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Pepperell schießt gegen García: »Oder hat er Demenz?«

Nachdem sich auch Sergio García (ESP) öffentlich zu seinem Abschied von LIV Golf geäußert hat, laufen die sozialen Medien heiß. Mittendrin: Eddie Pepperell (ENG), der sich von seinem Tourkollegen auf den Arm genommen fühlt.

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ST ANDREWS, SCOTLAND - OCTOBER 02: Eddie Pepperell of England during Day One of the Alfred Dunhill Links Championship 2025 at Carnoustie Golf Links, on October 02, 2025, in Carnoustie, Scotland. (Photo by Ross Parker/SNS Group via Getty Images)
Eddie Pepperell - verpasste um einen Platz seine volle Spielberechtigung für 2027 (101)

Sergio García ist zurück auf der DP World Tour, doch nicht jeder freut sich über sein Comeback. Allen voran Eddie Pepperell, der in den sozialen Medien kein Blatt vor den Mund nimmt. Auf der Plattform X kommentierte der Engländer Garcías Ankündigung mit einer verbalen Breitseite: »Will Sergio uns auf den Arm nehmen? Ernsthaft? Das ist Provokation auf höchstem Niveau. Oder hat er Demenz?« so Pepperell in seinem Statement.

Offensichtlich eine Anspielung auf Kommentare Garcías aus dem Jahre 2022, in denen er über DP World Tour und PGA Tour schimpft:

»Ich kann es kaum erwarten, diese Tour zu verlassen – nur noch ein paar Wochen, dann muss ich mich nicht mehr mit euch herumschlagen.«

García bei der Wells Fargo Championship im Mai 2022, nach einer Strafe aufgrund überschrittener Suchzeit.

»Diese Tour ist scheiße. Ihr seid alle am A*****. Ihr hättet das saudische Geld nehmen sollen.«

García bei den BMW International Open im Juli 2022, nach einer Geldstrafe wegen seiner Teilnahme an LIV-Golf-Turnieren.

Vom Rebellen zum Rückkehrer

Als García 2022 zu LIV Golf wechselte, kehrte er den etablierten Touren lautstark den Rücken. Vier Jahre später nennt der 46-Jährige die DP World Tour plötzlich wieder seine sportliche Heimat. 2027 will er dort spielen und sich für den Ryder Cup empfehlen. García ist mit 28,5 erspielten Punkten weiterhin ewiger Rekordhalter.

Für Pepperell ist das Comeback nur schwer zu verdauen. Wahrscheinlich auch, weil es bei ihm selbst gerade nicht rund läuft: In der Saisonwertung landete er auf Rang 101 und verlor damit seine volle Spielberechtigung für 2027.

Wer Garcías Karriere verfolgt hat, weiß, dass der Spanier nie ein Kind von Traurigkeit war. Ein Rückblick auf seine berüchtigtsten Auftritte.

Garcías berüchtigtste Auftritte

2007 – Spucke im Loch

Bei der WGC-CA Championship in Doral verpasste García an der 13 einen kurzen Putt – und spuckte anschließend demonstrativ ins Loch. Seine Rechtfertigung: Die Spucke sei genau in der Mitte gelandet und habe niemanden gestört. Ein besonders unappetitliches Kapitel in Sachen Golfetikette.

2013 – Der „Fried Chicken“-Spruch gegen Tiger Woods

Bei einer Preisverleihung wurde García gefragt, ob er seinen Rivalen Tiger Woods zum Essen einladen würde. Seine Antwort: Es gebe dann jeden Abend Fried Chicken. Die Anspielung auf ein rassistisches Klischee löste einen Skandal aus, Woods nannte den Kommentar verletzend und unangemessen. García entschuldigte sich später.

2018 – Masters: Fünf Bälle im Wasser, eine 13 auf der Karte

Als Titelverteidiger erlebte García an Loch 15 einen Albtraum. Fünf Bälle versenkte er nacheinander im Teich. Besonders bitter: Mehrere Wedges landeten zunächst auf dem Grün, rollten dann aber mit viel Spin zurück ins Wasser. Am Ende stand eine 13 – damals der geteilte Masters-Rekord für das höchste Ergebnis an einem Loch. García meinte hinterher, er habe eigentlich gar nicht so schlecht geschlagen.

2019 – Saudi-Arabien: Wutanfall und Disqualifikation

Beim Saudi International ließ García seinen Frust erst an einem Bunker aus, nachdem er zwei Anläufe gebraucht hatte, um den Ball aus dem Sand zu bekommen. Danach beschädigte er mit seinem Putter mehrere Grüns. Mitspieler beschwerten sich, die European Tour disqualifizierte ihn wegen schweren Fehlverhaltens.

2022 – Wells Fargo: »Ich kann es kaum erwarten, diese Tour zu verlassen«

Nach einem Streit über die Zeit bei der Ballsuche geriet García mit einem Referee aneinander und ließ vor laufenden Mikrofonen wissen, dass er die PGA Tour bald hinter sich lassen werde. Pikant: Die Tour räumte später ein, dass der Referee tatsächlich einen Fehler gemacht hatte. Wenige Wochen danach folgte der Wechsel zu LIV Golf.

2022 – BMW PGA Championship: Lieber Football als Golf

In Wentworth zog sich García nach nur einer Runde zurück – und tauchte kurz darauf bei einem College-Football-Spiel in Texas auf. Die DP World Tour belegte ihn wegen des nicht ausreichend begründeten Rückzugs mit einer Geldstrafe.

2023 – Unbezahlte Strafe, Ryder Cup verspielt

Nach seinem LIV-Wechsel weigerte sich García, eine Geldstrafe von 100.000 Pfund an die DP World Tour zu zahlen, und gab stattdessen seine Mitgliedschaft auf. Damit verlor ausgerechnet der Rekordpunktesammler der Ryder-Cup-Geschichte seine Spielberechtigung für Europa beim Ryder Cup 2023.

2026 – Masters: Driver kaputt, Abschlag zerhackt

In der Finalrunde in Augusta verlor García schon an Loch 2 die Beherrschung. Nach einem verzogenen Drive schlug er zweimal wütend in die Abschlagsmarkierung und zertrümmerte anschließend seinen Driver an einer Kühlbox. Den Rest der Runde musste er ohne Driver spielen, dazu gab es die erste Verwarnung nach dem neuen Verhaltenskodex des Masters. Kurios: Kurz darauf trug er die Tasche seines Flightpartners Jon Rahm das Fairway hinunter. Zwei Tage später entschuldigte sich García öffentlich.