World Matchplay – Jack Nicklaus And Greg Norman

Matchplay Tipps mit Jack Nicklaus

Sommer-Zeit ist Matchplay-Zeit. In den Clubhäusern füllen sich die Jahreswettspiel-Bäume, die Duelle werden kniffliger. Aber wie besteht man gegen Angstgegner? Wir haben Jack Nicklaus gefragt.

M_Nicklaus2B-5_previewLochspiel ist verglichen mit Zählspiel das freundlichere Format. Ein verpatztes Loch ist im Matchplay weniger desaströs, der Spielspaß aufgrund der zusätzlichen strategischen Ebene höher. Damit meine ich, dass Sie im Lochspiel nicht nur wissen sollten, wie Sie selbst ein bestimmtes Loch zu spielen imstande sind, sondern auch abwägen müssen, wozu Ihr Gegner fähig ist.

Im Lochspiel wird es immer dann aufregend, wenn es zwei oder drei verschieden Wege gibt, ein Loch zu spielen. Mit Ihrer Entscheidung können Sie eventuell den nächsten Schritt Ihres Gegners beeinflussen. Auf dem abgebildeten Loch 4 des Old Corkscrew Golf Club in Florida haben Sie beim Abschlag drei Optionen. Der Spielstand in Ihrem Match mag zwar ein Faktor für Ihre Entscheidung sein. Am wichtigsten aber ist es, dass Sie Ihre Stärken kennen und sich auf diese verlassen.

0416-GD-TJNI01-01-Corkscrew KopieKurzer Lay-Up

Das ist die sicherste Variante für den Abschlag. Hier ist das Fairway am breitesten und Sie müssen nicht den Driver nehmen. Die Kehrseite dieses relativ einfachen Abschlags ist ein längerer Schlag ins Grün. Da der Winkel von hier aber günstig ist, sollte ein Eisen ins Grün kein Problem darstellen. Es gibt keine Grünbunker die carry überspielt werden müssen. Beachten Sie: Nicht alle Bahnen liegen einem gleichermaßen. Manchmal ist es smart, die Teilung des Lochs in Kauf zu nehmen. Gehen Sie lieber auf den Löchern, die Ihnen am besten liegen auf den Lochgewinn.

Langer Lay-Up

Eine gute Mischung aus Sicherheit und Risiko. Bei dieser Variante kommt das Wasser nicht ins Spiel. Sie brauchen allerdings einen soliden Drive, um den langen Weg zu dieser Stelle zu schaffen. Wenn es gelingt, bleibt nur noch ein kurzer Pitch ins Grün. Die richtige Wahl für Golfer, die das Birdie eher nach einem guten kurzen Annäherungsschlag spielen als nach einem 270 Meter-Drive. Eine Falle gibt es noch: Das Grün hängt von rechts nach links, sodass es schwierig ist, Bälle, die von rechts kommen, zum Stoppen zu bringen. Eine Fahnenposition hinten rechts würde gegen diese Abschlagsoption sprechen.

Angriff aufs Grün

Sind Sie ein Longhitter? Wenn ja, könnte dies eine gute Möglichkeit sein, Druck auf Ihren Gegner aufzubauen. Wenn der Abschlag nicht zu weit hinten gesteckt ist und der Wind günstig steht, ist es möglich das Grün vom Tee anzugreifen (Lochlänge von den hinteren Abschlägen: 280 Meter). Selbst wenn es nicht ganz bis zum Grün reichen sollte, bliebe nur ein kurzer Pitch vom Fairway. Vielleicht drängen Sie Ihren Gegner dazu, ebenfalls einen aggressiven Drive zu spielen, obwohl er sich mit dieser Variante nicht wohlfühlt. Wenn Sie als Zweiter abschlagen und Ihr Gegner seinen Ball im Wasser versenkt hat, lassen Sie den Driver unbedingt stecken.