Reise

Golfen im Oman: Der GJ-Reiseführer

Golfen im Oman: Wüste und Weihrauch

Bei Golfreisen in den Mittleren Osten ist Dubai die unangefochtene Nummer eins. Doch wer auf Kultur und Authentizität steht, findet im Oman ein perfektes Ziel zum Golfen – und hinter der Grenze zu Abu Dhabi in Al Ain auch noch einen Platz mit viel Geschichte des Emirats.

Khalid Al Rawahi fährt in einem großen, weißen SUV vor. Im Oman greifen sehr viele Menschen auf diesen Boliden zurück, weil er einfach robust ist und mühelos im Gelände, in der Wüste und den Bergen seine Dienste verrichtet. Khalid ist Omani, und er trägt die typische Landestracht mit langem Gewand (Dishdasha) und Kaschmirtuch (Massar). Als Laie sehen für mich diese Gewänder alle ziemlich gleich aus, aber das denken viele Touristen auch, wenn sie Altbayern in Tracht sehen. Aber Lederhose ist nicht gleich Lederhose. Ganz einfach. Und wie in Bayern kommt es auch im Oman u.a. auf die Stickerei an. Sie verrät die regionale Herkunft.

Khalid ist unser Tour-Guide. Er kommt aus einem Dorf etwa 50 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Maskat und ruht in sich, wie man es nur selten erlebt. »Wir sind einfach sehr entspannt als Omanis, uns geht es gut. Wir haben ein wunderbares Land, taucht mit ein und genießt es«, begrüßt er seine Gäste am Eingang des modernen Kempinski im neuen In-Distrikt Al Mouj, einem modernen Komplex mit hochwertigen Wohnanlagen, Hotels, Geschäften, Restaurants, Marina und dem golferischen Aushängeschild Al Mouj GC. Ein Meisterwerk direkt am Golf von Oman vom renommierten Designer Greg Norman.

Ab in den Souk

Nach einer Runde dort steht Maskat-Sightseeing mit Khalid an. Der Inhaber von Old Muscat Tourism dürfte in dem gleichen Alter sein wie Norman (64), doch irgendwie ist es undefinierbar. Wahrscheinlich Mitte 60, vielleicht weniger, vielleicht mehr. Die Hauptstadt des Oman liegt an der Küste und erstreckt sich als »Muscat Capital Area« über 50 Kilometer von Maskat bis Sib.

Als Zentrum kann im engeren Sinne das Regierungsviertel mit dem Al-Alam-Palast – stolz zum Meer hin bewacht von den imposanten Festungen Al Marani und Al Jalali – und dem Nationalmuseum bezeichnet werden. Eine Bucht weiter befindet sich das sehr lebendige Geschäftsviertel Matrah mit der hübschen Corniche entlang des Hafens (dort liegt auch gerne eine der Sultan-Jachten) und dem faszinierenden, orientalischen Souk. Matrah ist übrigens das »Herzstück« des Weihrauchs mit einem riesigen, weißen Weihrauchbrenner als Wahrzeichen.

Wolkenkratzer und gigantische Bauwerke wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten sucht man in dem Sultanat vergeblich. »Wir müssen nicht in ungeahnte Höhen bauen, um aufzufallen, das überlassen wir unseren Nachbarn. Wir haben Kultur, unsere Wurzeln beginnen ganz weit vor Christus, der Oman ist ja nicht Disneyland«, grüßt unser Tour-Guide den Nachbarn im Nordwesten mit einer scharfen Zunge.

Tourismus ja, Golfer auch gerne. Khalid Al Rawahi befürwortet die jährlich wachsende Zahl an Besuchern. Aber nur so lange, wie die Balance bestehen bleibt und er nicht das Gefühl hat, gemeinsam mit seinen Landsleuten zu einer Attraktion im eigenen Land degradiert zu werden, die primär dafür da ist, den Souk abends für die Touristen möglichst authentisch aussehen zu lassen.

Bildung und Berge

Ernsthafte Sorgen macht er sich keine, schließlich habe man mit Qabus ibn Said einen Herrscher mit Weitblick. Erst ab 1970 gewährte dieser internationalen Besuchern den schrittweisen Zugang. Alle Maßnahmen sind so angelegt, dass sie den Oman als Land nach vorne bringen und gleichzeitig die kulturelle Identität schützen. Letzteres geht nur mit Bildung: Vor über 30 Jahren war die Analphabetenquote bei fast 100 Prozent gelegen. Der Monarch ließ daraufhin überall Schulen errichten – die Alphabetisierung liegt mittlerweile bei etwa 94 Prozent.

Mit der Bildungsoffensive einher ging die Stärkung der islamischen Religion mit ibaditischer Ausrichtung, Letztere erfuhr ihren Höhepunkt mit der Eröffnung der Sultan-Qabus-Moschee Anfang Mai 2001. Das Gotteshaus für 20.000 Gläubige mit seinen fünf Minaretten zählt zu den weltweit größten Moscheen, und die Kosten beliefen sich, so munkelt man, auf über 90 Millionen Dollar.

Khalid ist stolz auf das Bauwerk und empfiehlt den Touristen einen Besuch. In diesem Zusammenhang fragt er seine kleine Gruppe, wie häufig man denn ein Gotteshaus aufsuche. Für die Antworten – unregelmäßig bis eher gar nicht – hat er wenig Verständnis, schüttelt den Kopf und lutscht seine »Steinchen« weiter. Khalid lutscht diese in unterschiedlichen Größen, Formen und Farben ständig: mal weiß, mal leicht gelblich, mal eher grau, mal braun.

Mehr Wissenswertes über den Oman

Es handelt sich um Boswellia Sacra aus dem Gebiet Dhofar, den teuersten und reinsten Weihrauch der Welt und ein richtiger Exportschlager. Eine Großzahl der Omanis ist wie er von der heilenden und beruhigenden Wirkung überzeugt. Er kaut die kleinen, festen Harzklumpen mit den verschiedenen Geschmacksrichtungen und sein Haus duftet rund um die Uhr nach Weihrauch. Vielleicht hat der jahrzehntelange, rege Konsum auch zu seiner beängstigenden Entspanntheit beigetragen?

Al Rawahi ist enorm fit, gertenschlank, in seinen Sandalen und mit dem kleinen Gehstock bewegt er sich auch in steinigem Gelände mit einer Sicherheit, Geschwindigkeit und Eleganz wie eine Gazelle. Wir bestaunen das, als wir mit ihm erneut unterwegs sind: ein Tagesausflug in die Al-Hajar-Berge mit Zwischenstopp an der heißen Wasserquelle Al Towarah. Es folgt ein waghalsiges Offroad-Erlebnis mit gigantischen Ausblicken auf Wadi Ghul, Jabal Shams (Omans Grand Canyon und höchster Berg), Durchfahrt der Oasenstadt Balad Sayt Village mit einem auf einer Hochebene liegenden Fußballplatz. Nach dem anstrengenden Querfeldein-Geholpere auf unbefestigten Schotterpisten geht’s hinab nach Jabreen Castle (einst Wohnhaus von Sultan Saif al-Ya-arabi), zum UNESCO-Welterbe der Festung Bahla mit der sieben Meilen langen Stadtmauer und zu dem aus dem Mittelalter stammenden Fort Nizwa.

Der Oman bietet Kultur und Geschichte

Ein Teil des Tagesausflugs ist ein Abstecher nach Misfat Al Abriyeen. Im Old House gibt es auch einfache Übernachtungsmöglichkeiten, und man kann hier in die traditionelle Lebensweise abtauchen. Beispielsweise die richtige Art, Kaffee zu trinken. Doch Vorsicht: Das Heißgetränk ist mit reichlich Kardamom angereichert, und Tee wird hier gerne zuckersüß und mit Rosenwasser serviert. Khalid blüht in dem Dorf förmlich auf und erzählt von seiner Nebenrolle in »Personal Shopper«. In dem Film mit Kristen Stewart und Lars Eidinger spielte er genau an diesem Ort den Fahrer für die Hauptdarstellerin.

Nach der Visite geht es die fast 200 Kilometer zurück nach Maskat. Während die Reisegruppe abwechselnd in dem komfortablen SUV einnickt, chauffiert Al Rawahi seine Touristen putzmunter auf der Autobahn. Nebenbei schwärmt er von den vielen Vorteilen seines Landes. »Hier ist es sicher, wir zahlen keine Steuern. Das gilt auch für Ausländer, die bei uns arbeiten. Unser Sultan hat wirklich viel für unser Land getan.« Kurz vor der Hauptstadt gewährt er uns noch einen Einblick in sein Leben, das er vor der Gründung seines Reiseunternehmens geführt hat. Khalid gehörte der Leibwächtergarde des Sultans an. Das erklärt seine Fitness.

Nicht nur Golfen im Oman – Ab nach Abu Dhabi!

Zum Abschied empfiehlt er uns, den Platz von Al Mouj ein weiteres Mal zu spielen – und auch Ghala und Muscat Hills. Das machen wir natürlich. Wobei die Golf-Journal-Reise gar nicht im Oman endet, wir fahren von Maskat die knapp 300 Kilometer weiter bis ins benachbarte Emirat Abu Dhabi. Dort testen wir schließlich noch den Al Ain Equestrian Shooting & Golf Club.

Herausragend geht anders, doch kulturell ist Al Ain eine Hochburg. Wo jetzt das Al Ain Palace Museum steht, lebte einst der verstorbene Herrscher Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan mit seiner Familie. 1937 wurde die Festung im Beduinenstil erbaut, und bis 1966 leitete der Scheich die politischen Geschicke von hier. Seit 2001 ist das Gelände für Besucher zugänglich. Ebenso beeindruckend, das Qars Al Muwaiji, Geburtsort des amtierenden Herrschers Khalija. Und danach geht die gut zweistündige Fahrt weiter in die Hauptstadt Abu Dhabi. Also ins Disneyland, wenn man Khalid fragen würde.

GOLF MAGAZIN Top 5 – Golfen im Oman

Begegnung mit Meeresschildkröten: Vom Hafen in Al Mouj am frühen Morgen mit dem Schnellboot auf die Daymaniyat Islands. In dem Naturreservat kann man mit Meeresschildkröten schnorcheln und die herrliche Unterwasserwelt begutachten. Auf einer der kleinen Inseln wird ein Snack gereicht, man kann schwimmen, und anschließend geht es dann im rasanten Tempo die 45 Minuten zurück in die Marina (almoujmarina.com, Kosten: ca. 80 Euro).

Ab in die Wüste: Ein oder zwei Nächte in einem der Wüsten-Camps in der Wahiba Sands verbringen. Das Desert Nights Camp etwa – in einem Tal zwischen rot-beigen Dünenkämmen gelegen – bietet 26 gemauerte Luxusbungalows, die mit Zeltdächern versehen sind und aus orientalischem Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad und Außenterrasse bestehen. Angeboten werden Fahrten in die Dünen zum Sonnenuntergang, Kamelausritte und Quad-Touren – einmalig und unvergesslich ist aber das Abendessen unter freiem Himmel mit Blick auf zigtausend Sterne. 1 Ü/HP in der Deluxe Tented Suite kostet ca. 85 OMR (omanhotels.com).

Prachtvolle Moschee: Die Sultan-Qabus-Moschee mit ihren fünf Minaretten wurde 2001 eröffnet. Das Gotteshaus ist für bis zu 20.000 Gläubige ausgelegt und zählt zu den weltweit größten Moscheen.

Eintauchen in das Land des Weihrauchs: Am besten im Souk von Matrah, einem Stadtteil von Maskat. Auf dem Basar gibt es zahlreiche Händler, die Weihrauch in den verschiedensten Farben, Größen und Formen feilbieten.

Offroad-Tour in die Al-Hajar-Berge: Lassen Sie sich fahren und versuchen es nicht auf eigene Faust. Hier braucht man schon als Beifahrer ein gutes Nervenkostüm.

Golfen im Oman: Der Ghala Valley Golf Club

Die Infrastruktur (Parkplatz, Clubhaus, Driving-Range) wirkte auch bei unserem zweiten Besuch etwas lieblos – spätestens nach zwei, drei Bahnen fällt aber der sehr hohe Pflegezustand auf. Ein samtweiches, dichtes Fairway überrascht ebenso wie die im wahrsten Sinne des Wortes per Hand manikürten Grüns. Die ersten Neun ziehen sich bergauf durch ein immer enger werdendes Wadi, eingerahmt von schroffen, rotgrauen Felsen, auf denen manch bemerkenswerte Villa thront. Gerade die Herren müssen hier versuchen, ihren Score zusammenzuhalten: Schon an Bahn 4 ist ihr Tee weit oberhalb des Fairways so an den Rand der Schlucht platziert worden, dass jede Abweichung nach links zum Desaster werden kann.

Wer mit dem Driver einen kontrollierten Draw beherrscht, ist auch an den Löchern 6 und 7 im Vorteil, wenn es wieder bergab geht. Und der Abschlag der 9 ist so vom eigentlichen Golfplatz separiert, dass die saftig-grüne Spielbahn nur noch erahnt werden kann. Während diese Tee-Shots schon fast heroischen Charakter haben, dürfen die Damen stets gut 50 bis 70 Meter weiter vorne und damit oft auch weiter unten abschlagen. Die flachen Back-Nine fallen im Vergleich dazu dann etwas zurück und leiden auch unter der Nähe der Schnellstraße.

Der Ghala Valley Golf Club

Maskat, Tel. 98 83 15 58, ghalavalley.com

18 Löcher, 6.527/5.430 Yards (H/D), Par 72, CR 72,3/73,5, Slope 139/133

Greenfee: 35 OMR, Do/Fr 40 OMR

Golfen im Oman: Der Muscat Hills Golf & Country Club

Dieser Platz ist erstaunlich verzeihlich, die Landezonen ausgesprochen großzügig, problemlos auch für den schwächeren Spieler zu meistern, kurz: ideal für den Auftakt für’s Golfen im Oman. Zwar sind ein halbes Dutzend tiefe, ausgetrocknete Wadis vom Abschlag aus zu überqueren, die Carry-Längen sind aber menschlich. Höhepunkt der ersten Halbrunde ist der Abschlag an der 7, einem bergauf führendem Par 3, dessen Grün auf einer Kuppe einen Rundumblick über die gesamte Anlage bis zum Golf von Oman zulässt.

An der nächsten Tee-Box wirkt das Grün des mittellangen Par 4 in der klaren Luft so nahe, dass man geneigt ist, den Weg auf das diagonal nach links verlaufende Fairway mehr und mehr abzukürzen. Wer aber auf diese golferische »Fata Morgana« hereinfällt, dessen Ball wird im trockenen Canyon verenden. Das Signature-Hole ist zweifelsfrei die 12: Mit einem mittleren Eisen ist eine tiefe Schlucht zu überwinden, bevor der Ball das einem Adlernest ähnelnde Grün auf einem Felsplateau erreicht. Hoffentlich, denn wer nur einen Schläger zu wenig genommen hat, wird im Bunker landen und sollte schwindelfrei sein, da in diesen bergab über eine gesicherte Treppe eingestiegen werden muss.

Der Muscat Hills Golf & Country Club

Seeb, Maskat, Tel. 24 51 40 80, muscathills.ecommune.com

18 Löcher, 6.573/5.774 Yards (H/D), Par 72, CR 71,7/73,1 , Slope 123/126

Greenfee: 35 OMR

Golfen im Oman: Al Mouj Golf

Bereits das Eröffnungsloch zeigt, das wird eine knüppelharte Herausforderung. Die Bahn ist lang, eng, und das Anspiel auf die extrem ondulierte und bestens verteidigte Putt-Fläche erfordert golferisches Können. Al Mouj ist vielleicht etwas zu »glattes« Links-Golf: Gewellte Fairways schlängeln sich durch die Dünen, vorbei an einzelnen, fiesen Pottbunkern oder riesigen Sandkreationen, hin zu höllisch ondulierten Grüns – ein wenig Kingsbarns im warmen Wüstenwind. Optisch ist der Platz ab Loch 8 ein Gedicht.

Fortan spielt Designer Greg Norman immer wieder mit dem unnatürlich wirkenden, türkisblauen Meer und will so wohl von den vielen Schwierigkeiten ablenken. Alles erscheint hell, fast grell: der schneeweiße, feine Bunkersand, das saftige, hellgrüne Fairway, der makellose, wolkenfreie Himmel, der nur Nuancen dunklere Ozean – Highlights ohne Ende. Die Bahnen 11 und 18 wollen scheinbar nicht mehr auf der arabischen Halbinsel enden, sondern im Wasser. Al Mouj ist grandios, die Runde bleibt ewig in Erinnerung.

Al Mouj Golf

Maskat, Tel. 22 00 59 90, almoujgolf.com

18 Löcher, 6.418/6.016 Yards (H/D), Par 72, CR 70,7/74,3, Slope 133/135

Greenfee: 50 OMR, Do/Fr 60 OMR (inkl. Cart)

Golfen im Oman: Der Al Ain Equestrian Shooting & Golf Club

Zugegeben, wer viel Wert auf Optik legt, sollte diese Anlage eher meiden. Die Bahnen sind teilweise innerhalb einer Pferderennbahn angelegt. Das Geläuf für die Vierbeiner mit dem grobkörnigen Sand, der flankierenden, schmucklosen Tribüne sowie ein in der Wüste liegendes und nie fertiggestelltes Gebäude auf der anderen Seite vermitteln Tristesse. Und diese düstere Atmosphäre wird durch die vielen Flutlichtmasten noch verstärkt. Davon abgesehen sind die 18 Löcher interessant und abwechslungsreich angelegt. Der Pflegezustand ist – wie überall im Mittleren Osten – vorbildlich. Golftouristen werden sich kaum hierher an die Grenze zum Oman verirren, für Mannschaften ist es dagegen ideal. Die Trainingseinrichtungen sind top, die Range ist riesig, der Kurzspielplatz dank Flutlicht abends bespielbar, und auf dem Meisterschaftskurs ist reger Betrieb ein Fremdwort. Bitte nicht erschrecken, wenn’s knallt: In der Nachbarschaft trainieren die Tontaubenschützen recht intensiv.

Al Ain Equestrian Shooting & Golf Club

Tawam St, Abu Dhabi, VAE, Tel. 3 70 26 400, aesgc.com

18 Löcher, 6.129/5.282 Yards (H/D), Par 72, CR 68,6/69, Slope 130/127

Greenfee: 340 AED

GJ-Reiseführer: Golfen im Oman

HOTELS

Als Nummer eins in Maskat gilt das Al-Bustan Palace Hotel, seit Jahrzehnten eines der besten Hotels der Welt. Der orientalische Traumpalast liegt in einer eigenen Bucht mit Privatstrand und großer parkähnlicher Gartenanlage, umrahmt von schwarzgrauen Felsen. Eine 38 Meter hohe Lobby mit goldener Edelstahlkuppe empfängt den Gast und führt zu gediegener Eleganz mit Marmor, Mosaik- und Fliesendekorationen, Edelhölzern und plätschernden Brunnen, ohne jemals aufgesetzt oder kitschig zu wirken. Die Zimmerpreise beginnen bei 150 OMR pro Nacht, jeder erdenkliche Luxus ist in der Ritz-Carlton-Herberge garantiert.

Doch der Platzhirsch hat Konkurrenz bekommen mit dem wunderbaren Shangri-La Al Husn Resort & Spa (DZ ab 150 OMR). Von beiden Luxushotels muss man allerdings mit Fahrzeiten von über 30 Minuten zu den Golfplätzen rechnen. Der Geheimtipp ist das moderne und coole Kempinski Muscat in Al Mouj mit Preisen ab 140 OMR. Geleitet wird das beeindruckende Hotel von Carsten Wiegandt. Der deutsche Manager ist seit 1994 bei der Kempinski Gruppe. Eine Alternative, wenn auch vom Standard eine Klasse tiefer, ist das Mysk Hotel (52 OMR) in der Marina von Al Mouj.

RESTAURANTS

Das Kargeen im Stadtteil Madinat as-Sultan Qaboos gilt als bestes Restaurant. Es präsentiert in einer schönen Gartenanlage alle orientalischen Spezialitäten zu erstaunlich niedrigen Preisen. Statt Alkohol gibt es grandiose Frucht-Cocktails oder eine Wasserpfeife dazu. Überhaupt, in den meisten Lokalen und Restaurants darf kein Alkohol ausgeschenkt werden. Wer auf Wein oder Bier setzt, muss in den meist sehr guten Restaurants der Hotels speisen oder den richtigen Zeitpunkt in den Golfclubs abpassen. Diese haben meist eine temporäre Lizenz zum Ausschank von Alkohol. Mehrere schöne und einfache Restaurants sind schließlich an der Corniche in Matrah zu genießen. Problemlos, denn auch im kleinsten indischen und pakistanischen Lokal ist der Hygienestandard im ganzen Land auf höchstem Niveau und wird streng überwacht.

GOLFEN IM OMAN

Der Getränkeservice, den man aus den USA oder den Emiraten kennt, ist im Oman unbekannt. Aufgrund der Temperaturen und der Trockenheit sollte aber jeder mindestens zwei Liter Wasser mit auf die Runde nehmen, um nicht zu dehydrieren. Als Wochenende gelten hier übrigens Donnerstag und Freitag, teilweise auch Samstag. Das schlägt sich auch im Greenfee nieder.

ANREISE

Täglich nonstop mit Oman Air ab München und Frankfurt in gut sechs Stunden bis Maskat. Alternativ geht es täglich mit arabischen Airlines über ihre jeweiligen Drehkreuze. Das Visum kann direkt nach der Ankunft im Flughafen Maskat erworben werden.

REISEZEIT

Maskat ist als die heißeste Hauptstadt der Welt berühmt-berüchtigt und von Mai bis September schier unerträglich. Die Wintersaison von Mitte Oktober bis Mitte April lockt dagegen mit angenehm trockenen 25 bis 32 Grad. Rund um den Jahreswechsel kann es auch noch etwas kühler werden. Achtung: In der Wüste fallen die Temperaturen nach Einbruch der Dunkelheit deutlich stärker als an der Küste.

INFOS: Golfen im Oman

Die Telefonvorwahl ist 00968. Die Landeswährung heißt Omani Riyal, 1 OMR entspricht derzeit etwa 2,32 Euro. Nützliche Web-Seiten für die Reiseplanung:

omantourism.de

auswaertiges-amt.de