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Martin Kaymer: „Freue mich darauf, mein Team aufzustellen…“

Martin Kaymer spricht über die Zukunft seines Teams in der LIV Golf League und ein mögliches Turnier in Deutschland.

Martin Kaymer Helianthus Stiftung - Matthias Gruber

Im Gespräch: Martin Kaymer
Im Gespräch: Martin Kaymer

Für Martin Kaymer hat sich seit seinem Wechsel zur LIV Golf League etwas verändert. Als Kapitän ist der Deutsche nicht nur für sich selbst, sondern auch für sein Team verantwortlich. Wie genau es mit den Cleeks mit Kaymer, Richard Bland, Graeme McDowell und Bernd Wiesberger weitergeht, ist allerdings unklar.

Gut möglich ist sogar, dass das Team einen neuen Namen bekommt. Denn Kaymer ist mit dem Begriff Cleeks, der keine besondere Aussage hat, nicht sonderlich glücklich, wie er beim Gespräch mit GM während seines Charity-Turniers am Öschberghof bekräftigte.

Gut möglich ist ebenfalls, dass der Deutsche in der kommenden Saison mit drei neuen Spielern an der Seite an den Start gehen wird, da verschiedene Vertäge der Team-Kollegen – je nach Leistung –auslaufen könnten.

Ein Meeting mit allen Kapitänen und den LIV-Verantwortlichen auf den Bahamas am Ende des Jahres soll Aufschluss geben, wie es mit den Teams weitergeht. Auch, inwieweit Kaymer als Kapitän in mögliche Transferaktivitäten überhaupt involviert sein wird. Geplant sei eine Lösung, in der Sponsoren die Teams übernehmen.

Könnte bald wie in der Bundesliga laufen…”

“Es könnte bald wie in der Bundesliga laufen”, erklärt der deutsche Major-Sieger. “Mit Aspekten wie Scouting und einem Transfermarkt. Ich freue mich sehr darauf, im kommenden Jahr mein Team aufzustellen und auch auf den anderen Touren zu schauen, wer Lust hat und in Frage kommt.”

Allgemein ist Kaymer, der nach seiner Handgelenksverletzung noch nicht wieder bei 100 Prozent ist, glücklich über seinen Wechsel in die LIV Golf League und schätzt die Atmosphäre, die sich auch bei Kollegen herumgesprochen hätte. “Ich bekomme fast jede Woche Anrufe von Spielern, die wissen wollen, ob es noch freie Plätze in den Teams gibt.” Sein Vertrag mit der vom PIF finanzierten Serie läuft noch bis 2025, könnte sich aber je nach sportlicher Situation verlängern.

Kaymer würde sich freuen, sollte es in Zukunft auch in Deutschland ein LIV-Turnier geben. GM berichtete im Juli. “Es gab Gespräche und mehrere interessierte Golfclubs. Mal sehen, was daraus wird.” Wie GM erfuhr, ist Gut Lärchenhof dabei. Eine Abordnung war auch beim LIV-Turnier in Valderrama vor Ort. Der Club bei Köln zählt zu den besten deutschen Adressen, die DP World Tour gastierte häufig auf dem Jack-Nicklaus-Platz.

Welche Probleme der Deutsche aktuell mit seinem Spiel hat, welchen neuen Wohnsitz er mit seiner Familie ausgesucht hat und weshalb er ganz sicher ist, wieder zur alten Stärke zurückzufinden, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe #10/2023!