Freddy Schott holt ersten Sieg!
Unfassbar! Freddy Schott holt bei der Bahrain Championship auf dem Royal Golf Club seinen ersten Toursieg. In einem nervenaufreibenden Play-off gegen den Sieger der Vorwoche, Patrick Reed, und den Schotten Calum Hill setzt sich Schott am zweiten Extra-Loch durch.
Der 24-Jährige ist damit der erste deutsche Sieger des Jahres – und der erste seit Nicolai von Dellingshausen in Österreich 2025. Im hochemotionalen Siegerinterview konnte Schott noch nicht ganz in Worte fassen, was er gerade erreicht hatte: „Es ist einfach unfassbar. Ich weiß gerade gar nicht, was passiert ist, bin glücklich, überrascht und finde kaum Worte dafür. Ich bin unglaublich stolz und unendlich dankbar für meinen Caddie [Takashi Ohagen Anm. d. Red.].“
Der Sieg bringt ein Preisgeld von 392.282 Euro sowie eine gesicherte Tourkarte für die nächsten beiden Saisons. Ein Startplatz bei der Open Championship ist nicht garantiert, jedoch hat Schott seine Chancen mit dem Sieg stark verbessert. Außerdem sollte Schott am Montag (2.2.2026) in die Top 200 der Welt aufsteigen.
Jetzt bin ich angekommen – jetzt gehöre ich dazu.
Freddy Schott
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So ist es gelaufen …
Bereits ab dem ersten Tag zeigte Freddy Schott, dass er den Royal Golf Club an der Küste Bahrains im Griff hatte. Mit sechs unter Par nach nur sieben gespielten Löchern setzte sich der Spieler vom Düsseldorfer GC früh an die Spitze des Feldes. Zunächst war es allein der Schotte Calum Hill, der Schott mit einer Fabelrunde am Freitag (61; -11) von Platz eins verdrängen konnte.
Am Wochenende meldete sich dann die Prominenz im Titelrennen an: Die Masters-Champions Sergio García und Patrick Reed erhöhten spürbar den Druck auf die Führenden. Reed arbeitete sich in der finalen Runde schließlich bis ganz nach vorne und vergab auf Spielbahn 72 den Siegputt nur um wenige Zentimeter.
Freddy Schott bleibt cool im Play-off
Bei 17 unter Par ging das Trio Schott, Hill und Reed in die Verlängerung. Der US-Amerikaner nahm sich mit einem verzogenen Abschlag auf dem ersten Extra-Loch schnell selbst aus dem Rennen, während Hill und Schott jeweils das Par notierten. Neue Runde, neues Glück.
Zurück am Abschlag der 18 war es dann Hill, der seinen Tee-Schuss mit einem Pull-Hook aus dem Lehrbuch in Richtung Driving Range verriss. Die Nervosität hatte zugeschlagen und eröffnete Schott die Chance, auf Nummer sicher zu gehen.
Manch einer hätte an dieser Stelle auf den Driver verzichtet und zu Holz oder Eisen gegriffen. Schott jedoch blieb seinem Big-Stick treu: Sein Abschlag blieb trocken und im Spiel. Der anschließende Schlag landete knapp neben dem Grün, wo sich Hill erst mit dem sechsten Schlag blicken lies und seinem Kontrahenten anschließend den Sieg schenkte.
Gratulation Freddy!!!
Wie geht es weiter auf der DP World Tour?
In der nächsten Woche geht es für den Golfzirkus in den Nachbarstaat zum Qatar Masters. Hier stehen erneut 2,75 Millionen US-Dollar auf dem Spiel. Aus deutscher Sicht sind erneut Marcel Schneider, Nicolai von Dellingshausen und Freddy Schott am Start.
