Golf Club Magazin Niedersachsen

DMM AK 50 2026: Bronze zum 100. Geburtstag für Braunschweig

Ein Heimspiel zum Jubiläum: Der Golf-Klub Braunschweig richtete in seinem 100. Jahr die DMM AK 50 2026 der Herren aus – und mischte als Titelverteidiger selbst lange im Kampf um Gold mit. Nach Platz eins in der Qualifikation endete der Traum vom dritten Titel in Folge im Halbfinale. Mit Bronze gab es für den Gastgeber dennoch einen versöhnlichen Abschluss.

Starkes Heimspiel zum Jubiläum: Der Golf-Klub Braunschweig feiert bei der DMM AK 50 der Herren auf eigener Anlage Bronze. Den Titel sichert sich der Bochumer GC vor dem Stuttgarter GC Solitude. (Foto: Langer Sport Marketing)
Bronze zum Jubiläum: Im 100. Jahr der Klubgeschichte spielt sich Gastgeber Golf-Klub Braunschweig bei der DMM AK 50 der Herren auf das Podium. Gold geht an den Bochumer GC, Silber an den Stuttgarter GC Solitude. (Foto: Langer Sport Marketing)

Es hätte die perfekte Geschichte werden können: 100 Jahre Golf-Klub Braunschweig, die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der AK 50 auf dem eigenen Platz und dazu die Chance, nach den Erfolgen 2024 und 2025 den dritten Titel in Serie zu gewinnen. Ganz zum goldenen Jubiläums-Happy-End reichte es nicht. Dafür erlebte Braunschweig drei Tage hochklassiges Mannschaftsgolf – und durfte am Ende selbst auf das Podium.

DMM AK 50 2026: Braunschweig setzt zum Auftakt die Bestmarke

Dass die Gastgeber ihren Platz kennen, zeigte sich bereits in der Zählspielqualifikation. Mit 374 Schlägen (+19) setzte sich Braunschweig an die Spitze des 16 Mannschaften starken Feldes und sicherte sich damit die beste Ausgangsposition für die anschließenden Lochspiele. Nur zwei Schläge dahinter folgte der Stuttgarter GC Solitude, weitere zwei Schläge zurück der Marienburger GC.

Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit überzeugte. Hans-Immo Müller brachte mit 72 Schlägen (+1) die beste Braunschweiger Runde ins Clubhaus, Kai Hilz benötigte 73 Schläge (+2), Johannes Buchler 75 (+4). Frank Müller und Götz Straßburg steuerten jeweils eine 77 (+6) bei. Selbst die gestrichene 78 (+7) von Andreas Stamm unterstrich, wie ausgeglichen der Titelverteidiger aufgestellt war.

Schmale Fairways, alte Bäume: Der Platz wehrt sich

Dabei präsentierte sich der Braunschweiger Parkland-Course als würdige Bühne für eine Deutsche Meisterschaft. Gerade einmal 36 Hektar stehen für die 18 Löcher zur Verfügung – damit zählt die Anlage zu den flächenmäßig kleinsten 18-Löcher-Plätzen Deutschlands. Hoher alter Baumbestand und schmale Fairways verlangen weniger rohe Länge als vielmehr Präzision und eine gute Platzstrategie. Zahlreiche Spielbahnen und Grüns gehen auf Planungen des bekannten Golfplatzarchitekten Bernhard von Limburger zurück.

Die Ergebnisse der Qualifikation zeigten, dass der Par-71-Platz trotz guter äußerer Bedingungen keineswegs leicht zu bezwingen war. Lediglich Thomas Himmel vom Münchener GC blieb mit einer 70 unter Par.

Alte und dicht gewachsene Bäume hat der GK Braunschweig in rauen Mengen zu bieten.

Bochum beendet Braunschweigs Traum vom Titel-Hattrick

Nach der starken Qualifikation zog Braunschweig in die Meisterschaftsrunde der besten acht Teams ein. Dort wurde ausgerechnet der Bochumer GC zum Stolperstein. Bochum hatte sich als Fünfter der Qualifikation gerade noch vergleichsweise unspektakulär für Flight A qualifiziert, steigerte sich im Lochspiel aber erheblich.

Im Halbfinale setzte sich der spätere Deutsche Meister mit 3,5:1,5 gegen Braunschweig durch. Damit war klar: Einen dritten Titel in Folge würde es für den Gastgeber nicht geben. Bochum zog ins Finale gegen den Stuttgarter GC Solitude ein, Braunschweig blieb das Spiel um Bronze.

Bronze wird auf den letzten Löchern entschieden

Dort zeigte der Titelverteidiger noch einmal, warum er seit Jahren zur nationalen Spitze der AK 50 gehört. Gegen den Frankfurter GC gewann Braunschweig deutlich mit 4,5:0,5 – wobei das nackte Ergebnis über die Spannung auf dem Platz hinwegtäuscht.

Götz Straßburg und Lorenz Rudek sorgten im Vierer mit einem klaren 5&4 gegen Eric Harm de Jonge und Christian Zipf für den ersten Punkt. Johannes Buchler und Andreas Stamm gewannen ihre Einzel jeweils mit 2&1. Deutlich enger wurde es bei Hans-Immo Müller, der Thomas Biermann mit 1auf bezwang. Kai Hilz und Felix Banzhaf teilten ihr Match. Mehrere Entscheidungen fielen damit erst auf den letzten Löchern.

Für den Golf-Klub Braunschweig endete die DMM AK 50 2026 somit mit Bronze – und mit einer nationalen Medaille im 100. Jahr der Klubgeschichte.

Bochumer GC ist Deutscher Mannschaftsmeister

Gold ging an den Bochumer GC. Der viermalige Meister der Jahre 2018 bis 2022 setzte sich im Finale mit 3:2 gegen den Stuttgarter GC Solitude durch. Die Entscheidung war dabei früher gefallen, als das knappe Endergebnis vermuten lässt: Bochum hatte den Titel bereits sicher, bevor die letzten beiden Partien geteilt wurden.

Für Braunschweig blieb nach zwei Meistertiteln in Folge diesmal Rang drei. Auf dem eigenen Platz, im Jubiläumsjahr und nach dem Sieg in der Qualifikation dürfte diese Bronzemedaille dennoch einen besonderen Platz in der Klubgeschichte bekommen.

DMM AK 50 2026 Herren – Endstand

  1. Bochumer GC
  2. Stuttgarter GC Solitude
  3. Golf-Klub Braunschweig
  4. Frankfurter GC
  5. Hamburger GC
  6. Marienburger GC
  7. GC Pleiskirchen
  8. Düsseldorfer GC
  9. GC Sylt
  10. Münchener GC
  11. GC Trier
  12. GSV Düsseldorf
  13. G&LC Berlin-Wannsee
  14. L&GC Öschberghof
  15. GC Feldafing
  16. GC Syke
Die Medaillengewinnerinnen der DMM AK 50: Der GC Leverkusen feiert im GC Nahetal den Deutschen Meistertitel vor dem GC Wörthsee und Titelverteidiger Krefelder GC. (Foto: C&V Sport Promotion DGV)
Gold, Silber und Bronze im GC Nahetal: Der GC Leverkusen gewinnt die DMM AK 50 vor dem GC Wörthsee und dem Krefelder GC. (Foto: C&V Sport Promotion/DGV)

Auch die Damen küren ihre Meisterinnen

Bei den Damen wurde die DMM AK 50 im GC Nahetal ausgetragen – und die Entscheidung fiel tatsächlich erst auf der 18. Bahn. Beim Stand von 2:2 gewann Heike Werres ihr letztes Loch gegen Sabine Urban und machte damit den 3:2-Triumph des GC Leverkusen gegen den GC Wörthsee perfekt. Bronze sicherte sich Titelverteidiger Krefelder GC mit einem 4:1 gegen den Münchener GC. Endstand: 1. GC Leverkusen, 2. GC Wörthsee, 3. Krefelder GC, 4. Münchener GC, 5. Hamburger GC, 6. GC Hamburg Wendlohe, 7. GC Neuhof, 8. Stuttgarter GC Solitude, 9. GC Neuhof, 10. G&LC Berlin-Wannsee, 11. GC Chieming, 12. Club zur Vahr, 13. GC Wildenrath, 13. GC Westerwald, 15. GC St. Leon-Rot, 16. Burgdorfer GC.