Starker Auftakt für die deutschen Spielerinnen bei der MCB Ladies Classic auf Mauritius: Nach der ersten Runde auf dem Legend Course im Constance Belle Mare Plage liegen Alex Försterling und Celina Sattelkau (beide -4) unter den Top 5 und bringen sich damit früh in eine vielversprechende Position.
Alex Försterling: »Sehr, sehr happy«
»Ich bin auf jeden Fall sehr, sehr happy und ich würde sagen es war sehr stabil, konstant, ich habe gut geputtet und keinen Bogey gemacht«, sagte die Berlinerin direkt im Anschluss der Runde.
Celina Sattelkau: »Mal schauen, was da noch so geht«
Tour-Kollegin Celina Sattelkau positioniert sich schlaggleich auf Rang 4. Das Bogey-Bogey-Finish trübt die Stimmung der Sankt-Leon-Rotherin kaum: »Ich habe eingechippt heute, zwei Mal einen langen Putt gelocht und bin froh, dass ich gut starten konnte. Es ist schwieriges Golf auf der Tour. Da sind die Fehler sehr nah.« Auch mit dem auffrischenden Wind konnte die 24-Jährige umgehen und legt einen exzellenten Turnierstart hin: » Die letzten paar Woche bin ich meist über Par ins Turnier gestartet. Von daher ärgere ich mich auch nicht über das Bogey-Bogey-Finish – zwischenzeitlich sogar bei -6. Also schaue ich mal, was da noch so geht«, sagt Celina Sattelkau gegenüber Golf Magazin direkt nachdem sie ihre Scorekarte abgegeben hat.
Platzrekord: Agathe Laisné (FRA) führt mit -8
Die Führung beim erstmals ausgetragenen Turnier der Ladies European Tour (LET) übernimmt die Französin Agathe Laisné. Die aktuelle Führende der LET Order of Merit spielte zum Auftakt eine herausragende 64 (-8) und stellte damit einen neuen Platzrekord auf. Die 26-jährige Pariserin erwischte einen glänzenden Start in die Woche auf Mauritius. Insgesamt notierte sie zehn Birdies auf ihrer Runde. »Das Putten war definitiv der beste Teil meines Spiels. Es ist sehr zufriedenstellend, so viele Birdies und Putts zu machen«, sagt Laisné.
Cara Gorlei und Smilla Tarning Sønderby in der Verfolgerrolle
Auf Rang zwei liegt die Südafrikanerin Cara Gorlei, die mit einer 65 (-7) nur einen Schlag hinter Laisné blieb. Ihre Runde umfasste zwei Eagles, sechs Birdies und drei Bogeys. Dahinter folgt Smilla Tarning Sønderby aus Dänemark mit einer 66 (-6).
Hole-in-One von Diksha Dagar
Ein besonderes Highlight des Tages gelang der Indierin Diksha Dagar (-4). Der Mitspielerin von Alexandra Försterling gelang gleich auf ihrer zweiten Bahn (sie startete auf Loch 10) ein Hole-in-One. Dagar gehört zu den zehn Spielerinnen, die sich bei -4 die Position 4 teilen. Auch die Engländerin Ellen Hume, die vergangene Saison noch auf der LETAS spielte, gab mit sieben Birdies eine gute Scorekarte ab. Für die 26-Jährige ist es das dritte LET-Turnier dieses Jahr. Über die Turnierlocation sagte sie: »Ich bin noch ganz überwältigt. Sonst wohnen wir in B&Bs und teilen uns schlichte Unterkünfte. Dass das Constance Resort Belle Mare Plage uns Spielerinnen ein bezahlbares Angebot gemacht hat, damit wir hier direkt wohnen können und das alles genießen können, ist einfach super.«
Drei Runden, Cut nach 36 Löchern
Die zweite Runde der MCB Ladies Classic 2026 beginnt um 7 Uhr Ortszeit. Nach 36 Löchern erfolgt der Cut auf die besten 60 Professionals und Schlaggleiche.
Das Turnier wird über 54 Löcher im Zählspiel ausgetragen. Das Preisgeld beträgt 400.000 Euro.
Schmitt und Kauffmann gut dabei
Aus deutscher Sicht verlief Runde 1 gut. Neben Försterling und Sattelkau, die sich ganz oben platzieren, blicken auch Patricia Isabel Schmitt (-1) und Caro Kauffmann (+1) jeweils auf eine sehr solide Runde zurück. »Ich habe gut gekämpft und eigentlich ganz gut geputtet«, sagt die Schwäbin, die auf ihren Back Nine fünf Birdies gezaubert hatte und 1 unter Par ins Clubhaus bringt.
Im Flight von Caro Kauffmann war es immer wieder regeltechnisch interessant. »Der Referee musste mehrfach gerufen werden«, sagte Partner und Caddie Christoph. Doch Kauffmann (Rang 64) behielt die Nerven: »Ich hatte keinen guten Start und habe direkt einen Doppelbogey auf Loch 2 gemacht«, sagte die Marienburgerin, die im vorletzten Flight spielte, der kurz vor Sonnenuntergang noch reinkam. »Mit dem Gesamtergebnis bin ich jetzt doch ganz zufrieden«, erklärte Kauffmann weiter. Mit Blick auf Runde 2 drücken wir die Daumen, dass vier Plätze gut gemacht werden – denn dann geht’s in die Finalrunde der Top 60.
