Alles im Griff: das große Golf-Handschuh-Spezial

Mayakoba Golf Classic – Round Three

Sie sollen sitzen wie eine zweite Haut, gut aussehen, verschiedenen Wetterbedingungen trotzen und lange halten. Golf-Handschuhe gehören zum Spiel wie Driver und Putter. GM stellt eine Auswahl aktueller Modelle vor und erläutert, worauf beim Kauf geachtet werden sollte.

T | Marcel Czack und Philipp von Schönborn

Mit Golfhandschuhen verhält es sich, wie auch mit vielen anderen Bestandteilen funktionaler Sportausrüstung. Wie entscheidet man sich angesichts des großen, vielfältigen Angebots? Beim Handschuhkauf sehen sich Golfer mit unterschiedlichen Materialien, Stilen, Passformen und Preisen konfrontiert. Einiges hängt nur vom persönlichen Geschmack ab, bestimmte Merkmale aber sind essentielle Voraussetzungen für die bestmögliche Leistung bei der Ausübung des Spiels und sollten unbedingt beachtet werden. Hat Ihr Golfhandschuh etwa nicht die richtige Passform, kann das bedeuten, dass Sie Schläge auf der Runde verlieren. Und das wollen wir doch alle nicht.

Ein richtig sitzender Handschuh trägt dazu bei, eine gleichbleibende Verbindung zum Schläger zu gewährleisten, unabhängig von Hitze, Feuchtigkeit und Schweiß. Natürlich gibt es auch Golfer, die lieber keinen Handschuh tragen. Diesen möchten wir auf dem Weg zu Schwielen und Blasen nicht im Weg stehen beziehungsweise einfach zur Widerstandsfähigkeit ihrer Hände gratulieren. Doch geben wir zu bedenken, dass praktisch die gesamte Weltelite der Profigolfer auf den Gebrauch von Handschuhen setzt – und zwar aus guten Gründen. Handschuhe sind griffiger als die nackte Haut, besonders bei feuchten Bedingungen, und helfen dabei, den Schläger im Schwung verlässlich zu halten. So können Sie sich sicher fühlen, weil Sie wissen, dass Sie die Kontrolle über den Schläger nicht verlieren werden.

Varianten

Es gibt Modelle aus Vollleder, solche die Lederanteile mit synthetischen Stoffen kombinieren sowie komplett synthetische Optionen. Beim Leder dominiert Cabretta (Schafsleder), da dieses besonders weich und angenehm zu tragen ist und offenbar eine hohe Verfügbarkeit gegeben ist. Aber auch Leder von Ziegen und Kängurus kommen zum Einsatz. Echtleder ist für viele Golfer bei den Punkten Tragegefühl und Haftung nicht zu übertreffen. Vor allem wenn es dünn gehalten wird. Grundsätzlich gilt, je dünner das Leder desto kürzer die Lebensdauer. Doch spielen für die Haltbarkeit auch die verwendete Qualität des Leders wie auch die Güte der Verarbeitung eine entscheidende Rolle. Teilweise deutliche Preisunterschiede zwischen den Herstellern sind auch mit dem Qualitätsgrad der Tierhaut sowie dem betriebenen Aufwand zur Qualitätssicherung zu begründen.

Kombiniert man Leder mit Kunststoffen wie Lycra, Nylon sowie Mesh- und Stretch-Materialien, kann das zu längerer Haltbarkeit und Formbeständigkeit führen, die Atmungsaktivität erhöhen und – an den richtigen Stellen eingesetzt – auch die Passform verbessern. Die große Stärke von reinen Synthetik-Handschuhen ist ihre universelle Einsetzbarkeit bei allen Wetterlagen, ganz besonders dann wenn es nass wird.

Allerdings: Die Regel, dass Leder für feuchte oder sogar nasse Bedingungen nicht geeignet ist, da es einerseits rutschig wird und darüber hinaus die Feuchtigkeit das Material schädigt, ist heute weder obsolet noch uneingeschränkt richtig. Denn einige Hersteller, wie FootJoy und Hirzl, haben spezielle Gerbungs-Prozesse entwickelt, die das Leder gegen Schweiß und Wasser resistent machen. »Leder 2.0» sozusagen.

GM-Tipp: Wie du die richtige Passform findest, kannst du HIER nachlesen
Fünf Fragen an Herrn DJ Zakbar (Foot Joy Product Manager – Gloves)
Die Modelle im Überblick findest du hier