Besser spielen: Der Drive – Lang & Gerade

Russell Henley

DEN WINKEL 
RICHTIG SETZEN

Wenn der Schläger parallel zum Boden ist, beginne ich damit, die Handgelenke anzuwinkeln, um ihn in die perfekte Position am Ende des Rückschwungs zu führen. Mein Ziel ist, dass der Schaft oben parallel zu meiner Ziellinie steht. Überprüfen Sie Ihre „Top-Position“ unbedingt vor dem Spiegel oder im Schwungvideo. Wenn Sie den Schläger zu steil zurückschwingen, wird der Schaft nach rechts des Ziels zeigen. Wenn Sie dazu neigen, kaum einen Winkel mit den Handgelenken zu setzen, wird der Schaft deutlich nach links vom Ziel ausgerichtet sein. In beiden Fällen hätte der Schläger die richtige Schwungebene verlassen und müsste im Abschwung wieder auf die Ebene zurückgeführt werden, um überhaupt noch eine Chance auf einen guten Drive zu haben. 
Ob Sie die Handgelenke korrekt einsetzen, überprüfen Sie am besten so: Wenn Ihr linker Arm parallel zum Boden ist, sollte das Griffende auf den Ball am Boden zeigen.

HINTER DEM 
BALL BLEIBEN

Russell Henley instruction on Wednesday August 5, 2015 at Firestone Country Club in Akron, OH.

Um dem Ball mehr Power zu verleihen, müssen Sie unbedingt mit dem Oberkörper bis nach dem Impact hinter dem Ball bleiben.

Alle bisherigen Tipps zielen darauf ab, auf derselben Ebene abzuschwingen, auf der schon der Rückschwung stattgefunden hat. Wenn Ihnen das gelingt, werden Sie viele Fairways treffen. Aber wir wollen den Ball ja nicht nur präzise schlagen, sondern auch lang.
Um dem Ball mehr Power zu verleihen, müssen Sie unbedingt mit dem Oberkörper bis nach dem Impact hinter dem Ball bleiben. Im Abschwung sollten Sie Ihren Unterkörper zwar in Richtung Ziel schieben. Aber vermeiden Sie, dass auch Ihr Kopf in diese Richtung gleitet, bis der Ball weg ist. Ich verhindere diese schädliche Bewegung, indem ich meine Beine fest gegen den Boden stoße und gleichzeitig meine linke Hüfte kraftvoll zum Ziel drehe. Dadurch neigt sich mein Oberkörper vom Ziel weg. Und das erlaubt es mir, meine Körpermasse einzusetzen und dadurch Druck auf den Ball auszuüben.

ZURÜCK ZUR AUSGANGSPOSITION

Denken Sie daran: Der Abschwung „passiert“ einfach. Sie können ihn nicht wie den Rückschwung „durchdenken“. Deshalb ist der letzte zu beachtende Punkt auch kein Schwunggedanke, sondern ein Ziel. Im Treffmoment sollte der Schläger in nahezu derselben Position sein, in der er beim Ansprechen war. Zum einen bedeutet das, dass der Winkel des Schafts zum Körper in der Ansprechposition und im Impact gleich aussieht (von hinten betrachtet in Verlängerung der Ziellinie).
Zum anderen – und das ist noch wichtiger – sollte der Schaft im Impact wieder im 90-Grad-Winkel zum Ball stehen, wie schon in der Ansprechposition. Dann fliegt der Ball auch dorthin, wo ich am Anfang hingezielt habe. Machen Sie ein paar verlangsamte Probeschwünge, um ein Gefühl für diese „Rückkehr“ zu bekommen. Ihre Hände sollten sich beim Impact direkt in einer Linie mit dem Tee befinden. Wenn es Ihnen gelingt, dieses Gefühl umzusetzen, werden Sie den Ball besser denn je driven!

Inside Russel Henley (26)
Der Amerikaner ist zweimaliger Turnier-sieger auf der PGA Tour und belegte in der Saison 2015 den siebten Rang im „Total Driving“. Diese Statistik kombiniert Länge und Genauigkeit miteinander.

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