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Golfclub Beuerberg: Viel mehr als nur 18 Löcher

Der Golfclub Beuerberg im bayerischen Alpenvorland ist seit über 40 Jahren eine der angesagtesten Adressen im deutschen Golfsport. Golfer aus der ganzen Welt reisen an, um diese besondere Atmosphäre auf Gut Sterz zu erleben. GM sagt: Nichts wie hin!

GC Beuerberg, Golf Magazin

GC Beuerberg, Bahn 10 links
Alpenaussicht insklusive

Die Terrasse ist mal wieder bestens besetzt – wie so oft in Beuerberg. Plötzlich quietscht es. Ein Cart hält direkt neben einem Tisch. Ein älterer Herr steigt aus, von der Runde der Hitze leicht gezeichnet, und lässt sich auf einen Stuhl fallen. Er zückt die Scorekarte, vergleicht die Ergebnisse mit seinen Mitspielern, anschließend wandern ein paar Scheine über den Tisch. Der ältere Herr ist kein Unbekannter: Howard Carpendale (80).

Dass hier ein Superstar eine Runde dreht, sorgt in Beuerberg allerdings kaum für Aufsehen. Er ist ein langjähriges Mitglied, und er genießt diese Normalität im Club. Genauso wie Schauspieler Heiner Lauterbach. So bekannt die Namen auch sind: Auf Gut Sterz können sie sich ganz selbstverständlich als normale Clubmitglieder bewegen. Über der urgemütlichen Anlage liegt ein Hauch von Country Club, Snobismus allerdings ist der Gemeinschaft fremd. Man sieht sich als Familie – als Gemeinschaft von Menschen mit ähnlichen Wertevorstellungen, die Golf, Kulinarik und das Miteinander schätzen. Man verzichtet auf strenge Regeln und findet in Beuerberg vor allem eines: Lebensqualität. Egal wer kommt, man soll genießen und sich wohlfühlen.

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Howard Carpendale

Golfclub Beuerberg: Weg vom Mainstream

Softspikes sind Pflicht. Viel mehr gibt es zur Kleiderordnung eigentlich nicht zu sagen. Jeans? Kein Problem. Modische Golfbekleidung? Gerne. Gewisse ästhetische Grundsätze sollten trotzdem gelten, und Wer mag, kann auch in kurzen Shorts oder im Spaghettiträger-Top auf die Runde gehen. Das passt zu einem Club, der sich seit jeher ein wenig anders definiert. Hier wird gezockt, gelebt und genossen. Beuerberg ist kein Ort steifer Rituale, sondern einer, an dem Golf und Lebensfreude selbstverständlich zusammengehören. Manche nennen das Schickimicki, andere halten es für wenig sportlich. Wer Beuerberg erlebt hat, weiß es besser. Der Club geht konsequent seinen eigenen Weg.

Donald Harradine und die Anfänge auf Gut Sterz

Begonnen hat die Geschichte des GC Beuerberg 1982 mit Urs und Isolde Zondler. Das Ehepaar war von der außergewöhnlichen Lage von Gut Sterz fasziniert und hatte die Vision, hier einen Golfclub zu schaffen, der weit mehr sein sollte als 18 Löcher. Gemeinsam mit dem schottischen Golfplatzarchitekten Donald Harradine entstand auf 119 Hektar eine großzügige Anlage, deren Fairways durch natürliche Wasserläufe und alten Baumbestand voneinander getrennt werden.

Das Doppelgrün der Bahnen 9 und 18 thront vor der Clubhausterrasse – dahinter öffnet sich ein Panorama, das selbst weit gereiste Golfer innehalten lässt: der Blick auf die Alpenkette mit der stets präsenten Benediktenwand.

Vom schönsten Golfplatz Deutschlands zum internationalen Renommee

Schon zehn Jahre nach der Eröffnung wurde Beuerberg erstmals zum schönsten Golfplatz Deutschlands gewählt.
Designer Harradine hat es wunderbar verstanden, einen attraktiven Platz in die Voralpenlandschaft zu integrieren. Die 18 Bahnen vermitteln Spaß und die Grünqualität verdient besonderes Lob. Es folgten internationale Auszeichnungen sowie die Aufnahme in exklusive Vereinigungen wie »World of Leading Golf« und »Finest Golf Clubs of the World«; 2019 kam die Aufnahme in die »Platinum Clubs of Europe« hinzu. Bei der Gastronomie steht man regelmäßig ganz oben. Doch Pokale und Rankings erzählen nur einen Teil der Geschichte.

Golf und Gastronomie: Die besondere DNA von Beuerberg

Die Zondlers verstanden früh, dass ein außergewöhnlicher Golfclub nicht am 18. Grün endet. Ein wesentlicher Teil davon ist die Gastronomie: Spitzenküche, herzlicher Service und Gastgeber, die persönlich präsent sind. Das Clubhaus ist das Wohnzimmer der Zondlers. Die große Terrasse mit Blick auf Platz und Berge ist sein Mittelpunkt. Hier werden Birdies gefeiert, verlorene Matches bezahlt, Geschichten erzählt und aus einer schnellen Runde nicht selten ein langer Abend.

Isolde Zondler, Andreas Ditter, Urs-Zondler, Melanie Ellis-Ditter (v.l.), GC Beuerberg, 2026
Die Führungsriege in Beuerberg: Isolde Zondler, Andreas Ditter, Urs-Zondler, Melanie Ellis-Ditter (v.l.)

Golfclub Beuerberg: Neue Führung seit 2026

Seit Februar 2026 wird die Geschichte des Golfclubs Beuerberg in neuer Konstellation weitergeschrieben. Mit Melanie Ellis-Ditter und ihrem Mann Andreas Ditter sind zwei langjährige Mitglieder ins Management eingestiegen, die Beuerberg nicht erst kennenlernen müssen. Sie kennen den Club, seine Menschen und seinen besonderen Charakter aus eigener Erfahrung. Gemeinsam haben sie die operative Leitung übernommen. Ein Generationswechsel mit Beuerberger Handschrift: kein Bruch mit dem Gewachsenen, sondern der Anspruch, das besondere Lebensgefühl von Gut Sterz zu bewahren und zugleich in die Zukunft zu führen. »Wir leisten uns den Luxus, eine Familie zu sein.« Dieser Satz erklärt Beuerberg besser als jede Auszeichnung, denn man kennt sich und man schätzt langjährige Mitarbeiter. Man spielt miteinander, isst miteinander und feiert miteinander.

Die Anlage mit ihrer gelungenen Infrastruktur bildet die Bühne für dieses besondere Beuerberger Lebensgefühl. Genau darin liegt vielleicht das Geheimnis – Beuerberg vergleicht sich nicht mit anderen Anlagen. Man ist so wie man ist, und darauf ist man stolz.  Dass dieses Konzept dennoch weit über die Region hinaus ankommt, zeigte sich auch beim Besuch einer Golfgruppe aus Asien. Bei der Abreise waren sie sich einig: »Die Kombination ist faszinierend, Beuerberg muss man mal erlebt haben.«

GC Beuerberg-Aussicht (265)-netto, Benediktenwand
GC Beuerberg – Doppelgrün 9 und 18

GM–Bewertung: 4,5 Sterne
Gut Sterz 3, 82547 Beuerberg
Tel. +49 (0) 8179 617, golfclub-beuerberg.de
18 Löcher, 6.262/5.569 Meter (H/D)
Par 74, CR 73,3/75,5, Slope 135/136

Greenfee: 90 Euro; Sunset ab 16 Uhr 65 Euro; Wochenende/Feiertage nur in Begleitung von Mitgliedern oder auf Anfrage

Gut zu wissen

Head-Pro ist seit 2002 Christian Neumaier. Der Fully Qualified Professional der PGA of Germany genießt einen exzellenten Ruf und hat mehrere Pros, darunter David Frost, erfolgreich auf der Tour betreut.

Es gibt acht fantastisch eingerichtete Appartements und eine großzügige Ferienwohnung. Die Zimmerpreise liegen bei Buchungen von einer bis zwei Übernachtungen ab 90 Euro.

Vierbeiner mit »Platzreife« dürfen mit auf die Runde; außerdem stehen fünf Hundezwinger mit Hütten zur Verfügung.

Wie wäre es mit einer Abkühlung im Starnberger See? Das Ambacher Erholungsgebiet ist mit dem Auto in gerade einmal 15 Minuten erreichbar.

Lust auf Wandern? Dann auf zum Blomberg und den Zwiesel-Rundweg erkunden.