Zum Tee im Saadiyat Golf Club
Unser Roadtrip durch die Vereinigten Arabischen Emirate neigt sich dem Ende zu. Nach Stationen in Ras al Khaimah und Dubai fahren wir weiter Richtung Süden und machen Halt in einem der besten Hotels der Gegend im The St. Regis Abu Dhabi. Das Fünf-Sterne-Haus ist nicht nur das traditionelle Spielerhotel während der Abu Dhabi Championship, die in diesem Jahr Rickie Fowler im Abu Dhabi Golf Club gewann, sondern hat direkt vor seiner Haustür den Saadiyat Golf Club beheimatet. Einen der schönsten und zweifelsohne aufregendsten Plätze im Emirat Abu Dhabi. Ach was, der gesamten Arabischen Emirate.
Warum? Die Lage! Direkt am türkisfarbenen Meer gelegen, muss man sich schon sehr auf die Flugbahn seines Balles konzentrieren, damit der Blick nicht auf die Wellen (ja hier gibts tatsächlich eine richtig kleine Brandung) abschweift. Der Platz selbst, von Gary Player entworfen und von Troon Golf gemanaged, ist mit seinem Links-Charakter eine sportliche Herausforderung. Wie das Meer direkt neben den Bahnen sehr wellig im Vergleich zu anderen Plätzen in VAE benötigt man vor allem auch ein sehr gerades Spiel, wenn man einen guten Stand für den Angriff auf die Grüns haben möchte. Diese wiederum sind sehr klein, stark onduliert jedoch auch weicher als wir das bisher auf anderen Plätzen erlebt hatten. Das ist der Vorteil, wenn man präzise Annäherungen an die Fahne spielen kann.
Ganz klar, geben wir für den Saadiyat Golf Club eine besondere Empfehlung ab. Wer nach Abu Dhabi reist, sollte sich eine Runde hier nicht entgehen lassen. Mit etwas Glück kann man vom Grün aus sogar Delfine sehen und es kommt auch vor, dass Schildkröten über den Platz watscheln. Lovely!
Müde, aber selig fahren wir nach der Runde und einem ausgiebigen Fotoshooting zurück in unser Hotel und lassen die vergangene Woche bei einem Gin Tonic noch einmal Revue passieren. Ras al Khaimah, Dubai, Abu Dhabi. Für jeden Golfreisenden ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten etwas dabei. Während Ras al Khaimah touristisch noch nicht voll erschlossen ist, ist Dubai das komplette Gegenteil und wirkt auf uns wie eine überdimensionale Mischung aus Disney World und New York. Ein bisschen zu künstlich das Ganze (Palm Island, Atlantis etc.) für unseren Geschmack. Daher fühlten wir uns am Wohlsten an der Küste in Abu Dhabi. Hier ist alles etwas entspannter und auch die Architektur erschlägt einen nicht direkt wie in der Millionenmetropole Dubai mit ihren 2,3 Mio. Einwohnern.
Eine spannender Roadtrip geht nach rund 500 Kilometern, drei Hotels und sechs gespielten Golfplätzen zu Ende. Nach fast sieben Stunden im Flieger setzen wir in Hamburg auf. Es ist nasskalt und der (Arbeits)-Alltag hat uns wieder…
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