Max Krämer und Antonia Scherer.

DM: Scherer und Krämer siegen in Gleidingen

In der Herrenkonkurrenz lag Max Krämer von der ersten bis zur letzten Runde an der Spitze des Teilnehmerfeldes. Nach zwei Tagen führte er bereits mit 10 Schlägen unter Par die Tabelle an. In der dritten Runde schwächelte der St. Leon-Roter, dennoch reichte das Par-Ergebnis und sein Vorsprung von vier Schlägen aus, um sich an der Spitze zu halten. Die Konkurrenz schlief allerdings nicht und das Feld rückte an den oberen Positionen enger zusammen. In der ersten Hälfte der Finalrunde konnte sich Benedict Staben (L&GC Hittfeld) die Führung erkämpfen, doch Krämer brachte sich mit drei Birdies zurück ins Spiel und entschied nach 69 Schlägen und einem Gesamtergebnis von -13 das Turnier für sich. Die Silbermedaille ging an Marcel Schneider (GC Schloss Monrepos), der trotz einer bogeyfreien Schlussrunde von 68 einen Schlag hinter dem Sieger zurücklag und sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben musste. Bronze gewann der amtierende Deutsche Lochspielmeister Hinrich Arkenau (Club zur Vahr) mit einem Gesamtergebnis von -9.

Die Damen lieferten sich während der Deutschen Meisterschaften ein aufregendes Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem sich schließlich Antonia Scherer durchsetzte. Die Augsburgerin zeigte an allen vier Turniertagen starke Leistungen. Sie lieferte mit jeder Runde bessere Ergebnisse und näherte sich so Schritt für Schritt dem Titel. Nach dem ersten Tag noch geteilte Fünfte mit einem Ergebnis von 1 über Par konnte sie sich am nächsten Abend mit -1 bereits auf den dritten Rang kämpfen. Das Ergebnis des dritten Durchgangs (69 Schläge) toppte sie in der Finalrunde, indem sie einen Platzrekord von 66 Schlägen spielte. Dank der konstanten Steigerung sicherte sich Scherer mit Runden von 73, 72, 69 und 66 und einem Gesamtergebnis von -8 die Goldmedaille und den Titel der Deutschen Meisterin. Für Scherer ist es der zweite Titel in Folge. Drei Wochen zuvor wurde sie zur Deutschen Jugendmeisterin gekürt ebenfalls nach Platzrekord im Finale. Mit ähnlich starker Finalrunde von 67 Schlägen, fünf Birdies, keinem einzigen Bogey und insgesamt -7 erkämpfte sich Ann-Kathrin Lindner (GC St. Leon-Rot) den zweiten Rang. Lara Katzy vom G&LC Berlin-Wannsee sorgte für Dramatik in der Schlussrunde. Mit insgesamt zehn Birdies und zwei Bogeys ging sie mit -8 auf die letzte Spielbahn. Doch brauchte sie auf dem 18. Loch zwei Schläge zu viel und musste sich trotz einer Rekordrunde von 66 im Kampf um den Titel geschlagen geben. Ihr Gesamtergebnis von -5 reichte dennoch für die Bronzemedaille. Titelverteidigerin Vicki Troeltsch (Münchener GC), die nach dem zweiten Turniertag die Führung übernommen hatte, konnte sich nicht gegen die starke Konkurrenz durchsetzen und musste sich mit dem geteilten fünften Platz zufrieden geben.