Hat die Top Ten im Visier: Martin Kaymer

Kaymer gleichauf mit Woods und McIlroy

Doral (SID) – Deutschlands Golfstar Martin Kaymer hat bei der World Golf Championship in Doral/Florida einen Top-10-Platz im Visier und befindet sich auf Position acht in prominenter Gesellschaft. Wie der 27-Jährige aus Mettmann hatten auch der 14-malige Major-Gewinner Tiger Woods (USA), der Weltranglistenerste Rory McIlroy (Nordirland) und dessen Vorgänger Luke Donald (England) 207 Schläge auf dem Konto. Der Rückstand der geballten Prominenz im Verfolgerfeld auf den alleine führenden US-Profi Bubba Watson beträgt allerdings vor der Schlussrunde stolze acht Schläge. Woods musste auf der Schlussrunde allerdings verletzt aufgeben. Der Superstar humpelte und verließ den Kurs nach elf Löchern abrupt.

Nach seinem mäßigen Auftakt (73 Schläge) hatte Kaymer am zweiten Tag mit einer 64er-Runde geglänzt und seine spielerische Klasse demonstriert. Dabei glückten ihm Eagle an der 1 und 10 sowie fünf weitere Birdies. Das einzige Bogey unterlief ihm ausgerechnet am Schlussloch, nachdem er seinen Abschlag nach rechts ins Rough verzogen hatte. „Ich habe die Fairways gut getroffen, das ist auf diesem Platz der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Kaymer, der am Samstag auf dem Blue Monster Course (Par 71) eine 70 folgen ließ.

Der Spieler des Wochenendes war Bubba Watson. Der Ryder-Cup-Spieler nahm das „Monster“ am zweiten Tag regelrecht auseinander und spielte mit einer 62 einen Platzrekord. Nach einer 67 lag Watson vor der Schlussrunde drei Schläge vor dem Duo mit Landsmann Keegan Bradley und dem Engländer Justin Rose (202) und räumte vor dem Finale eine große Nervosität ein. „Wenn jemand sagt, dass er nicht nervös ist, wenn er vor dem letzten Tag führt, dann lügt er“, sagte der 33-Jährige.

US-Star Woods spielte bei der mit insgesamt 8,5 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung vor seiner Aufgabe am Samstag eine 68 und schob sich damit weiter nach vorn und ist damit ebenso Teil einer spannenden Finalrunde wie Rory McIlroy. Der neue Branchenführer glänzte am am dritten Tag mit einer 65, bemängelte im Anschluss allerdings die Qualität des Patzes.

„Vor 15 Jahren war er eine Herausforderung, jetzt ist er nicht mehr zeitgemäß“, sagte der Brite, der Besitzer Donald Trump aufforderte, den Kurs wieder anspruchsvoller zu gestalten. Der US-Milliardär, der die Anlage für 150 Millionen Dollar kaufte, hat die Notwendigkeit bereits erkannt und will weitere 200 Millionen in den Umbau des Blue-Monster-Platzes pumpen. Umsetzen soll die Pläne nach der Austragung 2013 Designer Gil Hanse.