365 Dollar
Blackwolf Run – The River: 85
Index: 0,52
Anspruch: 14
Zustand: 12
Design: 24
Kulisse: 15
Service: 15
Bonus: 5
Whistling Straits – Straits
»Mir wurde erzählt, dass es in Whistling Straits zehn schwierige und acht unmögliche Löcher gibt. Ich versuche noch immer rauszufinden, welche die zehn schwierigen Bahnen sind.« Das waren die Worte von Ryder-Cup-Star Lee Westwood, als er den Platz am Lake Michigan zum ersten Mal sah. Mit einer Fläche von über 75 Hektar dominiert auf diesem imposanten Platz eine permanent großzügige Atmosphäre, einschließlich unglaublicher Weiten. Am Ende einer Runde wird auch der persönliche Schrittzähler bezeugen, dass hier deutlich mehr Meter gegangen werden müssen. An Abschlägen gibt es sechs zur Auswahl – Schwarz, Blau, Grün, Weiß und Rot – von den zweitlängsten Tees (Blau) misst der Platz 7.142 Yards. Neben den Distanzen verhindern zahlreiche Bunker einen lupenreinen Score. Wir haben zwar nicht nachgezählt, aber offiziell gibt es in Whistling Straits über 967 Bunker – davon allein 102 auf Bahn 8.
- N8501 Lakeshore Road, Sheboygan, WI 53083
- Tel. +1 8554442838, destinationkohler.com
- 18 Löcher, 6.663/5.564 Yards (H/D)
- Par 72 – CR 71,9/72,7 – Slope 141/129
- Greenfee: ab 630 Dollar
Whistling Straits – Straits: 90
Index: 0,41
Anspruch: 16
Zustand: 12
Design: 22
Kulisse: 20
Service: 15
Bonus: 5
Reiseführer Chicago
Hotels
Hampton Inn by Hilton: gutes, preisattraktives 4-Sterne-Innenstadthotel in der Chicago Loop direkt am Riverwalk, fußläufig zum Millennium Park und der Michigan Avenue. Die Lage ist genial, von den Riverview-Zimmern gibt es sogar einen netten Blick auf die Skyscraper (hilton.com).
London House: Etwas gehobener residiert man in dem historischen Gebäude an der Michigan Avenue und dem Chicago River. Auf dem Dach befindet sich eine dreistöckige Rooftop Bar (londonhousechicago.com).
Für Kulturfreunde
Millenium-Park: Das direkt am See gelegene Gelände im Herzen der Innenstadt beherbergt die ikonische und weltberühmte Cloud Gate Statue (auch bekannt als »The Bean«).
Art Institute Chicago: Das Art Institute of Chicago punktet mit einer Kunstsammlung, die Jahrhunderte umspannt.
Gastronomie
Terrace 16: Schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klatsche: Ein gutes Dinner mit einem spektakulären Ausblick in entspanntem Ambiente. Spektakuläre Rooftop-Bar mit ausgezeichnetem Restaurant (trumphotels.com/chicago/dining).
Für Sportfans
Chicago gehört zu den Städten, die in allen großen Sportarten erfolgreiche Teams haben – von Baseball, Basketball, American Football, Fußball bis Eishockey.
Chicago Cubs: versuchen Sie Tickets für das altehrwürdige Baseball-Stadion »Wrigley Field« zu bekommen, es ist einen Besuch wert. Info: mlb.com/cubs/tickets
Chicago White Sox: in Hamburg und München sind es jeweils miteinander konkurrierende Fußball-Teams, in Chicago ist es Baseball. Die Rivalen der Cubs sind die White Sox, die diese Saison im Ranking weiter oben stehen.
Chicago Bulls: besonders in den 90er Jahren war das Basketball-Team der Bulls eine der erfolgreichsten Mannschaften der NBA. Aber auch heute ist der Besuch eines Spiels im United Center definitiv ein Highlight.
Chicago Blackhawks: gehören zu den »Original Six«, den sechs Gründer-Teams der National Hockey League (NHL). Sie gewannen bereits sechsmal den Stanley Cup, die wichtigste Eishockeytrophäe.
Chicago Bears: dieses American Football-Team änderte nach über 100 Jahren 2021 seinen Namen von Staleys in Bears. Die Spiele der einstigen Super-Bowl-Gewinner von 1985 sind im Soldier Field zu bewundern.
Chicago Fire FC: Fußball wird immer populärer in den USA. Bastian Schweinsteiger beendete hier seine Karriere.
Reisezeit
Empfehlenswert zwischen Anfang Mai und Ende September. Ab Anfang Oktober kann es schon recht frisch werden.
Anreise
Die meisten großen Airlines fliegen den Chicago O’Hare International Airport an. Bei einigen Anbietern, wie Lufthansa geht’s sogar ohne Zwischenstopp. Dann ist man beispielsweise von Frankfurt a.M. binnen 9,5 Stunden am Ziel.
Allgemeine Infos
Die Telefonvorwahl für die USA ist +1. Zur Einreise ist ein ESTA-Visum erforderlich. Hilfreiche Info: visittheusa.de, choosechicago.com, visitchicago.com
