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Die Regeländerungen für 2016

Der R&A in Schottland und die USGA überarbeiten alle vier Jahre die Golfregeln. Das heißt: Ab 2016 gibt es einige neue Regeln. Hier sind schon einmal die wichtigsten Änderungen für Sie! Die vollständige Übersetzung der Regeln ist laut Deutschem Golf Verband bereits in Arbeit und erscheint im Januar 2016.

1. Änderung: Neue Ausnahmeregelung zu Regel 6-6d. Falsche Schlagzahl für das Loch

Bislang wurde ein Spieler nach Regel 6-6d ausnahmslos disqualifiziert, wenn er für ein Loch eine niedrigere als die tatsächlich gespielte Schlagzahl einreicht. Zukünftig folgt keine Disqualifikation mehr, wenn der falsche Score aufgrund einer Strafe zustande kommt und der Spieler vor dem Einreichen seiner Zählkarte nicht wusste, dass er sich eine Strafe zugezogen hat. Stattdessen erhält der Bewerber die Strafe nach der anwendbaren Regel und weitere zwei Strafschläge für jedes der Löcher, an denen der Bewerber gegen Regel 6-6d verstoßen hat.

Regeländerungen

Bernhard Langer puttet mit einem langen Modell. Das Verankern des langen Putters ist allerdings ab 2016 nicht mehr erlaubt.

2. Änderung: Ergänzung der Regel 14-1b. Schläger verankern

Die neue Regel 14-1b verbietet zukünftig das Verankern des Schlägers während eines Schlags, sei es „direkt“ oder unter Zuhilfenahme eines Ankerpunkts. Unter „Verankern“ versteht man beispielsweise das Anlegen des Putters an Bauch oder Brust, um den Schläger zu verankern oder abzustützen. Die neue Regel ist keine Änderung der Regeln zur Ausrüstung bzw. zu Schlägern. „Belly-Putter“ und lange Putter sind weiterhin erlaubt, sofern diese nicht während eines Schlags verankert werden.

3. Änderung: Neue Strafregelung bei Regel 14-3. Künstliche Hilfsmittel und ungebräuchliche Ausrüstung

Bislang wurde ein Spieler bei einer Nutzung künstlicher Hilfsmittel oder ungebräuchlicher Ausrüstung (z.B. Wasserwaage) beim ersten Verstoß disqualifiziert. Zukünftig resultiert der erstmalige Verstoß im Lochspiel in einem Lochverlust und im Zählspiel in zwei Strafschlägen. Erst bei einem weiteren Verstoß folgt die Strafe der Disqualifikation.

4. Änderung: Regel 18-2b wird abgeschafft. Ball bewegt sich nach Ansprechen

Bislang folgte nach Regel 18-2b ein Strafschlag, wenn sich der Ball beim Ansprechen des Balls bewegt. Diese Strafe wird aufgehoben. Dies bedeutet, wenn sich ein Ball bewegt, nachdem ihn der Spieler angesprochen hat, richtet sich die Anwendung einer Strafe nach Regel 18-2 allein danach, ob der Spieler auch verursacht hat, dass sich der Ball bewegte. Bewegt sich der Ball also ohne Direkteinwirkung des Spielers, bleibt dies straflos.