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Golfreise Gran Canaria: Gipfelstürmer

Steinlandschaften, mildes Klima und eine angenehme Brise im ganzen Jahr machen Gran Canaria zum Top-Reiseziel für Golfer. GOLF MAGAZIN besuchte die Insel im Atlantik und testete sieben Plätze

Mit einem sehr ehrlichen Lächeln schaut er die Urlauber an und grüßt mit einem „Hola“. Die Haut stark gebräunt, fast ledern. Man sieht, dieser Mann hat viele Stunden in der Sonne verbracht. Auf dem Kopf trägt er einen Hut unter dem ein paar graue Locken zu sehen sind. Als er lächelt, sticht vor allem seine große Zahnlücke hervor. Seine Neugierde treibt Juan in die Nähe des Flughafens. Fast jeden Tag. Der 81-Jährige schaut den Menschen beim Ankommen und Abreisen zu. „Hier ist es immer schön, deswegen kommen die Menschen aus den kalten Ländern gerne hierher.” Eines der kalten Länder, die Juan meint, ist Deutschland. Vor allem in den frostigen Wintertagen, wenn es schneit und windet, flüchten viele nach Gran Canaria. Hier gibt es den bekannten „ewigen Frühling”: eine durchschnittliche Temperatur von 23 Grad, immer eine leichte Brise und viel Sonne. Also immer Wetter für eine leichte Hose und T-Shirt, auch wenn man am Abend vielleicht mal einen Pullover braucht. Juan wohnt eigentlich im Norden der Insel, wo die Landschaft grün und saftig ist. Hier halten sich aber auch die grauen Wolken am Morgen etwas länger als auf dem Rest der Insel. Und hier wohnen vor allem die Einheimischen. Sie sprechen immer von einem Eselsbauch, der über der Nordinsel hängt. Das kommt noch von den Bauern, die sich früher in der Mittagszeit meist unter ihren Esel vor der Sonne geschützt haben, um dort ein Nickerchen zu machen. Sobald sie hochgeschaut haben, konnten sie nur den grauen Bauch des Esels sehen. Und diesen gibt es noch heute. Im Norden ist der Tourismus nur gering verbreitet, es gibt nur wenige Hotels. Juan verkauft dort seinen Käse – von seinen eigenen Ziegen. Dafür stellt er sich meist nur an den Straßenrand und wartet. Denn sowohl Inselbewohner als auch Urlauber bleiben oft bei dem lebensfrohen Mann stehen. Hier inmitten der Einheimischen gibt es den ältesten Golfplatz – nicht nur der Insel Gran Canarias, sondern ganz Spaniens. Der Real Golf Club de Las Palmas wurde 1891 gegründet. Schon der Weg zum Golfplatz ist beeindruckend. Man fährt eine ziemlich schmale Straße einen Berg hinauf.

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Blick auf die die Anlage des Real Club de Las Palmas.

Unser Tipp: Fahren Sie die Straße, durch eine kleine Pforte, bis ganz nach oben auf den Berg. Von hier haben Sie einen tollen Blick auf Las Palmas und die ganze Region. Der Golfclub ist ein Club der Tradition. Denken Sie daran, frühzeitig eine Abschlagzeit zu reservieren! Nicht, weil hier so viele Greenfeespieler unterwegs sind, sondern weil die Mitglieder – eigentlich nur Spanier – erst einmal selbst spielen. Typisch spanisch, ist dieser Golfplatz stolz auf seine Geschichte – die Möbel sehen aus wie in einer Antiquitätenausstellung und es gibt spanische Tapas auf der Clubhausterrasse. Der Platz hat viele kürzere Bahnen, die oft direkt nebeneinander verlaufen. Immer wieder haben Sie einen tollen Blick auf das Meer. Direkt neben dem Golfplatz befindet sich das kleine Bandama Hotel: einfach, aber mit nettem Service schläft man hier direkt neben dem Grün.