Training

Neue Schläge mit Paul Dyer: Der Kurzeisenschlag

Kurzeisenschlag

Der Kurzeisenschlag

Die fünfteilige Trainings-Serie «Neue Schläge« von GM-Trainings-Experte Paul Dyer widmet sich bestimmten Mischformen von Schlagtechniken. Nach dem Finesse-Wedge folgt in diesem zweiten Teil der Kurzeisenschlag.  

Der Kurzeisenschlag ist nicht nur ein Schlag mit einem kurzen Eisen, sondern eine Mischform – so wie auch die anderen Schläge der Trainings-Strecke »New Shots«. Für ein breit aufgestelltes Schlagrepertoire quer durch das gesamte Bag ist so ein Schlag äußerst hilfreich. Allerdings lässt sich der Kurzeisenschlag kaum kategorisieren, ist er doch weder Pitch noch voller Schlag, sondern eher eine Übergangsform. 

Praktischer Zwitter-Schlag 

Bei bestimmten Distanzen ist das lässig geschwungene Pitching-Wedge längentechnisch nicht ausreichend und das voll geschlagene Eisen 9 zu lang. »In bestimmten Spielsituationen braucht man den Kurzeisenschlag mit guter Längenkontrolle «, erklärt PGA-Professional Paul Dyer. Der Kurzeisenschlag kann mit dem Wedge, Eisen 9 oder auch Eisen 8 ausgeführt werden.  

Längenkontrolle ist kein Hexenwerk 

Gelingen die Schläge ins Grün und passt die Längenkontrolle, kann sich der Score unter Umständen empfindlich verbessern. »Angenommen, man hat 100 Meter zur Fahne, so wie ich hier gerade, ist es wichtig – auch für Spieler höherer Handicapklassen –, die exakte Länge zu treffen«, sagt Paul Dyer. Bei diesem Schlag hängt die Schlaglängenkontrolle von drei Faktoren ab: Schlägerkopfgeschwindigkeit, mittiges Treffen und Loft des Schlägers. Praktischer Weise lassen sich alle drei Faktoren präzise ansteuern.  

Beim Kurzeisenschlag geht es darum, wo und wie steil man in den Boden schlägt (Eintreffwinkel) und wie die Loftneigung ist, wenn die Schlagfläche auf den Ball trifft. »Beide Faktoren kann ich besser steuern, wenn ich nicht ganz so weit aushole und mein Gewicht weniger stark verlagere«, sagt Dyer, während er den Ball anspricht. Als besonderen Tipp verrät der Schwung-Experte: »Die beiden Faktoren dynamischer Loft und Eintreffwinkel lassen sich besser ansteuern, als die Schwunggeschwindigkeit«, also sollte man sich auch auf diese auch konzentrieren. Sollte sich mal etwas kryptisch anhören, so lautet der Trost vom Fachmann: »Der Golfschwung ist kein Hexenwerk. Alles dreht sich um die Gesetze der Biodynamik, ist also alles reine Physik.« 

Wie Ihnen der Kurzeisenschlag gelingt und Sie diese Situation meistern können, lernen Sie in einer Schritt-für-Schritt Anleitung in der neuen Ausgabe #8/22!