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100 Schläge im Abu Dhabi Golf Club

Golf, Reise & Lifestyle. Während unseres Roadtrips verbindet das Golf Magazin die schönsten Nebensachen der Welt. Wir fahren eine Woche durch die Vereinigten Arabischen Emirate, spielen die besten Golfplätze, besuchen die Hotspots der Region und stellen die schönsten Golfhotels vor.

Folge 5:
Putt-Desaster im Abu Dhabi Golf Club

Grundsätzlich ist es für jeden Hobbygolfer von Vorteil, kurz vor einer Runde Golf noch schnell einen Blick auf die Tips, Tricks- und Trainingsgeschichten auf Golf Magazin online zu werfen. Dass wir darauf heute verzichten haben, wird sich noch ganz, ganz bitter rächen. Denn das Studium der Putt-Geschichte (No more 3-Putts!) unseres Online-Coaches Paul Dyer wäre eine Pflichtlektüre gewesen.

Aber der Reihe nach…

Die Nacht war kurz. Die Aufregung groß. Und der erste Blick am frühen Morgen aus dem Fenster des direkt am Platz gelegenen Zimmers im Clubhotel The Westin Abu Dhabi Golf Resort & Spa lässt die Knie weich werden. Die Tribünen, das VIP-Zelt, die überdimensionalen Flachbildschirme, die unzähligen Werbebanner – das komplette Setting inklusive des hohen Roughs der HSBC Abu Dhabi Championship, die am Vortag US-Star Rickie Fowler mit einem Schlag Vorsprung gewann, ist unverändert. Hier, auf dem des Championshipcourse des Abu Dhabi Golf Club, wird uns heute die Ehre zu teil, zu spielen.

Das Besondere: Wir schlagen von den gleichen Tee-Positionen ab wie Rickie Fowler, Martin Kaymer, Jordan Spieth, Rory McIlroy und Co. nur 24 Stunden zuvor. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen sind auch die Fahnenpositionen, die am Schlusstag traditionell besonders schwer gesteckt sind, unverändert. Anspruchsvoller geht es also nicht! Aber ganz ehrlich: Auch kein bisschen cooler!

Die nackten Zahlen: Das Gelände des Abu Dhabi Golf Club, dessen Platz im Jahr 2000 eröffnet und von Peter Harradine entworfen wurde, misst insgesamt 162 Hektar. Von den Champions-Abschlägen gespielt, hat der Platz eine Gesamtlänge von 6950 (!) Metern. Insgesamt sieben Seen und fast 100 Bunker werden uns das Leben schwer machen. Die größte Gefahr lauert aber direkt neben dem Fairway: Das Rough aus Bermudagras. Selbst die Profis liegen grundsätzlich lieber im Bunker, als ihre Bälle aus dieser brutal schwer zu spielenden Grassorte zu bekommen.

Damit haben auch die Profis am Tag zuvor ihre Probleme gehabt. Aber wir suchen nach keinen Entschuldigungen oder Ausreden und nehmen den Kampf gegen das, bei diesem Setting für Hobbygolfer Monster von einem Golfplatz an.

Kurz zur Ausgangsposition: Ich, der Autor dieser Geschichte, habe einen – zumindest für jeden Golfästhet – grausamen (Hockey)-Schwung, dafür aber ein wenig Power am Abschlag, ein solides Spiel auf dem Fairway, bin aber nicht konstant bei Annäherungen und grausam nervös bei jedem Bunkerschlag und Putt. In der Summe bedeutet das ein Handicap von 13. Ich habe zwei Ziele für die heutige Runde: Es soll mich bitte nicht komplett zerlegen und ich möchte wenigstens ein Loch im „direkten Vergleich“, gegen Rickie Fowler gewinnen, der sich mit Runden von 70, 69, 64 und 69 Schlägen hier als Champion den Siegercheck von 409.686 Euro abholte.

Wir, das sind Tom, Clinton und Richard, drei Engländer und allesamt Pros, und ich, starten unsere Runde an Bahn 7. Auf geht’s. Los geht’s. Ab geht’s…

Bahn 7:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 7 (Par 3, 182 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 7 (Par 3, 182 Meter)

Mit einem Par 3 in eine Runde zu starten, fühlt sich immer etwas doof an. Besonders, wenn man zuvor keine Zeit hatte auf der Driving Range ein paar Bälle zu schlagen. Zudem sorgt die Länge von 182 Metern für Unsicherheit. Die Fahne ist ganz rechts, kurz hinter dem Bunker und unmittelbar vor der Wassergrenze gesteckt. Eisen 5 sicher nach links vor das Grün legen oder Angriff mit dem Hybrid? Die Antwort ist schnell gefunden. Hier schlug Fowler am Vortag seinen Abschlag ins Wasser und ging mit einem Double Bogey vom Grün. Die Chance gleich Teil 1 unseres Plans (ein Loch im „direkten Duell“ gegen Fowler zu gewinnen) umzusetzen. Also: Angriff! Hybrid hoch aufgeteet und… wie bei Fowler segelt der Ball rechts ins Wasser. Das geht ja gut los. Ich droppe, der Challenge wegen, genau dort, wo auch Fowler seinen zweiten Ball am Tag zuvor spielte. Mein Chip ist kurz. Viel zu kurz. Der anschließende Putt zum Bogey geht deutlich links am Loch vorbei. Ein Vorgeschmack darauf, was auf den Grüns noch alles passieren soll. Wenigstens zittere ich den zweiten Putt und damit Schlag fünf aus vier Metern ins Loch. Double Bogey und damit „all Square“ mit Rickie. Kleine Randnotiz: Martin Kaymer spielte hier am Vortag ein Triple Bogey (!).

Bahn 8:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 8 (Par 5, 546 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 8 (Par 5, 572 Meter)

Das erste Par fünf des Tages. Grundsätzlich mag ich lange Löcher. 546 Meter sind aber schon eine Ansage, zumal Rickie Fowler hier am Vortag sein Malheur vom Vortag ausbügelte und ein Eagle spielte. Das ist trotz eines guten Abschlags, der Mitte Bahn landet, ausgeschlossen. Für Schlag zwei nehme ich das Hybrid und liege nach zwei Schlägen rund 30 Meter vor dem Grün. Die Annäherung landet vor der Fahne. Aber auf den knallharten Grüns ist es – zumindest für einen Wiesenhacker wie mich – fast unmöglich, den Ball zum Stoppen zu bekommen. Der Ball rollt ans hintere Ende des Grüns und 15 Meter weg vom Loch. Aber: Birdieputt – Wahnsinn! Die Nervosität ist spürbar. Und leider auch sichtbar. Der Putt rollt zwei Meter links – wo war jetzt eigentlich das Break? – am Loch vorbei und ist fünf Meter zu lang. Der anschließende Par-Putt ist deutlich zu kurz. Wenigstens mogelt sich Putt Nummer drei rein. Wie war das noch mit der Längenkontrolle beim Putten, Mister Paul Dyer? Ach ja, hatte ich ja nicht vor der Runde noch einmal gelesen…

Bahn 9:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 9 (Par 4, 417 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 9 (Par 4, 456 Meter)

Vom Feeling habe ich trotz der drei Putts zuvor ein gutes Gefühl, denn mein Driver lässt mich nicht im Stich. Für Schlag zwei benötige ich noch rund 200 Meter bis Grünanfang und treffe den Hybriden so gut, dass der Ball links hinter das Grün fliegt. Mein Chip aus dem Bermuda-Rough sieht auf den ersten Blick eigentlich gut aus und landet vor der Fahne. Dann aber rollt er unaufhaltsam auf den vorderen Grünbunker zu und landet schließlich auch im Sand. Der Bunkerschlag fliegt hinter die Fahne, wobei die Bunker eine Qualität haben, wie wir sie in Deutschland wirklich nur von den großen Profi-Events kennen. Mit zwei Putts geht mit einem Sandy-Bogey vom Grün.

Bahn 10:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 10 (Par 5, 554 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 10 (Par 5, 554 Meter)

Ein Monster von einem Loch! Schmales Fairway, viele Bunker und 582 Meter. Mein Glück, dass die langen Bälle bisher gerade fliegen. Driver, Hybrid, Hybrid und der Ball liegt kurz hinter dem Grün. Perfekte Ausgangslage. Eigentlich. Denn der Chip aus dem Bermuda ist viel zu kurz und nun beginnt auf dem Grün das erste wirkliche Desaster. Die Grüns sind so schnell und haben so viele kleine versteckte Breaks, dass sowohl Längenkontrolle als auch das Lesen der Linie eine Herkulesaufgabe darstellt. Zumindest für mich. Vier Putts später bin ich froh, dass es weiter zum nächsten Loch geht. Eine acht (!), statt des erhofften Pars (das Fowler hier spielte) oder wenigstens Double Bogey. Das hätte gereicht um zumindest mit Superstar Jordan Spieth „gleichzuziehen“, der hier am Schlusstag zwei Schläge über der Vorgabe blieb. Egal. Mund abputzen. Weiter geht’s…

Bahn 11:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 11 (Par 4, 381 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 11 (Par 4, 376 Meter)

Die Geschichte von Loch 11 ist schnell erzählt. Guter langer Abschlag. Eisen acht auf (!) das Grün. Bei allerdings einem 15-Meter-Putt ist von einem Birdie nur zu träumen. Und mein Putter bleibt kalt, beziehungsweise sind die Grüns einfach zu heiß. Der nächste 3-Putt. Bogey!

Bahn 12:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 12 (Par 3, 170 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 12 (Par 3, 170 Meter)

Jetzt sinkt es mir langsam aber gewaltig. Nein, das liegt nicht am etwas modrigen Geruch des künstlich angelegten Sees, den man carry überspielen muss, wenn man das Grün treffen will, sondern an meinem miesen Abschlag, den ich voll in den Boden hacke. Der Ball landet im Bermuda, liegt aber zum Glück obenauf. Wenn sich der Ball nicht eingräbt und unter den dicken Grasbüscheln verschwindet, kann man ihn sogar relativ gut ansprechen. Mir gelingt es mit viel Glück ein Eisen 7 aufs Grün zu spielen. Mit zwei Putts rette ich ein Bogey und bin natürlich happy mit dem Ergebnis. Besonders, weil ich das Wasserhindernis meiden konnte.

Bahn 13

Abu Dhabi Golf Club: Loch 13 (Par 4, 414 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 13 (Par 4, 414 Meter)

Der Abschlag landet zwischen den Bunkern sicher auf dem Fairway. Ein Eisen 5 könnte reichen, um das Grün in Regulation zu erreichen, wenn man denn den Schlag sauber treffen würde. Wenn… So landet der Ball links im Bermudagras. Nach langer, aber erfolgreicher Suche, bricht es einem beim Schlag aufs Grün fast das Handgelenk. Brutal, wie dicht dieses Gras ist und durch das Profisetting für das Turnier auch außergewöhnlich hoch. Zum ersten Mal stimmt die Längenkontrolle mit dem Putter und so geht es noch mit einem Bogey vom Grün. Randnotiz: Auch Max Kieffer, der einen starken 16. Platz – geteilt unter anderem mit Martin Kaymer, bei der HSBC Abu Dhabi Championship belegte, spielte am Schlusstag hier auch nur ein Bogey. Langsam wächst das Selbstvertrauen…

Bahn 14:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 14 (Par 4, 448 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 14 (Par 4, 450Meter)

Zwei Probleme: Das Loch ist lang und rechts wartet das Wasser auf einen Slice beim Abschlag. Glücklicherweise sind die Drives heute wie an der Schnur gezogen. Fairway. Dafür geht der Hybridschlag rechts ins Wasser. Jesus…! Strafschlag. Schlag vier ist aber ein echter „lucky shot“ und so gelingt der erste 1-Putt des Tages. Bogey trotz Strafschlag. Happy, happy, happy time!

Bahn 15:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 15 (Par 3, 162 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 15 (Par 3, 177 Meter)

Das nächste Par 3 stellt auf den ersten Blick kein besonders großes Problem dar. Doch der Abschlag ist ein Stück zu kurz und rollt somit das kleine Plateau herunter, auf dem das Grün liegt. Weil das Gras vor dem Grün in so einer traumhaften Verfassung und kurz geschnitten ist, kann man den Ball mit dem Putter aufs Grün legen. Nützt nur nichts, wenn man den nicht finalisieren kann. Wieder drei Schläge mit dem Putter. Bogey. Randnotiz von der Profitour: Auch ein Ian Poulter musste sich hier am Schlusstag mit einem Schlag über Par zufrieden geben. Geht doch: Ein Wald- und Wiesenhacker auf Weltniveau 😉 Naja…

Bahn 16:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 16 (Par 4, 434 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 16 (Par 4, 434 Meter)

Zum ersten Mal haben wir auf dem Kurs mit einem echt Dogleg (nach links) zu kämpfen. Umso wichtiger ist ein sicherer Drive aufs Fairway. Jetzt geht’s aber los. Abschlag ins Bermudagras. Schlag zwei ins Bermudagras. Schlag drei 10 Meter weit ins Bermudagras. Schlag vier quält sich aufs Grün, wo der nächste 3-Putt wartet. Ein ärgerliche 7 kommt auf die Scorekarte.

Bahn 17:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 17 (Par 4, 441 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 17 (Par 4, 441 Meter)

Die Vorfreude auf das 18. Grün steigt. Dort wartet mit den größten Zuschauer-Trüben und dem riesigen VIP-Zelt die spannendste Umgebung auf uns. Feel like Fowler! Aber vorher gilt es noch den 17. Abschlag zu bewältigen. Wenn man aber schon mit den Gedanken ein Loch weiter ist, passiert folgendes: Abschlag, zweiter ins Bermudagras, dritter in den Bunker, dort an der Kante hängen bleiben, Schlag vier getoppt und ans Ende vom Grün gespielt, drei Putts. Die nächste 7.

Bahn 18:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 18 (Par 5, 557 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 18 (Par 5, 557 Meter)

Endlich. Das Signature-Hole mit dem Blick auf das gigantische Clubhaus, das einem Falken nachempfunden ist. Überragend! Und irgendwie verleiht das nicht nur den Profis (die hier regelmäßig Eagles spielen) Flügel. Superdrive, Hybridschlag kerzengerade, Annäherung mit dem Eisen 9 aufs Grün. Nur leider unterhalb der Welle. Für ein Birdie – und damit dem Gewinn des Loches gegen Fowler, dem hier am Schlusstag ein Par zum Sieg reichte – muss ein Wunder her. Das bleibt zwar aus, die Freude ist dennoch riesig, da der zweite Putt fällt und das erste Par des Tages auf der Scorekarte steht. Ein Par auf diesem Platz ist für mich vergleichbar mit einem Birdie auf einem normalen Platz und nicht alltäglich. Mit dem Gefühl könnte man jetzt auch wunderbar ins Clubhaus einkehren. Aber auf uns warten noch ein paar Löcher. Zum Glück, den jede Sekunde, die man hier auf dem Platz verbringen darf, fühlt sich großartig an.

Bahn 1:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 1 (Par 4, 370 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 1 (Par 4, 387 Meter)

Berauscht vom Par an der 18 fliegt auch der Drive an der 1 – für uns heute Loch Nummer 13 – auf das Fairway und auch der zweite Schlag mit dem Hybrid landet auf dem Grün. Doch hier rächt sich wieder, die Tipps von Paul Dyer nicht gelesen zu haben. Überragende fünf Putts brauche ich bis der Ball ins Loch fällt. Wow! Zum Glück hat das unser Kameramann nicht auf Video, sondern hat nur Fotos gemacht.

Bahn 2:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 2 (Par 5, 582 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 2 (Par 5, 582 Meter)

Leider nimmt das Elend auf dem Grün kein Ende. Die Grüns sind einfach viel zu schnell und viel zu schwer zu lesen. Zumindest für einen Hobbygolfer wie mich. Zwar ergibt sich sogar die Chance auf ein Par, nachdem ich mit vier Schlägen auf dem Grün liege, aber drei Putts zerstören meine Hoffnungen und langsam glaube ich auch nicht mehr daran, noch ein Loch gegen Rickie Fowler gewinnen zu können. Wer so puttet, hat auf einem Championshipcourse auch einfach nichts verloren.

Bahn 3:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 3 (Par 4, 392 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 3 (Par 4, 392 Meter)

Wieder funktioniert der Drive. Auch das Hybrid, das ich zur Sicherheit nehme. Lieber etwas zu lang als keine Chance auf das Grün mit dem Eisen 5. Der Ball rollt zwar lange auf dem Grün, bleibt aber liegen. Und ich brauche – Sie ahnen es bereits – mal wieder drei Putts.

Bahn 4:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 4 (Par 3, 174 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 4 (Par 3, 174 Meter)

Optisch eines der schönsten Par 3-Bahnen des Platzes, aber genauso tricky. Abschlag in den Bunker, Bunkerschlag in Bunker, Bunkerschlag aufs Grün. Drei Putts – ja genau! Und so steht das nächste Triple Bogey auf der Scorekarte. Aber weiter, immer weiter… Zwei Chancen bleiben noch, um Rickie ein Loch abzunehmen.

Bahn 5:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 1 (Par 4, 469 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 5 (Par 4, 469 Meter)

Und auf einmal – kurz vor Schluss – ergibt sich doch noch einmal die große Chance ein Loch gegen Rickie Fowler „zu gewinnen“. Fowler spielte am Schlusstag hier „nur“ ein Par. Mein Drive sitzt perfekt und auch das Hybrid habe ich klasse getroffen. So bin ich mit zwei Schlägen auf dem Grün. Der Birdieputt ist sogar machbar – sieht gar nicht so schwer ist. Aber wie heißt es so schön: „Von fünf Millionen zu kurzen Putts, gehen 100 Prozent nicht rein!“ Dennoch bringe ich das zweite Par des Tages auf die Scorekarte.

Bahn 6:

Abu Dhabi Golf Club: Loch 6 (Par 4, 428 Meter)
Abu Dhabi Golf Club: Loch 6 (Par 4, 428 Meter)

Zum Abschluss unseres Tages wartet noch ein Par 4 auf uns. Hier heißt es: Vorsicht beim zweiten Schlag! Rechts und links ist Wasser. Mit dem dritten Schlag, einem kurzen Chip, liege ich auf dem Grün. Aber ich brauche wieder zwei Putts. Dennoch fühlt sich ein Bogey  hier oft wie ein Par an, weswegen ich mit einem guten Gefühl die Runde beende und mit den Jungs ein Kaltgetränk im Clubhaus trinke.

Fazit:
Am Ende steht eine 100 auf der Scorekarte, wovon die Hälfte der Schläge Putts gewesen sind. Nie wieder, werde ich Tipps von Paul Dyer ungelesen lassen… Dennoch bin ich zufrieden, sehr sogar. Hin und wieder hat man zumindest für den einen oder anderen Schlag das Gefühl, man kann es wie die Großen. Und bei dem einen oder anderen Loch können auch Wiesenhacker wie ich mit Handicap 13 „auf Augenhöhe“ mit einem Rickie Fowler spielen…

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Ein großartiger Golftag und eine einmalige Erfahrung. Jeder, der einmal zum Golfen in den Emiraten ist, sollte diesen Platz gespielt haben. Und auch wenn es normalerweise „nur“ erlaubt ist, von den schwarzen Tees für Männer abzuschlagen, rate ich Ihnen: Packen Sie den Driver ein und frühstücken Sie gut. Denn Power werden Sie hier brauchen!