Was für eine spannende 3. Runde bei der BMW International Open 2026. Michael Hollick, der schon nach Tag zwei ganz vorne lag, verteidigte die Spitzenposition. Allerdings hat der Südafrikaner Gesellschaft bekommen. Es ist einer, den man am Finaltag richtig auf der Rechnung haben sollte. Bernd Wiesberger kam mit 67 Schlägen ins Clubhaus und hat dadurch mit Hollick gleichgezogen – beide liegen bei 13 unter Par.
BMW Int. Open: Wiesberger wird Vater
Der Österreicher hat in diesem Jahr bereits in China gewonnen. Das war Titel Nummer neun auf der DP World Tour, und mit dieser Ausgangsposition peilt er im GC München Eichenried Nummer zehn an. Wiesbergers Hoch dürfte eng mit zwei Themen zusammenhängen: Seit geraumer Zeit arbeitet der 40-Jährige im mentalen Bereich mit Ex-Pro Sean Einhaus (betreut auch Ewen Ferguson/SCO und Richard Mansell/ENG) zusammen. Der Coach scheint die richtigen Hebel gefunden zu haben, damit es auf dem Platz wieder so gut läuft. Aber da ist noch eine andere News, und die verleiht ihm Flügel: Bernd Wiesberger und seine Partnerin erwarten Nachwuchs.
Attacke aus Bayern
Komplettiert wird die Finalgruppe von LIV-Pro Carlos Ortiz aus Mexiko (-12). Aufgrund einer lokalen Gewitterwarnung hat der Veranstalter die Startzeiten für Sonntag nach vorne verlegt und sich für Dreiergruppen entschieden. Wiesberger & Co. gehen bereits um 10 Uhr raus. Die beste dritte Runde (-7) spielte Thomas Rosenmüller. Das ist ganz besonders – nicht nur, weil er ein deutscher Pro ist, sondern weil Eichenried auch sein Heimatclub ist. Mit seiner 65 katapultierte er sich auf Rang vier, machte seiner Mutter ein perfektes Geburtstagsgeschenk und sich selbst gleich mit. Der Traum vom Titel in München ist für den Korn Ferry Tour-Spieler keine Utopie. Er hat alle Chancen, als zweiter deutscher Pro nach Martin Kaymer (2008) die BMW International Open zu gewinnen.
Freddy Schott, der Sieger von Bahrain, kletterte nach einer 68 auf Position zwölf, und Amateur Finn Kölle ist 18. Matti Schmid fiel nach seiner 74 zurück auf Rang 27. Den teilt er sich unter anderem mit Nicolai von Dellingshausen.
Bei der dritten Runde haben auch Deutschlands Top-Damen ganz genau hingesehen. Esther Henseleit und Helen Briem waren am Samstag auf der Anlage.
Leaderboard und Startzeiten: HIER
