Titelpremiere bei Schwarzsee-Debüt: Es war das erste Gastspiel der DP World Tour im Golfclub Kitzbühel-Schwarzsee-Reith. Und die Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel Tirol endete mit mitreißenden Vorstellungen einiger österreichischer Spieler sowie einem Sieger aus Japan, der erstmals in seiner Karriere einen Pokal auf der DP World Tour in Empfang nahm.
Auf einen Blick
- Erster DP-World-Tour-Titel: Der Japaner Kota Kaneko gewinnt die Austrian Alpine Open mit 18 unter Par und zwei Schlägen Vorsprung.
- Premiere in Kitzbühel: Erstmals gastiert die DP World Tour im Golfclub Kitzbühel-Schwarzsee-Reith.
- Starke Österreicher: Bernd Wiesberger wird geteilter Vierter, Lokalmatador Maximilian Steinlechner erreicht Rang sieben.
- Bester Deutscher: Marcel Schneider beendet das Turnier bei elf unter Par auf dem geteilten 17. Platz.
Kota Kaneko, 23, ausgestattet mit einem durchaus eigenwilligen Schwung, war nach vier Runden und einem wegen Gewittergefahr vorgezogenen Finaltag der Mann, der ganz oben auf dem Leaderboard stand. Die Nummer eins der Japan-Golf-Tour-Saisonwertung 2025 überzeugte mit einer über das Turnier eindrucksvoll konstanten Vorstellung und kam am Sonntagnachmittag mit zwei Schlägen Vorsprung vor Davis Bryant (USA) und dem Portugiesen Ricardo Gouveia ins Ziel.
Nach drei 65er-Runden behielt er in einem spannenden Finale die Nerven und ließ sich auch von einer mehr als eine Stunde andauernden Gewitterunterbrechung nicht aus der Fassung bringen. Sein Endergebnis: 67 Schläge und ein Gesamtergebnis von -18.
„Ich kann es immer noch nicht glauben. Ich hätte nicht gedacht, dass ich gewinnen würde, und bin immer noch völlig überrascht“, sagte Kaneko. „Ich wusste, dass ich den Ball gut getroffen hatte, aber dass er tatsächlich reingeht, war schon etwas Glück“, kommentierte er eine der entscheidenden Szenen auf dem Par 3 der 16, als er seinen Chip aus dem Rough aus gut zehn Metern zum Birdie einlochte.
„Ich möchte mich bei allen Fans bedanken, die mich in dieser Woche unterstützt haben. Ihr Zuspruch hat mir sehr geholfen, dieses Turnier zu gewinnen.“
Österreichs Asse spielen sich in den Vordergrund
Für Jubel bei den heimischen Fans sorgten die österreichischen Spieler. Bernd Wiesberger, zuletzt Gewinner der Volvo China Open, mischte bis in die Schlussphase des Turniers im Kampf um den Titel mit und belegte am Ende den geteilten vierten Rang. Lokalmatador Maximilian Steinlechner überzeugte ebenfalls mit einer starken Leistung (T7) und sorgte gemeinsam mit Spielpartner und Ryder-Cup-Star Sepp Straka (T12) für großes Interesse entlang der Fairways.
„Es war etwas ganz Besonderes, am Sonntag mit Sepp zu spielen“, sagte Steinlechner. „Das Wetter war gut, es waren viele Zuschauer da und ich habe auch noch gut gespielt. Dieses Turnier werde ich so schnell nicht vergessen.“ Besonders beeindruckt zeigte sich der 26-Jährige von der Atmosphäre: „Ich wusste, dass viele Leute kommen würden, weil das Wetter gut war und es ein großes Heimturnier ist. Aber mit so vielen Zuschauern habe ich nicht gerechnet. Vor heimischem Publikum zu spielen, macht einfach unglaublich viel Spaß.“
Ich habe das Gefühl, dass Golf in den vergangenen zehn Jahren deutlich populärer geworden ist. Das zu sehen, ist etwas ganz Besonderes.
Sepp Straka
Auch Straka, der in den USA lebt und auf der PGA Tour abschlägt, genoss die besondere Stimmung bei seinem Heimatbesuch. „Ich hatte Maximilian vorher noch nie spielen sehen und war wirklich beeindruckt. Es hat Spaß gemacht“, sagte die Nummer 18 der Weltrangliste. Mit Blick auf die Entwicklung des Golfsports in Österreich ergänzte er: „Ich habe das Gefühl, dass Golf in den vergangenen zehn Jahren deutlich populärer geworden ist. Das zu sehen, ist etwas ganz Besonderes.“
Als bester Deutscher schloss Marcel Schneider das Turnier bei -11 auf dem geteilten 17. Rang ab. Der 36-Jährige war der einzige deutsche Spieler, der den Cut überstanden hatte. Yannik Paul, Titelverteidiger Nicolai von Dellingshausen, Freddy Schott und Marcel Siem hatten den Cut verpasst.
