Drive2Drive International Reise

Roadtrip Ras al Khaimah: Esel, Kamele, keine Birdies

Golf, Reise & Lifestyle. Während unseres Roadtrips verbindet das Golf Magazin die schönsten Nebensachen der Welt. Wir fahren eine Woche durch die Vereinigten Arabischen Emirate, spielen die besten Golfplätze, besuchen die Hotspots der Region und stellen die schönsten Golfhotels vor.

Bahn 9 ist mit 512 Metern eines der längsten Löcher auf dem Al Zorah Golf Club
Bahn 9 ist mit 512 Metern eines der längsten Löcher auf dem Al Zorah Golf Club

Esel, Kamele und keine Birdies

Unser erster Streckenabschnitt führt uns ins 125 Kilometer von Dubai entfernte Ras al Khaimah. Das nördlichste Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) steht noch etwas im Schatten der berühmten Millionenmetropolen Dubai und Abu Dhabi, kann aber mit einem der besten Hotels am Persischen Golf aufwarten.

Das Waldorf Astoria Ras al Khaimah hält, was der Name und das berühmte Schwesterhotel in New York verspricht. Eleganter und kein protziger Luxus, perfekter Service und Diskretion. Ein Hauptgrund, warum besonders viele arabische Gäste hier direkt am Meer einchecken und in ihren weißen und schwarzen Gewändern für eine authentische Atmosphäre sorgen.

Auf dem xxxx ist das Greenfee im Vergleich zu deutschen Clubs mit 125 Euro vergleichsweise hoch. Aber es lohnt sich dennoch hier aufzuteen.
Auf dem Al Hamra Golf Course ist das Greenfee vergleichsweise hoch. Es lohnt sich dennoch hier aufzuteen.

Gäste aus Deutschland dürfte aber in erster Linie andere Gründe hierher führen. Zum Beispiel die hervorragende Küche. Neben fünf weiteren Restaurants (u.a. Seafood und Japanisch) ist es dem Waldorf Astoria Ras al Khaimah als einziges Hotel in VAE gestattet, Fleisch nach Dry Age-Art abzuhängen. Die Steaks, die der jamaikanische Küchenchef Lij Heron im „Lexington Grill“ auf den Teller zaubert, sollten auch für auswärtige Hotelgäste für einen kulinarischen Abstecher ins Waldorf Astoria auf der To-do-Liste stehen. Ein absoluter Hochgenuss!

Der Al Hamra Golf Course wartet (Greenfee ca. 240 Euro) mit 18 topgepflegten und abwechslungsreichen Bahnen, deren schnelle und wenig ondulierten Grüns eine treue Puttlinie garantieren, auf Sie.

Auf zum zweiten Golfplatz unsere Tour: dem Al Zorah Golf Club. Wir brauchen für die knapp 60 Kilometer lange Strecke nach Ajman fast eine Stunde. Das liegt vor allem daran, das man wegen der Geschwindigkeitsbegrenzung in VAE von maximal 120 Stundenkilometer nicht all zu schnell fahren darf. Und natürlich am Traffic und gelegentlich ungewöhnlichen Verkehrsteilnehmern. Zwischen den Städten kommt es immer wieder vor, dass die Straßen von Eseln und Kamelen gekreuzt werden.

Am Al Zoran Golf Club angekommen, steht auch hier schon das Golfcart mit gekühlten Getränken bereit. Die erste Wasserflasche ist auf dem Weg vom Clubhaus bis zum ersten Abschlag in der Mittagssonne dann auch schon leer getrunken. Eine schier endlose Holzbrücke führt über die Lagunenlandschaft vorbei an Mangroven zur ersten Teebox.

Im Al Zoran Golf Club – von Niklaus Design gebaut – sollte man unbedingt für eine Runde Golf anhalten. Das Greenfee: ca. 150 Euro.

Unser Tipp: Buchen Sie eine Startzeit am Morgen. Dann spült die Flut ausreichend Wasser in das Gebiet. Am Nachmittag ähneln viele Wasserhindernisse dem Schwarzen Meer und sind fast vollkommen ausgetrocknet. Das erleichtert das Finden von verzogenen Abschlägen, mindert allerdings etwas die Freude über das ansonsten spannende Platzdesign.

Die Firma des 18-maligen Majorchampions hat ganze Arbeit geleistet. Hier hat man großen Spielspaß und kann erahnen, dass dieser jüngste Golfplatze der Gegend zu den sportlichen Golf-Highlights in VAE werden könnte.

Der 18-Löcher Championship-Course besticht durch ultraschnelle Grüns, clever und trickreich angelegte Bunker (der Sand ist fein wie Mehl) und die wellenartige Struktur der Fairways. Durch eine karge Bepflanzung und große Sandfelder zwischen den einzelnen Löchern kommt ein richtiges Linkscourse-Feeling auf. Der ungewöhnlich harte Boden verhilft zu überdurchschnittlich langen Abschlägen. Ein Vorteil, der sich durch schwierige Fahnenpositionen und die stark ondulierenden Grüns aber auf der Scorekarte letztlich nicht automatisch wiederfindet.

Trotz zahlreicher Chancen um die Lochvorgabe zu unterspielen, sind für uns auf diesem Platz Pars das höchste der Gefühle. Und so geht es ohne Birdie zurück ins Hotel. Auf dem Weg dorthin erfreuen wir uns dafür an den zahlreichen Kamelen am Straßenrand.