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Masters 2026: McIlroys Machtdemonstration und Straka hadert mit dem Putter

Was für eine Machtdemonstration von Rory McIlroy. Seinem starken Auftakt (67 Schläge) ließ er eine 65 folgen. 12 unter Par nach 36 Löchern beim 90. Masters im Augusta National GC. Der Titelverteidiger geht mit sechs Schlägen Vorsprung auf Sam Burns und Patrick Reed ins Wochenende.

Matthew Harris/Golf Picture Alliance – AGNC

Sepp STRAKA (AUT) during second round US Masters 2026,Augusta National,Augusta, Georgia,USA. Credit: Matthew Harris / Golf Picture Agency
Sepp Straka

Es sah so aus als ob die Konkurrenz Rory McIlroy auf die Pelle rücken würde, um die Jagd auf den Titelverteidiger zu eröffnen. Patrick Reed spielte richtig gut auf und lag zwischenzeitlich nur einen Schlag hinter dem Nordiren. Doch der konterte in einer imposanten Art und Weise mit sechs Birdies auf den Bahnen 12 bis 18. Wahnsinn, was für eine Machtdemonstration der Nummer zwei der Welt.

McIlroy hat einen neuen Rekord aufgestellt. Er geht mit sechs Schlägen Vorsprung ins Wochenende (Rang zwei teilen sich Reed und Sam Burns) und ist der Titelverteidigung ein Stück näher gekommen. Er wäre erste der vierte Profi nach Jack Nicklaus, Sir Nick Faldo und Tiger Woods dem das Kunststück gelingen könnte.

Das sagte McIlroy nach Runde 2

„Mein kurzes Spiel war fantastisch. Ich habe mich so intensiv wie noch nie auf Augusta vorbereitet. In den vergangenen drei Wochen war ich häufig hier, teilweise bin ich morgens hergeflogen und abends wieder zurück. Um ehrlich zu sein, das war gut, ich mag auch die drei Turniere vor dem Masters auf der Tour nicht so sehr. Ich will jetzt zwei weitere gute Runden spielen und mich nicht ablenken lassen.“

Es ist noch ein weiter Weg zur Titelverteidigung, schließlich wird in Augusta gespielt und da kann alles passieren.

Startzeiten von Runde drei: HIER

Straka – stocksolide in Augusta

Es ist doch schön, wenn man gestandene Profis noch überraschen kann. Beispielsweise Sepp Straka. 1 über Par war sein Ergebnis nach den ersten beiden Runden beim 90. Masters. Platz 32 und souverän den Cut gemeistert. Grundsolide, mehr nicht.

Ob der unspektakulären Ausgangssituation stutzte der Österreicher, dass sich jemand für ihn im Quick-Quote-Bereich interessierte und dann auch noch die Fragen in deutscher Sprache stellte. Warum nicht, schließlich geht es für den Wahl-Amerikaner im Mai zur Austrian Alpine Open nach Kitzbühel – und so konnte er in Augusta die Muttersprache wieder einüben.

90. Masters, Augusta National GC, 2026, Sepp Straka Par 3 Contest
Sepp Straka

Die Bilanz der Nummer 13 der Welt nach 36 Bahnen: „Ich bin recht zufrieden, das lange Spiel und die Schläge ins Grün waren echt okay“, sagte er und kam dann zu dem Schläger, der so gar nicht wollte wie er: „Mit dem Putter ist es gar nicht gelaufen. Ich ziehe mich jetzt mal zurück, schaue mir die Statistiken an und gehe dann aufs Putting-Grün.“

Es ist Strakas fünftes Masters, viermal hat er den Cut geschafft, und er weiß, dass er auf den Grüns zulegen muss. Für das Wochenende sind Temperaturen um die 30 Grad angesagt, und das heißt: Die schnellen Grüns in Augusta werden noch einmal anspruchsvoller. Unterstützt wird er von der gesamten Familie, und er genießt die Stunden im Haus nach dem Arbeitsalltag. Der Druck sei bei einem Major noch einmal höher, und es sei schön, wenn die Kinder einen einfach ablenken.

„Ich habe die Ernährung umgestellt und versuche die Süßigkeiten wegzulassen.“

Sepp Straka

Diese Stars haben am Wochenende frei

Bryson DeChambeau (USA), Robert MacIntyre (SCO), Nicolai Højgaard (DEN), Cameron Smith (AUS), J.J. Spaun (USA), Min Woo Lee (AUS)

Splitter:

– Was für ein bärenstarker Auftritt vom Norweger Kristoffer Reitan bei seinem ersten Masters: T7! Ebenfalls beeindruckend war das Spiel von Haotong Li. Der Chinese hatte sich nach sechs Jahren Pause erstmals wieder qualifiziert – T7.

90. Masters, Augusta National GC, 2. Runde, 2026, Kristoffer Reitan
Kristoffer Reitan

– keiner der sechs Amateure hat den Cut geschafft, ebenso die Oldies Vijay Singh, José Maria Olazábal, Zach Johnson, Angél Cabrera und Fred Couples. Von den insgesamt 91 Startern sind 54 im Finalwochenende. Der Cut lag bei +4.

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