Die bislang letzte deutsche Siegerin des Amundi German Masters powered by VcG könnte auch die nächste sein: Alexandra Försterling, Siegerin 2024 am Seddiner See bei Berlin, glänzte in Runde drei mit der tagesbesten Runde von 69 Schlägen (-4), die sie auf insgesamt zehn unter Par brachte.
Drei Deutsche unter den engsten Verfolgerinnen
Die 26-Jährige erspielte sich damit vor der Finalrunde am Sonntag einen Vorsprung von zwei Schlägen auf Sara Kouskova (Tschechien) und Chiara Noja (Deutschland) bei acht unter Par. Auf dem geteilten vierten Rang bei sechs unter Par lauern Leonie Harm (Deutschland) und Anna Huang (Kanada). Esther Henseleit erlebte einen unglücklichen Tag und fiel mit ihrer 77 von der Spitze zurück auf den geteilten sechsten Platz (-5).
Anspruchsvoller Spielbedingungen – Wind, Hagel, Platzregen
Bei wechselnden Bedingungen zwischen Sonne, Wind, Hagel und Platzregen begeisterte am Moving Day vor allem Försterling die Fans auf den Naturtribünen des Nord Course der Green Eagle Golf Courses. Nach verletzungsgeplagtem Jahr 2025 zeigte sie in dieser Saison wieder die Form, mit der sie 2023 und 2024 vier LET-Titel feiern konnte.
Försterling: Mit vier Birdies in Folge
»Ich bin wirklich glücklich. Ich glaube, ich spiele im Moment sehr solides Golf und bin insgesamt einfach sehr zufrieden mit meiner Leistung«, sagte Försterling. »Ich freue mich natürlich riesig darüber, dass es gerade so gut läuft und ich so konstant spiele. Ich werde einfach versuchen, genauso weiterzumachen, mich nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen und Spaß zu habe
Das gelang ihr an diesem Samstag besonders zwischen Loch 12 und 15 besonders gut. Mit vier Birdies in Folge stürmte sie dort an den Konkurrentinnen vorbei. »Ehrlich gesagt, habe ich während der Runde gar nicht realisiert, dass es vier hintereinander waren. Ich habe einfach versucht, meinen Rhythmus zu finden und mein Spiel durchzuziehen – und das hat sehr gut funktioniert.« Und das bei zeitweise äußerst widrigen Bedingungen, die laut Försterling »definitiv nicht einfach« waren. »Irgendwann fing es sogar an zu hageln, damit hatte ich nicht gerechnet.«
Fünf Deutsche unter den Top Ten
Nicht unbedingt zu erwarten waren auch die guten Ergebnisse der deutschen Top-Golferinnen in dieser Woche. Hinter Försterling reihen sich bis zum geteilten sechsten Platz vier Heimspielerinnen ein. »Es ist schön zu sehen, dass so viele deutsche Spielerinnen hier so gut spielen«, sagte Spitzenreiterin Försterling, die den Blick schon Richtung Titel richtet. »Es würde mir natürlich sehr viel bedeuten, morgen ganz vorne zu landen – gerade nach der etwas schwierigeren Phase im letzten Jahr mit mentalen Themen und auch kleineren Verletzungen. Das war nicht einfach. Umso schöner ist es jetzt, wieder in dieser Position zu sein.«
Chiara Noja: »Ein bisschen stolz«
Ebenfalls aus einer Verletzungspause kämpft sich Chiara Noja in Winsen (Luhe) bei Hamburg zurück. Die 20-Jährige, die schon als 16-Jährige mit einem LET-Titel für Furore sorgte, zeigt bei ihrer Rückkehr auf die Tour sehr starkes Golf und liegt vor der Finalrunde zwei Schläge hinter Försterling mehr als aussichtsreich. »Nach der langen Pause bin ich, ehrlich gesagt, auch ein bisschen stolz auf mich«, sagte Noja. „Ich hätte nicht unbedingt damit gerechnet, in dieser Position zu sein, deshalb bin ich positiv überrascht. Wenn es Richtung Schlussflight geht, wird das natürlich eine besondere Atmosphäre. Hoffentlich spielt das Wetter mit und es kommen viele Zuschauer – das macht es für uns alle noch schöner.«
Die weiteren deutschen Spielerinnen starten von Position 20 (Helen Briem, -1), 26 (Celina Sattelkau, Par), 34 (Verena Gimmy, +1), 43 (Sophie Witt, +3) und 63 (Sophie Hausmann, +10) auf die Finalrunde am Sonntag.
