Sport

Masters 2026: Youngs Kampfansage

Es war ein sensationeller Samstag beim 90. Masters. Rory McIlroy geht als Führender in die Finalrunde und darf weiter von der Titelverteidigung träumen, allerdings teilt er sich Rang eins mit einem furios aufspielenden Cameron Young, dem Players Champion.

Matthew Harris/Golf Picture Alliance, ANGC

Cameron Young of the United States lines up a putt on the No. 13 green during the third round of the Masters at Augusta National Golf Club, Saturday, April 11, 2026.
Cameron Young

73 zum Auftakt, dann eine 67 und schließlich eine 65. Cameron Young, der Players Champion 2026, hat sich an die Spitze des 90. Masters gespielt. „Wenn Rory die Türe öffnet, muss ich die Chance nutzen, genau das ist mir gelungen. Ich habe am Anfang der Woche gesagt, dass ich eine späte Startzeit am Finaltag haben möchte, und die habe ich.“ Young, dreifacher Vater (alle Kinder sind unter 5 Jahren und in Augusta dabei), hat sich in eine hervorragende Ausgangsposition gebracht, um sein erstes Major einzufahren. „Ich denke noch ein paar Minuten nach, was am Sonntag alles auf mich zukommen kann, dann gehe ich zur Routine über,“ so der 28-Jährige. Eins ist sicher, vor der Finalrunde geht es mit der gesamten Familie zum Gottesdienst in die Kirche.

Was machte Rory McIlroy?

Fred Couples nimmt den Mund schon gerne voll. Während der zweiten Runde orakelte der Amerikaner, dass er es nicht sehe, dass Rory McIlroy jemals das Masters verlieren würde. Altmeister Jack Nicklaus tendiert in die gleiche Richtung, sendet nur gleichzeitig eine Warnung aus: „Es gilt Doppelbogeys zu vermeiden.“ Dass die dritte Runde ein Stresstest für den Nordiren werden würde, war klar. Sechs Schläge Vorsprung hin oder her, er zeigte Nerven und verlor gleich am ersten Loch einen Schlag. Er stabilisierte sich, doch im Amen Corner folgte der Supergau: Doppelbogey an der 11 und Bogey auf der 12 und nur Par auf der 13 (Par 5). Er holte erneut auf und verlor dann wieder. Am Ende war er nach der 73 bedient und sagte auch das Interview im Pressezentrum ab. Man mag es ihm nach den harten Stunden auf dem Platz nachsehen.

90. Masters, 2026, 3. Runde, Augusta National GC, Rory McIlroy
Rory McIlroy

„Ich wusste, dass es ein richtig schwerer Tag werden würde. Es war nicht mein Tag. Nach dem Vorsprung von sechs Schlägen habe ich mir eine deutlich bessere Ausgangslage für die Finalrunde erwartet. Ich bin in der Position, dass ich gewinnen kann, die Titelverteidigung war und ist mein erklärtes Ziel – doch ich muss zulegen.“

Rory McIlroy

Ausgang vollkommen offen

McIlroy und Young liegen gemeinsam mit 11 unter Par in Führung. Das Duo kann sich sicher sein, dass die Jagd auf sie eröffnet ist. Nur einen Schlag mehr hat Sam Burns (-10). Es folgt Shane Lowry (-9), dann Jason Day und Justin Rose (je -8). Scottie Scheffler, der als zweifacher Sieger und Weltranglistenerster die ersten beiden Runden wenig überzeugend agierte, betrieb Frustabbau am Samstag und brachte eine fehlerfreie 65 ins Clubhaus. Mit 7 unter Par ist Scheffler voll im Mix um das Green Jacket.

90. Masters, 2026, 3. Runde, Augusta National GC, Scottie Scheffler
Scottie Scheffler

Leaderboard nach der 3. Masters-Runde: HIER

Splitter von Runde 3:


– Ganz tiefe Runden in Augusta sind eine Seltenheit und schon tiefe sind nicht an der Tagesordnung. Wenn man die 18 Löcher auch noch fehlerlos absolviert wie Scottie Scheffler (65), Russell Henley oder Patrick Cantlay (je 66) – Chapeau.  

– Endlich mal in den roten Zahlen. Mit einer feinen 69 (-3) kletterte Sepp Straka auf T29.

– 35 Spieler liegen nach drei Runden unter Par.

– Shane Lowry gelang ein Ass an Bahn 6. 2016 spielte der Ire bereits ein Hole-in-one an der 16 in der Finalrunde.

90. Masters, Augusta National GC, 2026, 3. Runde, Shane Lowry
Shane Lowry

Die Startzeiten für Runde 4: HIER