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Die 10 legendärsten Schläge in der Geschichte des Masters

Mit dem Masters steht das erste Major 2026 in den Startlöchern und auf dem heiligen Rasen des Augusta National Golf Club machte sich schon so mancher Profigolfer mit nur einem Schlag zur Legende. Wir haben zehn der legendärsten Schläge herausgesucht, die es in der Geschichte des Masters gegeben hat.

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Rolex

060404 Augusta Georgia USA / Photo Christer Höglund / 2006 Masters Tournament at Augusta National Golf Club / The 12th hole at Augusta National Golf Club a par three at Amen Corner and named after the flower Golden Bell
Bahn 12 des Augusta National Golf Club - Das Par 3 der berühmten Amen-Corner

Das 90. Masters steht bevor und die Vorfreude ist riesig! Zur Vorbereitung auf das diesjährige Golf-Fest in Augusta, Georgia, haben wir in den Archiven gestöbert und uns die besten Schläge der Geschichte herausgesucht. Welche legendären Momente dieses Turnier doch schon hervorgebracht hat! Nicklaus, Langer, Woods, Mickelson – sie alle haben im Augusta National GC ihre Spuren hinterlassen. Hier kommen zehn der unvergesslichsten Masters-Schläge aller Zeiten.

Alle Major-Turniere 2026 in der Übersicht.

Platz 10: Martin Kaymers Skipping-Ass (Par-3-Contest) 2012

Ein unvergesslicher Moment, der leider ein wenig zu früh und nur aus Jux und Tollerei entstand. Jährlich beim Par-3-Contest versuchen sich die Profis beim skippen über das Wasser auf der 16. Spielbahn. Vor voller Kulisse gelang der damaligen Nummer sechs der Welt damals ein sensationelles Ass. Im Internet sind von dem Kunstschuss nur Amateur-Aufnahmen zu finden.

Platz 9: Gene Sarazens Double-Eagle 1935

Das erste Albatros beim Masters ließ nicht lange auf sich warten. Schon im zweiten Jahr der Turniergeschichte, 1935, spielte Gene Sarazen – gedrängt von seinem Spielpartner Walter Hagen, der angeblich noch eine Verabredung an diesem Tag hatte – mit seinem zweiten Schlag den Ball direkt ins Loch. Zwar gibt es keine Videoaufnahmen von diesem historischen Moment, doch Sarazen selbst bestätigte in einem Interview die Legende um das erste Double-Eagle.

Platz 8: Sandy Lyle aus dem Fairwaybunker 1988

Letzte Runde beim Masters, gleichauf mit dem Spielpartner Mark Calcavecchia. Abschlag auf Loch 18, der Ball landet im Fairwaybunker… Ein frustrierendes Szenario. Doch der Schotte Sandy Lyle ließ sich davon 1988 nicht beirren. Mit einem Schlag aus dem Bunker, so präzise und sauber, wie man ihn sich nur vorstellen kann, gelang ihm Großartiges: Mit Spin und unter Ausnutzung der Ondulierung des Grüns spielte er den Ball direkt zum Loch und sicherte sich so das Birdie, und damit den Triumph.

Platz 7: Jack Nicklaus Putt 1986 – Yes, Sir!

Nach fünf Jahren ohne Major-Titel setzte der »Golden Bear« noch einmal zum Titelangriff an. Die sensationelle Aufholjagd in der Finalrunde und der ikonische Putt auf Bahn 17 brachten Jack Nicklaus 1986 seinen 18. und zugleich letzten Major-Sieg. Mit 46 Jahren und 82 Tagen stellte er damit einen weiteren Rekord auf, der bis heute Bestand hat.

Rolex ist stolzer Partner der 90. Ausgabe des Masters Tournament

Rolex unterstützt auch 2026 wieder als Partner das Masters-Tournament, das vom 9. bis 12. April zum 90. Mal im Augusta National Golf Club ausgetragen wird. Im Fokus steht unter anderem die Rolex-Botschafter Scottie Scheffler, der nach seinen Siegen 2022 und 2024 erneut um das Green Jacket spielt und Jon Rahm, Masters-Champion von 2023.

Das traditionsreiche Major gilt als einer der Höhepunkte im Golfkalender und bringt jährlich die Weltelite zusammen. Die diesjährige Jubiläumsausgabe erinnert an historische Momente, wie etwa den 40. Jahrestag von Jack Nicklaus’ legendärem Comeback-Sieg 1986. Rolex begleitet das Turnier seit 1999 und unterstreicht damit seine langjährige Verbindung zum Golfsport.

Jack Nicklaus (1986, 1975, 1972, 1966, 1965, 1963) © Rolex
Jack Nicklaus (1986, 1975, 1972, 1966, 1965, 1963) © Rolex

Platz 6: Bernhard Langers Eisen 3, 1993

Der dominantere der beiden Masters-Siege Bernhard Langers erfolgte 1993. Mit allen vier Runden unter Par und einem Vorsprung von vier Schlägen auf den zweitplatzierten Chip Beck sicherte sich Langer sein zweites Grünes Jackett – und festigte damit endgültig seinen Status als Legende. In Erinnerung blieb das Eagle auf der 13. Spielbahn am Finaltag.

Platz 5: Louis Oosthuizens Albatros 2012

Eines der bislang nur vier Albatrosse in der Geschichte des Masters gelang 2012 dem südafrikanischen Zweitplatzierten Louis Oosthuizen. Ein Schlag für die Geschichtsbücher, denn damit zog er ins Playoff gegen Bubba Watson ein. Das Erstaunliche: Nur zwei Tage zuvor hatte Oosthuizen auf der zweiten Spielbahn ein Double-Bogey gespielt.

Platz 4: Bubba Watsons Hook, Masters 2012

Gerade hatte sich Bubba Watson in der absoluten Weltspitze des Herrengolfs etabliert, als er zu seinem ersten Masters-Coup ansetzte – und dabei einen der legendärsten Schläge der Turniergeschichte ablieferte. Im Sudden-Death gegen Louis Oosthuizen landete sein Ball tief im Wald, auf einer Schicht aus Kiefernnadeln, 164 Yards (150 Meter) vom Loch entfernt – ohne freie Sicht aufs Grün.

Dann folgte der spektakuläre Rettungsschlag: Mit seinem 52-Grad-Gap-Wedge spielte Watson einen extremen Hook über 40 Yards, der den Ball nur fünfzehn Fuß vom Loch zum Liegen brachte.

Platz 3: Rory McIlroys Power-Draw, Masters 2025

Die Finalrunde des Masters 2025 gilt bereits jetzt als eine der spannendsten aller Zeiten: Rory McIlroys Doppel-Bogey zum Start, die Aufholjagd von Justin Rose mit zehn Birdies und ein phänomenaler Schlag nach dem anderen ließen die Spannung überkochen. Da wir uns für einen Moment entscheiden mussten, fiel die Wahl auf McIlroys zweiten Schlag auf der Par-5-15 – ein Power-Draw um die Kiefern, der das Grün traf. Ein Fehlschlag hier hätte die Niederlage bedeutet. Zuvor hatte der Nordire vier Schläge zwischen den Bahnen elf und 14 eingebüßt und seine komfortable Führung leichtfertig verspielt.

Platz 2: Phil Mickelson durch die Bäume, Masters 2010

Auf dem Weg zu seinem dritten Masters-Titel geriet der Lefty zwischenzeitlich auch in der Finalrunde in Bedrängnis. Auf der berühmten Bahn Nummer 13 – »Azalea« genannt – landete Mickelsons Drive im Kiefern­bewuchs auf der rechten Seite. Nach einer kurzen Absprache mit seinem Caddie zögerte er nicht lange: Mit vollem Mut legte Mickelson den Ball an die Fahne. Seine letzte Runde beendete er ohne Schlagverlust und mit vier Birdies auf den hinteren neun Löchern. Am Ende gewann er mit einem Vorsprung von drei Schlägen vor Lee Westwood.

Platz 1: Tiger Woods Chip-In, Masters 2005

»Here it comes. Oh my goodness. Oh wow. In your life, have you seen anything like that?« – Verne Lundquists Worte sind auch deutschen Golf-Fans noch heute im Gedächtnis. Es ist einer der wohl berühmtesten Golfschläge aller Zeiten: die Berechnung des Gefälles, der Gang über das Grün, die Vorstellungskraft der »Big Cat«, die voll besetzten Ränge, der legendäre Kommentar, die letzte halbe Umdrehung des Balls mit dem Nike-Logo in der Kamera und schließlich der Jubel.

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