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Golf in der Schweiz: Die schönsten Plätze zwischen Alpen und Lago Maggiore

Golf in der Schweiz ist kein Schnäppchen aber ein Erlebnis, das man nicht vergisst. Wo sonst schlägt man am Morgen neben Gletschern ab und sitzt am Abend unter Palmen am Lago Maggiore? Die Eidgenossenschaft bietet auf engem Raum völlig verschiedene Golfwelten, die GM besucht hat: die hochalpine Bergkulisse rund um Andermatt, das traditionsreiche Grand Resort Bad Ragaz im Heidiland und die sonnenverwöhnten Plätze des Tessins in Ascona und Losone. Dazu kommen gepflegte Fairways, leere Tee-Times und Hotels auf Spitzenniveau. Wir zeigen Ihnen die schönsten Golfplätze der Schweiz.

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Golf in der Schweiz
Golf Club Bad Ragaz

Alpenpanorama in Andermatt, Championship-Golf in Bad Ragaz, mediterranes Flair im Tessin: Die besten Golfplätze der Schweiz und wo Golfer übernachten.

Golf in der Schweiz: jeden Franken wert

Wer Golf in der Schweiz spielt, zahlt mehr als in den meisten Nachbarländern – für Greenfees ebenso wie für Hotels. Dafür bekommt man angenehm leere Plätze, eine exzellente Platzpflege und eine Infrastruktur auf höchstem Niveau. Drei Regionen zeigen, wie vielfältig das kleine Land ist: Andermatt im Hochgebirge, Bad Ragaz im Heidiland und das Tessin am Lago Maggiore.

Andermatt: Alpengolf auf 1.400 Metern

Andermatt im Kanton Uri war lange ein Armeestützpunkt und verlor nach dem Kalten Krieg an Bedeutung. Mit dem Projekt „Andermatt Swiss Alps“ des ägyptischen Investors Samih Sawiris kam die Wende: Rund zwei Milliarden Franken fließen in den Ort, dazu etwa 130 Millionen in die SkiArena Andermatt-Sedrun. Herzstück für Golfer ist der Andermatt Golf Course, den Kurt Rossknecht entworfen hat und der 2016 eröffnete.

Andermatt Golf Course
Andermatt Golf Course

Andermatt Swiss Alps Golf Course

Breite Fairways und zahlreiche Wasserhindernisse prägen den Platz. Die Bahnen 3 bis 6 sind alpin mit spürbaren Höhenunterschieden. Knackpunkte sind Bahn 7 (Par 4, 360 m), Bahn 8 (Par 5, 470 m) und das Par 3 an Bahn 9. Schweizer Golfer wählten den Kurs 2018 zum besten Platz des Landes; dazu kommen drei World Golf Awards. Botschafter ist Skilegende Bernhard Russi.

Weitere Plätze rund um Andermatt

  • Golfclub Gotthard Andermatt Realp: 9 Löcher am Furkapass, von Bernhard Russi gegründet. Extreme Höhenunterschiede, kleine Grüns, sehr naturbelassen – Kondition und ein gutes kurzes Spiel sind gefragt.
  • Golfclub Sedrun: 9 Löcher in einem engen Bergtal, bei dem Höhenunterschiede das Spiel bestimmen.

Abseits des Golfplatzes

Andermatt kommt auf knapp 1.900 Sonnenstunden im Jahr und zählt damit zu den zehn sonnigsten Orten der Schweiz. Der historische Ortskern stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert; die Passstraßen der Umgebung waren Kulisse für den James-Bond-Film „Goldfinger“.

Andermatt
Andermatt

Hotels in Andermatt

  • The Chedi Andermatt: mehrfach prämiertes Luxushotel auf dem Grund des ersten Grand Hotels im Ort
  • Radisson Blu Hotel Reussen: modern, wenige hundert Meter vom Golfplatz
  • River House Boutique Hotel: im alten Ortskern

Bad Ragaz: Championship-Golf im Heidiland

Knapp eine Autostunde hinter der deutschen Grenze liegt das Grand Resort Bad Ragaz mit zwei Golfplätzen, mehreren Hotels und Restaurants.

Luxus, Stil und Geschichte begleiten hier den Aufenthalt – und deshalb sind auch die Profis der European Seniors Tour seit mittlerweile 1997 immer wieder gerne bei der Swiss Seniors Open im Golf Club Bad Ragaz zu Gast. Hier stimmt das Gesamtpaket aus Lage, Ambiente, Beherbergung, Gastronomie und Golfplatz. Der Championship-Kurs ist relativ verzeihlich, flach und kurz, die Herausforderung zu meistern und der Score niedrig. Hier fühlt man sich wohl, hier kommt man gerne wieder.

  • Golf Club Bad Ragaz: flacher, eher kurzer Championship-Kurs, seit 1997 Austragungsort der Swiss Seniors Open
  • Golf Club Heidiland: 9-Löcher-Platz (Par 31) mit gleich hohem Pflegestandard – ideal für eine schnelle Runde

Tessin: Golf am Lago Maggiore

Egal, ob man von Norden durch den Gotthard-, oder durch den San Bernadino-Tunnel, ins Tessin einreist, sobald man das Tageslicht wieder erblickt, tut sich eine »neue Welt« auf, und es dauert nicht mehr lange, bis man den Lago Maggiore sieht.

Golf Club Patriziale Ascona

Das Klima in diesem Teil der Schweiz ist angenehm, besonders beim Golfspielen. Der Kontrast von Bergen und See ist immer wieder beeindruckend. Golfer können sich hier über eine weiteren Kombination freuen: die beiden Plätze in Locarno sind beste Beispiele für Tradition (GC Patriziale Ascona) und Moderne (GC Gerre Losone).

Die Anlage in Ascona wurde 1928 gegründet und hatte zunächst neun Löcher aus der Feder der Architekten Colt & Alison. 1957 wurde der Parkland-Kurs von C.K. Cotton zu einem 18-Löcher-Platz erweitert und gehört seitdem zum »Who is who« der Schweizer Golfanlagen. 

Golf Club Gerre Losone

Mit dem Bau von Gerre Losone hat man 1999 begonnen und im September 2001 wurde der Kurs, den Peter Harradine designt hat, eröffnet. Harradine hat es verstanden, moderne Platzarchitektur-Elemente zu einer anspruchsvollen und niemals langweiligen Runde zu vereinen. Golferisch ist für Abwechslung gesorgt – und wenn man im Frühjahr und Herbst von den Fairways aus auch noch die verschneiten Gipfel bewundern kann, geht einem schlichtweg das Herz auf.

Der Traditionsplatz ist ein von Wald eingerahmter Parkland-Kurs. Signature-Hole ist Bahn 8, ein Par 4 mit Wasserhindernissen.

Moderne Platzarchitektur und anspruchsvolle Grüns: Von 2006 bis 2012 war Losone Gastgeber der Deutsche Bank Ladies‘ Swiss Open.

Hotel Belvedere Locarno

Als Standort für Fahrten zu den jeweils 10 Minuten entfernten Golf Plätzen in der Schweiz empfiehlt sich das Hotel Belvedere in Locarno. Das 4-Sterne-Superior-Haus wurde im 15. Jahrhundert erbaut und ist seit Ende des 19. Jahrhunderts ein Hotel. Es bietet das Oasi-Spa mit Pool und Saunen sowie regionale Küche. Doppelzimmer gibt es ab 350 CHF pro Nacht inklusive Frühstück (Hochsaison), das Golf-Package ab 404 CHF pro Person mit zwei Nächten, Greenfee, Shuttle und Spa-Rabatt.

Ausflüge rund um Locarno

  • Wallfahrtskirche Madonna del Sasso
  • Mit der Cardada-Seilbahn hinauf zur Cimetta (1.671 m) mit Blick auf Lago Maggiore und Monte Rosa