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Wiedemeyers goldene Woche

Tim Wiedemeyer sichert sich als dritter Deutscher den Sieg bei der Einzel-EM – und darf bei der 154. Open in Royal Birkdale abschlagen.

EGA

EM-Sieg und Open-Qualifikation: Tim Wiedemeyer (Bild: EGA)
EM-Sieg und Open-Qualifikation: Tim Wiedemeyer (Bild: EGA)

Stephan Gross (2008 im Esbjerg Golf Club), Matti Schmid (2019 im Diamond Country Club und 2020 im G&CC Zürich) – und nun Tim Wiedemeyer im Linna Golf in Finnland. Der 21-Jährige vom GC St. Leon-Rot hat sich als dritter Deutscher den Sieg bei der European Amateur gesichert.

Dabei fing die Einzel-EM für den College-Golfer der Texas Tech University eher ungünstig an. Nach einer 73 (+1) auf dem Parkland-Platz am Katumajärvi-See belegte der Münchner nur den 80. Rang. Runden von 65 und 64 Schlägen brachten ihn dann aber dorthin, wo ihn viele Experten bereits vor dem Turnier erwartet hatten: an die Spitze des Feldes.

Eine 68 zum EM-Titel

In das Finale war Wiedemeyer mit zwei Schlägen Vorsprung gestartet und brachte spätestens mit Birdies auf den Löchern 10, 11 und 15 einige Schläge zwischen sich und seine nächsten Verfolger. Am Ende brachte er den EM-Titel – anders als 2024, als ihm ein Quadruple-Bogey auf dem 72. Loch den Sieg noch entrissen hatte – mit einer 68 (-3) und einem Gesamtergebnis von 13 unter Par sicher ins Ziel. Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Niederländer Nevill Ruiter betrug zwei Schläge. Emil Albers (T9) und Emil Riegger (T13) kamen aus deutscher Sicht ebenfalls unter die Top 15.

„Ich weiß im Moment gar nicht, was ich denken soll“, sagte Wiedemeyer, nachdem er den Siegputt versenkt hatte. „Es wird eine Weile dauern, bis das alles wirklich zu mir durchdringt. Ich bin einfach nur froh, dass ich es geschafft habe.“

Top-Form nach Fehlstart

Tim Wiedemeyer bei der BMW International Open 2026
Tim Wiedemeyer bei der BMW International Open 2026

„Ich habe einfach versucht, meinen Spielplan umzusetzen. Ich hatte einen schwierigen Start ins Turnier, daher konnte ich nur an meinem Spielplan festhalten und die Dinge kontrollieren, die ich kontrollieren konnte – und genau das habe ich heute versucht.“

„Als ich die letzten paar Löcher entlangging, habe ich daran gedacht, wie ich vor ein paar Jahren auf dem letzten Loch eine Neun gespielt habe. Es fühlt sich also gut an, es geschafft zu haben und am letzten Loch keine Neun zu spielen.“

„Es ist ein Traum, der wahr wird, bei einem Major-Turnier zu spielen.“

Tim Wiedemeyer

Für Wiedemeyer bedeutet der EM-Sieg nicht nur einen großen Titel, sondern auch die Qualifikation für das Feld der 154. Open Championship in Royal Birkdale. „Es ist ein Traum, der wahr wird, bei einem Major-Turnier zu spielen“, sagte Wiedemeyer. „Ich werde einfach versuchen, so viel wie möglich zu lernen, und was auch immer dort passiert, passiert eben.“

Dass das Top-Talent auch bei den Profis durchaus konkurrenzfähig aufspielen kann, bewies er im vergangenen Jahr mit einem herausragenden 17. Platz bei der BMW International Open in München-Eichenried.

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