Eine weitere Saison geht zu Ende, und auch in diesem Jahr konnte wieder ein deutscher Profi einen Sieg auf der DP World Tour feiern. Am ersten Februar 2026 war es endlich so weit für den jungen Düsseldorfer Freddy Schott. Im Play-off schlug der damals noch 24-Jährige den schottischen Routinier Calum Hill und Masters-Champion Patrick Reed (USA) und spielte sich damit in die Herzen aller deutschen Golffans.
Mit dem Sieg kamen ganze 585 Punkte im Race to Dubai – mehr als die Hälfte aller Punkte auf Schotts Konto in dieser Saison – und damit genug für die Teilnahme in Abu Dhabi. Derzeit belegt der einzige verbleibende deutsche Pro Rang 44 der Tabelle und wäre damit auch beim Finale in Dubai in der kommenden Woche mit am Start. In Abu Dhabi sind noch 70 Spieler im Feld, in Dubai nur noch 50.
MagentaTV überträgt das erste Finalturnier ab Donnerstag, den 5.11., um 8:00 Uhr morgens.
Freddy Schotts Startzeiten (Flightpartner: Gregorio de Leo (ITA) und Frederic Lacroix (FRA)):
Donnerstag: 6:23 Uhr
Freitag: TBA
Chacarra, McIlroy oder Reed?
Das sind die drei Favoriten auf den Saisontitel und die Harry Vardon Trophy: Nach einer sensationellen Saison mit drei Siegen, neun Top-10-Platzierungen und nur vier verpassten Cuts in 29 Turnieren wird Eugenio Chacarra (ESP) in Abu Dhabi versuchen, seine Position zu verteidigen.
»Es ist aufregend. Rory war eines meiner Kindheitsidole, und ich habe ihn oft im Fernsehen verfolgt. Es wird sicher viel Spaß machen, ihn spielen zu sehen. Sein Golfspiel ist einzigartig. Gleichzeitig muss ich mich natürlich auf mich selbst konzentrieren«, so Chacarra im Interview mit der Tour über den Topflight.
Erster Verfolger mit knapp 700 Punkten Rückstand ist Patrick Reed (USA). Bei den westasiatischen Turnieren zu Beginn der Saison zeigte er seine besten Leistungen. Neben dem geteilten zweiten Platz hinter Schott in Bahrain gewann er die Dubai Desert Classic und das Qatar Masters. In der Pressekonferenz zeigte sich der Amerikaner zuversichtlich: »Klar, es macht natürlich immer Spaß, zu führen, das steht fest. Aber wir sind in einer guten Position – als Zweiter können wir ihn jagen und versuchen, ihn noch einzuholen.«
Gut 300 Punkte dahinter lauert Rory McIlroy (NIR), der mit einem weiteren Sieg der Gesamtwertung mit Order-of-Merit-Rekordhalter Colin Montgomerie (8 Titel) gleichziehen könnte. Das Trio geht um 8:50 Uhr deutscher Zeit gemeinsam auf die Runde.
Diese Profis sind nicht in Abu Dhabi
Obwohl sie sich ihren Platz für die Play-offs erspielt haben, verzichten einige Superstars der Golfwelt auf eine Teilnahme am ersten Finalturnier. Die aktuelle Nummer drei der Welt, Matt Fitzpatrick, äußerte bei der BMW PGA Championship in Wentworth Sicherheitsbedenken wegen der angespannten Lage in Westasien.
Die Tour hatte vorsorglich Ausweichorte für die Finalturniere geprüft, eine Verlegung aber nie ernsthaft in Betracht gezogen. Außerdem nicht im Feld in Abu Dhabi sind: Ryan Fox (NZL), Shane Lowry (IRL), Alex Fitzpatrick (ENG), Min Woo Lee (AUS), Rasmus Neergaard-Petersen (DEN), Ludvig Åberg (SWE), Robert MacIntyre (SCO), Si Woo Kim (KOR), Justin Rose (ENG) und Ryan Gerard (USA). Das Feld wurde deshalb mit den nachfolgenden Spielern aus dem Race to Dubai aufgefüllt.
Bernd Wiesberger zurück zur PGA Tour
Der Österreicher Bernd Wiesberger steht kurz vor dem Schritt auf die PGA Tour. Nach einer starken Saison samt seinem ersten Sieg auf der DP World Tour seit 2021 belegt der 41-Jährige derzeit Rang 12 im Race to Dubai und liegt damit auf Kurs für eine PGA-Tour-Karte. Insgesamt schaffte es Wiesberger in dieser Spielzeit viermal in die Top 5, darunter auch bei der BMW International Open in München.
Wiesberger geht um 8:17 Uhr mit Oliver Lindell (FIN) und Joe Dean (ENG) auf die Runde.
