Die Deutschen Meisterschaften der AK 65 und AK 75 im GC Halle wurden zur echten Hitzeschlacht. Aufgrund von Temperaturen bis nahe 40 Grad entschieden sich die Verantwortlichen, das Turnier auf drei Runden über jeweils neun Löcher zu verkürzen. Während die Damen AK 65 und die Herren AK 75 an allen Tagen die Front Nine absolvierten, trugen die Herren AK 65 ihre Meisterschaft ausschließlich auf den sehr hübsch designten Back Nine aus. Unter den extremen Bedingungen waren neben Präzision vor allem Konzentration, Taktik und ein gutes Energiemanagement gefragt.
Wiederholungsmeister AK 65: Christian Domin
In der AK 65 der Herren gelang Christian Domin (Hamburger GC) die erfolgreiche Titelverteidigung. Mit einer starken Schlussrunde fing er den bis dahin führenden Claus Mühlfeit noch ab und setzte sich mit insgesamt 106 Schlägen (+1) knapp vor Bernd Wolf (GC Hannover/107) und Friedrich-Karl Hohendahl (GC Hösel/109) durch. Mühlfeit, der nach zwei Tagen noch geführt hatte, fiel nach einer 42 auf den geteilten sechsten Rang zurück.
Start-Ziel-Sieg für Heider bei den Damen
Bei den Damen der AK 65 feierte Astrid Heider (GC Am Reichswald) einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Mit konstanten Runden von 37, 40 und 37 Schlägen ließ sie sich die Führung während des gesamten Turniers nicht mehr nehmen. Alexandra Gütermann (GC Gütermann Gutach) sicherte sich Silber vor Silke Kappmeier (GC Hamburg-Ahrensburg), die sich erst im Kartenstechen mit Bronze begnügen musste.
Christoph Städler siegt auf eigenem Platz
Für das sportliche Ausrufezeichen sorgte Christoph Städler (Osnabrücker GC). Der Architekt des Meisterschaftsplatzes eröffnete die DM der AK 75 mit einer glänzenden 31 (-5) und legte damit den Grundstein für einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Mit insgesamt 105 Schlägen blieb er als einziger Spieler des Turniers unter Par. Waldemar Krüger (Bochumer GC) wurde Zweiter vor Suat Bicer (Berliner G&CC Motzener See), während Städler auf seinem selbst entworfenen Platz einen ganz besonderen Triumph feierte.
Der Meisterschaftsplatz am Hufeisensee verlangte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern trotz des verkürzten Formats alles ab. Die Kombination aus anspruchsvollem Layout und extremer Hitze machte die Titelkämpfe zu einer außergewöhnlichen Herausforderung, bei der jeder Schlag und jede taktische Entscheidung noch stärker ins Gewicht fielen.
