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Bernhard Langer 50

Er ist immer wieder gefallen - und das nicht nur vor Freude wie beim Ryder Cup 1987. Er ist aber auch immer wieder aufgestanden - Bernhard Langer. Mit der ihm eigenen Konsequenz hat er trainiert, gespielt und gelebt. Herausgekommen ist eine einzigartige Karriere, auf die wir hier zurückblicken - und die noch lange nicht zu Ende ist. Im Gegenteil: Sein 50. Geburtstag am 27. August ist für Langer der richtige Zeitpunkt, nochmal durchzustarten.

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Bernhard Langer
27. August 1957: Bernhard Langer wird als jüngstes von drei Kindern in Anhausen bei Augsburg geboren. Mutter Walburga arbeitet als Serviererin, Vater Erwin als Maurer.

1975
: Bernhard gewinnt  seine erste Nationale Offene Deutsche Meisterschaft, ist das erste Mal auf unserem Titel.

1979
: Langer ist seit drei Jahren Pro, holt bei der Cacharel Un­der 25 Championship seinen ersten internationalen Titel – mit 17  Schlägen Vorsprung! Noch heute zählt er diesen Erfolg zu seinen schönsten.

1980
: Bernhard holt sich den Titel beim Dunlop Masters in Wales, sein erster offizieller Tour-Sieg. Am Ende des Jahres landet er mit rund 27.000 Pfund auf dem 9. Rang der Preisgeld­rangliste. Die wird angeführt vom Schotten Sandy Lyle und dem Australier Greg Norman.

1981
: Bernhard holt sich zum ersten Mal den silbernen Pott der German Open; vier weitere folgen, bis das traditionsreiche Turnier mangels Sponsoren eingestellt wird.

1985
: Welch ein Triumph – Langer gewinnt mit dem US-Masters in Augusta sein erstes Major-Turnier. Er lässt weitere Siege auf drei Kontinenten folgen und ist die erste Nr. 1 der neuen Weltrangliste. Die verliert er bald wieder an Greg Norman und Nick Faldo.

1989: Der berühmteste Putt seines Lebens geht nicht rein. Beim Ryder Cup 1989 schiebt Langer den letzten Putt auf dem letzten Grün des letzten Flights aus zwei Metern hauchdünn vorbei, sackt ganz kurz in sich zusammen. Die Amerikaner holen sich den Cup nach einem hitzigen Duell zurück. Wie nervenstark Bernhard ist, beweist er eine Woche später, als er sein German Masters gewinnt.

1990: Tochter Jackie geht schon in den Kindergarten, als Stefan Langer zur Welt kommt. Die Familie pendelt zwischen Anhausen und dem ruhigen Boca Raton in Florida.Gemeinsam mit Torsten Giedeon holt Langer in Florida den World Cup, die inoffizielle Weltmeisterschaft der Zweier-Teams eine echte Sensation gegen Teams wie die USA (Payne Stewart/Jodie Mudd) oder Spanien (José Rivero/Miguel Angel Jiménez). Bereits gute Tradition dagegen sind Bernhards fundierte Trainingstipps im GOLFmagazin.

1993: Erst kommt Tochter Christina auf die Welt, dann gewinnt Bernhard zum zweiten Mal das US-Masters und steigt damit endgültig in den Golf-Olymp auf. Dazu kommen die German Open und die Volvo PGA Championship, so dass es am Jahresende nur einen European Tour Golfer geben kann Bernhard Langer. Diese hohe Auszeichnung hatte er sich auch schon im Jahr 1985 erkämpft.

1994: Mit Alexander Cejka und Sven Strüver hat Langer auf der europäischen Tour starke Konkurrenz aus dem eigenen Land bekommen. Der Mann aus Anhausen aber bleibt die klare Nummer eins, unterstützt die beiden mit guten Tipps. Strüver zum Beispiel lauschte selbst bei einem ungewöhnlichen Dinner in Dubai aufmerksam.

1995: Pete Coleman ist seit mehr als einem Jahrzehnt der treue Vasall am Langerschen Bag. Der stets loyale Engländer schleppt nicht nur die Tasche, sondern kontrolliert seinen Chef auch beim Putten. Gegen die erneute Rückkehr des Yips hat Langer eine neue Technik entwickelt, die das Zittern der Hände minimiert. Die Methode hat Erfolg, denn Bernhard gewinnt weitere drei Turniere und mit dem europäischen Team den Ryder Cup. Einige Profikollegen, die ebenfalls Probleme beim Putten haben, kopieren den „Langer-Stil“.

1996: Eine einzigartige Serie geht zu Ende. Nach 17 Jahren, in denen Bernhard mindestens ein Tour-Turnier pro Saison gewonnen hat, verpasst er den heiß ersehnten Triumph mehrmals knapp. Der Sieg beim Dunhill Mas­ters in Hong Kong ist zwar nett, das Turnier gehört aber nicht zur europäischen Tour.