Equipment

Ball-Quartett im Test – Equipment

TaylorMade will seine Marktanteile bei den Golfbällen weiter ausbauen. Wir haben uns vier Modelle näher angeschaut und ausführlich getestet.

Getty

GM-Balltest
GM-Balltest

TaylorMade gibt im Ball-Segment ordentlich Gas. Die Kalifornier investierten zuletzt stolze 100 Millionen US-Dollar in neue Fabriken, Forschung und Qualitätskontrolle und andere Bereiche. Das aktuelle Portfolio reicht vom SpeedSoft für Spieler, die ein weiches Gefühl schätzen, aber nicht ganz so tief in die Tasche greifen möchten, über den Tour Response bis zu den Premium-Modellen TP5 und TP5x. GM hat die vier Modelle im neuen Seven Tees Brunnthal im Münchner Süden auf den Prüfstand gestellt und mithilfe der neuen Launch-Monitore von Trackman IO einige interessante Daten gesammelt.

SpeedSoft

Das 2-Piece-Modell mit Ionomerschale richtet sich an Spieler, die nicht ganz so viel in ihr Ballfach investieren möchten. Dabei zeichnet das Modell, mit vergleichsweise niedriger Kompression, vor allem ein sehr weiches Gefühl bei Schlägen mit Wedge und Eisen aus. Die PWRCore-Technologie stellt auch beim günstigen Ball im TaylorMade-Portfolio sicher, dass er bei den Drive-Längen mit den Schwestermodellen mithalten kann. Bei unserem Test erzielte der SpeedSoft Top-Werte bei den Abschlägen. Deutlich wird auch: Aufgrund der Bauart und Materialauswahl kann der SpeedSoft bei den Pitches und vollen Wedge-Schlägen nicht ganz mit den Spin-Werten der teureren Alternativen (Schale aus Urethan) mithalten.

TM-Speedsoft
TM-Speedsoft

Der Ballflug bei den Wedge-Schlägen gestaltet sich etwas höher und weniger bissig, was zu etwas weniger Kontrolle führt. Bei Eisen- und Driver-Schlägen sind die Unterschiede hingegen nur minimal. Auffällig war, dass die Schale nach den etwa 50 vollen Schlägen im Simulator anders als bei den anderen getesteten Bällen leicht beeinträchtigt war. Neben zwei Farbvarianten (Weiß und Gelb) gibt es den SpeedSoft in der sogenannten SpeedSoft-Ink-Version mit Farbklecksen in grün, rot, blau und pink.

Preis: 36 Euro pro Dutzend (SpeedSoft Inc: 38 Euro)

Tour Response

Etwas härter und mit Urethan anstelle der Ionomerhülle hat der Tour Response viele Eigenschaften eines High-End-Balles. Vor allem Spieler mit moderater Schwunggeschwindigkeit, die auf viel Spin rund ums Grün Wert legen, könnte das Modell mit etwas geringerer Kompression als bei der TP5-Famile gefallen. Der 2022 letztmals aktualisierte Ball ist in puncto Wedge-Spin fast auf der Höhe der Tour-Modelle. Er hebt sich in dieser Kategorie deutlich vom SpeedSoft ab. Auffällig: Sowohl bei den Schlägen mit den Eisen und dem Driver produzierte der Tour Response den höchsten Ballflug. Mit der Stripe-Zielhilfe bietet TaylorMade auch bei diesem Modell eine innovative Zielhilfe an, die vor allem auf den Grüns zu erhöhter Treffsicherheit führen kann. Fazit: Vom Preis-Leistungsverhältnis ist der Tour Response definitiv einer der interessantesten Bälle auf dem Markt.

TM-Tour-Response
TM-Tour-Response

Preis: 48 Euro pro Dutzend

TP5 und TP5x

Vor allem der Klang stand bei der Entwicklung der neuen TP5-Serie im Fokus. Hauptverantwortlich dafür ist der sogenannte Speed Wrapped Core. Durch die Kombination des neuen Kerns mit etablierten Technologien wie dem Speed-Layer-System und dem aerodynamischen Dimple-Muster hat das 5-Piece-Modell nicht nur auf den Touren weltweit (unter anderem Nelly Korda und Rory McIlroy) viele Fans. Laut Hersteller generiert der TP5 (Kompression: 53) etwas mehr Wedge-Spin. Der TP5x (Kompression: 71) soll hingegen seine Stärke vor allem bei der Schlaglänge mit den langen Eisen und Hölzern ausspielen.

TM-TP5x
TM-TP5x

Unsere Tests zeigen beim Wedge-Spin nur marginale Differenzen; und bestätigen, dass der TP5x bei den Schlägen mit dem Driver und Eisen 7 etwas mehr Höhe und Carry-Länge produziert. Erhältlich sind die Modelle in Gelb, Weiß sowie der Pix-Variante, die durch das visuelle Muster (ClearPath Alignment) das Zielen erleichtern soll.

Die Werte im Überblick
Die Werte im Überblick

Preis: 63 Euro pro Dutzend
Info: taylormadegolf.eu