Ein Triumph, der nicht nur souverän ausfiel, sondern zugleich den größten Vorsprung eines LET-Sieges in dieser Saison markierte.
Vor zwei Wochen beim Amundi German Masters powered by VcG 2026 hatten die deutschen Damen bereits eindrucksvoll bewiesen: Deutsches Frauengolf ist stark – sehr stark. In Green Eagle gewann Leonie Harm, Helen Briem wurde dort noch 20. Fünf deutsche Spielerinnen platzierten sich vor ihr. Nun folgte die Antwort: Briem dominierte in Frankreich das Feld und meldete sich nach ihrem ersten LET-Sieg bei der La Sella Open 2024 in Spanien eindrucksvoll zurück.
Briem mit fehlerfreiem Finale
Am Finaltag ließ die Spielerin des Elite Team Germany keine Zweifel aufkommen. Nach sechs Pars zu Beginn gelang ihr auf Bahn sieben das erste Birdie. Auf den Back Nine zog Briem dann entscheidend davon: Drei Birdies zwischen den Löchern elf und 14 machten früh klar, dass der Titel nur über sie gehen würde.
»Es ist lange her. Ich war ein paar Mal nah dran und habe es nicht geschafft, aber hier ist ein großartiger Ort für meinen zweiten Sieg«
Helen Briem
»Es ist lange her. Ich war ein paar Mal nah dran und habe es nicht geschafft, aber hier ist ein großartiger Ort für meinen zweiten Sieg«, sagte Briem nach ihrem Triumph. Besonders bemerkenswert: Sie spielte weiter nach vorne, ohne sich groß vom Leaderboard beeinflussen zu lassen. »Ich wusste eigentlich gar nicht genau, wie die Abstände sind. Ich habe einfach versucht, weiter Birdies zu machen und mir Chancen zu erarbeiten.«
Mit dem Sieg sicherte sich Briem zugleich einen Startplatz bei der Amundi Evian Championship 2026, dem einzigen Major in Kontinentaleuropa. An ihrer Seite war erneut Vater Jochen, der sie als Caddie begleitet. »Wir lernen zusammen, wir entwickeln uns zusammen – und es ist ein Privileg, mit ihm die Welt zu bereisen«, sagte Briem.
Auch die weiteren deutschen Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Alexandra Försterling landete mit drei unter Par auf Platz neun – das siebte Top-Zehn der laufenden Saison. Laura Fünfstück wurde mit +1 geteilte 28., Patricia Schmidt und Celina Sattelkau kamen mit +4 auf Rang 51 und Carolin Kauffmann beendete das Turnier mit +6 auf Rang 59.
Briem machte zudem im Race to Costa del Sol einen großen Sprung: Mit nun 600,25 Punkten verbesserte sie sich von Rang 75 auf Platz zwölf. Nach dem deutschen Ausrufezeichen in Green Eagle setzt Helen Briem damit direkt das nächste Signal – und diesmal gehört die Bühne ihr allein.
