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Sechs Überlebenstipps für die Wüste

Golf, Reise & Lifestyle. Während unseres Roadtrips verbindet das Golf Magazin die schönsten Nebensachen der Welt. Wir fahren eine Woche durch die Vereinigten Arabischen Emirate, spielen die besten Golfplätze, besuchen die Hotspots der Region und stellen die schönsten Golfhotels vor.

Folge 2:
Sechs Tipps, wie Sie in der Wüste überleben!
Direkt neben der Hauptstrasse beginnt die Wüste. Schon hier muss man aufpassen, dass man nicht im Sand stecken bleibt. Wir schalten in unserem Porsche Cayenne in den SuperSport-Modus für mehr Power.
Direkt neben der Hauptstrasse beginnt die Wüste. Schon hier muss man aufpassen, dass man nicht im Sand stecken bleibt.

Sollten Sie einmal in die folgende Situation geraten: keinen Sprit mehr, kein Handyempfang, keine Menschenseele in der Nähe – in der Wüste gestrandet, dann hier ein paar Tipps der Einheimischen, wie man überleben kann.

Die Überlebenstricks der Wüstenbewohner:

  1. Nicht in Panik geraten.
  2. Nie vom Auto entfernen (die meisten Autos werden leer gefunden, die Fahrer dagegen nie)
  3. Kleidung als Signal an einen Baum hängen (Wenn es dort zufällig einen gibt)
  4. Wasserverbrauch einschränken
  5. Auf zufällige Begegnung mit Nomaden warten
  6. Beten (gen Mekka…)!

Punkt 4 entfällt, wenn zufällig eine Herde Kamele an einem vorbeizieht (Chancen stehen gut – siehe Tagebuch Folge 1). Dann ist der ganze Mann gefragt: Man fange eines der Tiere (Wüstenbewohner sagen, das ginge leicht), zwinge es zu Boden (Wüstenbewohner sagen, auch das ginge leicht), nehme einen Stock (wenn es denn einen Baum gab) und ramme es dem Kamel unter den Kehlkopf (der sich irgendwo an dem 2 Meter langen Hals befindet).

Dann: Tier irgendwie aufschlitzen und Magen suchen. Wenn gefunden: Diesen an einem Baum (noch Mal: wenn es denn einen gibt) aufhängen. Mit einem Stock zwei Löcher in den Magen stechen und darunter einen Behälter stellen. Resultat: Literweise reines Wasser. Denn: Kamele speichern ohne Magensäure zersetztes Wasser bis zu zwei Monaten.

Wichtig: Wenn kein Dromedar vorbeikommt, zu Punkt 5 zurückkehren.

Das Wüstenresort Bab al Shams ist eine Rekonstruktion eines Forts aus vergangenen Zeiten
Das Wüstenresort Bab al Shams ist eine Rekonstruktion eines Forts aus vergangenen Zeiten

Zugegeben, bei einem Abstecher ins Wüstenresort nach Bab al Shams in eine solche Notsituation zu kommen, ist so wahrscheinlich, wie dass der Hamburger SV in den nächsten Jahren Deutscher Fußball-Meister wird, aber sicher ist sicher.

Apropos sicher: Erstmals haben wir auch Kontakt zu einheimischen Sicherheitskräften aufgenommen. Ungewollt. Nachdem wir uns spontan dazu entscheiden, die Hauptstraße zu verlassen, um im Wüstensand die Allradtauglichkeit unseres Autos zu testen, dauert es keine 10 Minuten und ein Wagen mit zwei Männern in Uniform nähert sich uns. Freundlich aber bestimmt werden wir aufmerksam gemacht, dass es sich um ein Privatgelände handeln würde und wir doch bitte zurück auf den Highway fahren sollten. Offenbar wird hier mitten im nirgendwo schon das nächste gigantische Bauprojekt geplant.

Wir gehen vom Gas und fahren zurück nach Dubai, schlängeln uns im Abendverkehr vorbei an der Palms Island, dem Atlantis-Hotel und dem Burj Khalifa (mit 881 Meter das höchste Gebäude der Welt) zu unserem nächsten Hotel, dem Park Hyatt Dubai.

Angekommen und unser (Über)-Gepäck (Kamera- und Videoausrüstung, Golfbags, Koffer und Taschen) ausgepackt, macht uns leider Nina, die freundliche Empfangsdame aus Deutschland, klar, dass eine spontane TeeTime für den nächsten Morgen auf dem Dubai Creek & Yacht Club ausgeschlossen sei. Auch die Hoffnung auf eine abendliche Runde auf dem mit Flutlicht beleuchteten Neun-Loch-Course direkt vor dem Hotel müssen wir beerdigen. Abschlagen tun wir heute nicht mehr.

Aber nicht ganz so schlimm. Wenigstens mussten wir ja kein Kamel in der Wüste töten…

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